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NADA registriert 86 Doping-Verstöße

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NADA hofft auf Klärung mit Howman - 86 Doping-Verstöße

26.06.2012, 18:42 Uhr | dpa

NADA registriert 86 Doping-Verstöße. Der Jahresbericht 2011 der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) liegt vor.

Der Jahresbericht 2011 der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) liegt vor. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Streit mit der WADA, Niederlage im Fall Sinkewitz und eine drohende Finanzlücke: Vor der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) steht ein Berg von Arbeit. Zumindest der offene Konflikt mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA soll nun endlich ausgeräumt werden.

Die NADA-Verantwortlichen werden am 3. Juli in Frankfurt am Main ein Gespräch mit David Howman führen, um die Spannungen zwischen beiden Agenturen auszuräumen und weiteren Imageschaden im Anti-Doping-Kampf zu verhindern.

Der WADA-Generaldirektor hatte im Zuge der Erfurter Blutmanipulationsaffäre der NADA vorgeworfen, der WADA wichtige Dokumente vorenthalten zu haben. "Wir haben jetzt telefoniert und uns auf das Gespräch am Frankfurter Flughafen verständigt. Wir wollen sachlich und kompetent die Missverständnisse ausräumen. Das ist unser Ziel", sagte die NADA-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann in Berlin. Die NADA-Verantwortlichen unterstrichen erneut, dass sie in der "Causa Erfurt" keine Fehler gemacht hätten. "Wir überlegen jeden unserer Schritte und handeln danach", sagte Vorstandsmitglied Lars Mortsiefer.

Im jüngsten Fall von Verstößen gegen Anti-Doping-Bestimmungen am Olympiastützpunkt Saarbrücken gebe es bislang keine Ansätze für eine strafrechtliche Verfolgung von Athleten. Das hätten ihm beide Anwälte der Münchner Schwerpunktstaatsanwaltschaft deutlich gemacht, sagte Mortsiefer. Als "fatal" bezeichnete der NADA-Justiziar hingegen das Urteil des deutschen Schiedsgerichts im Fall von Patrik Sinkewitz, mit dem die Suspendierung des Radprofis wegen angeblichen Dopings mit Wachstumshormonen aufgehoben worden war. "Die WADA hat uns da leider die Unterstützung versagt", kritisierte Andrea Gotzmann. Die NADA werde sich nun an den Internationalen Sportgerichtshof CAS wenden.

Im Jahr 2011 hatte die NADA insgesamt 86 mögliche Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen registriert. Wie Mortsiefer berichtete, sei dies ein Anstieg um 20 Fälle im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 26 Strafanzeigen bei den zuständigen Staatsanwaltschaften gestellt. Die Zahl der Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse sei im Jahr 2011 von 358 auf 326 zurückgegangen.

Nach wie vor schwebt über der NADA die Gefahr, wegen einer Finanzierungslücke von 1,35 Millionen Euro künftig die Zahl der Kontrollen zurückzufahren. Trotz dieser drohenden Finanzprobleme nahm die NADA im Jahr 2011 über 8000 Trainingskontrollen und damit in etwa so viele wie im Vorjahr vor. Durch die Übernahme des Ergebnismanagements für Sportverbände stieg die Zahl der Wettkampfkontrollen um 20 Prozent erstmals auf über 1000.

Andrea Gotzmann, die seit 15. September die Geschicke der NADA leitet, erklärte den Aufbau und die Entwicklung des Blutpassprogramms zu einer der Hauptaufgaben der Agentur. "Wir legen immer mehr Wert auf intelligente Kontrollen", erklärte die Biochemikerin. Dazu gehöre die genaue Untersuchung eingefrorener Proben nach neuesten Erkenntnissen ebenso wie die Ausweitung der Zusammenarbeit mit Fachleuten aus aller Welt. So seien in Zukunft auch Kooperationen mit Experten aus China und Indien geplant.

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