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Formel 1: Red Bull kritisiert Reifenlieferant Pirelli scharf

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Helmut Marko: Pirelli hat seinen Auftrag "überzogen"

29.06.2012, 12:55 Uhr | t-online.de

Formel 1: Red Bull kritisiert Reifenlieferant Pirelli scharf. Mit dem Reifenhersteller Pirelli unzufrieden: Helmut Marko. (Quelle: imago)

Mit dem Reifenhersteller Pirelli unzufrieden: Helmut Marko. (Quelle: imago)

Nach acht von 20 Formel-1-Saisonrennen übt das Weltmeister-Team von Red Bull scharfe Kritik am Reifenlieferant Pirelli. Das italienische Unternehmen habe "den Auftrag erhalten, die Formel 1 spannender zu machen", doch diesen Auftrag habe man "überzogen", wird Red-Bull-Berater Helmut Marko von "motorline.cc" zitiert. Die Aussage des Rennstalls kommt überraschend, hatte doch ausgerechnet Red Bull zu Saisonbeginn Rekordweltmeister Michael Schumacher für dessen harsche Kritik an den Reifen attackiert.

"Wir fahren wie auf rohen Eiern", klagte der Ex-Champion und erhielt dabei aus dem Red-Bull-Team reichlich Kritik. "Das Thema wird aufgebauscht", entgegnete Sebastian Vettel damals dem "Motorsport Magazin". "Letztlich haben alle die gleichen Reifen."

Red Bull kritisiert plötzlich ebenfalls die Reifen

Nun schlägt Red Bull aber in die gleiche Kerbe wie Schumacher. Weil die Rahmenbedingungen rund um das Reifen-Betriebsfenster von Grand Prix zu Grand Prix variieren, kristallisierte sich bisher kein klarer WM-Favorit heraus. Red Bull zieht seine Schlüsse. "Wir stellen das Auto nicht mehr auf absoluten Speed ein", erklärt Marko, "sondern so, dass wir schnell genug sind, um im Qualifying möglichst weit vorne zu stehen, wir aber von der Radgeometrie her so abgestimmt sind, dass der Reifen kalkulierbarer auf der Distanz hält."

Reifen lassen nicht berechenbar nach

Der Unterschied zu 2011, als Pirelli ebenfalls Alleinlieferant war, ist, dass die Pneus 2012 nicht mehr berechenbar nachlassen, sondern teilweise ganz plötzlich. "Normalerweise baut ein Reifen kontinuierlich ab, doch bei den aktuellen Pirelli-Mischungen kommt das von einer Runde auf die andere - und dann ist er weg. Das ist dann ein Zeitunterschied von einer halben bis zu einer vollen Sekunde und geht, wie man bei Alonso in Montreal gesehen hat, bis zu vier Sekunden pro Runde", beschwert sich Marko.

Reifen kaum kontrollierbar

"Dazu kommt, dass der Reifen sehr empfindlich ist, was das Aufwärmen betrifft. Er hat erst dann Grip, wenn er eine Temperatur erreicht hat, die in einem sehr kleinen Fenster liegt", erläutert der Österreicher. "Überhitzt man ihn einmal, dann erholt er sich kaum mehr - ein Phänomen, das bei bisherigen Reifen nicht der Fall war. Alles in allem ein komplexes Thema, aber nachdem es für alle gleich ist, wird man besser damit umgehen."

Formel-1-Lotterie schiebt Marko auf die Reifen

Dass Teams wie Williams und Sauber plötzlich an einzelnen Rennwochenenden sogar siegfähig sind, schiebt Marko ebenfalls auf die Reifen: "Das liegt daran, dass Autos, die simpler in der Bauart sind, leichter in dieses Arbeitsfenster gekommen sind, in dem der Reifen optimal funktioniert. Und dass wir zum Teil - und nicht nur wir - unser kompliziertes und technologisch sicher eines der besten Autos gar nicht in den Bereich bringen konnten", analysiert er.

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