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Phelps lässt Gipfel platzen - Biedermann skeptisch

05.07.2012, 14:49 Uhr | dpa

Phelps lässt Gipfel platzen - Biedermann skeptisch. Michael Phelps (l) und Paul Biedermann bei der WM 2011 in Shanghai.

Michael Phelps (l) und Paul Biedermann bei der WM 2011 in Shanghai. (Quelle: dpa)

Omaha (dpa) - Weltrekordhalter Paul Biedermann ist noch skeptisch. Kein olympisches "Jahrhundertrennen" über 200 Meter Freistil, kein Duell gegen US-Star Michael Phelps?

Da müsse man erst abwarten, wer letztendlich auf der Meldeliste stehe, teilte Biedermanns Management der Nachrichtenagentur dpa mit. Solange das nicht feststehe, werde der Schwimmer sich weiter auf einen Start gegen alle Top-Athleten vorbereiten. Auch auf den Titelverteidiger.

Allerdings: Nachdem der Coach von Phelps zum Schluss der Olympia-Trials in Omaha/Nebraska deutlich "no" sagte, ist der Gigantengipfel sehr unwahrscheinlich geworden - und die Olympischen Spiele in London sind bereits dreieinhalb Wochen vor ihrem Beginn um ein Highlight ärmer. Offizielle Begründung: Phelps will Kraft für die Staffeln sparen.

"Ich glaube, das ist einfach cleverer. So habe ich die größte Chance, gut zu schwimmen", begründete der 14fache Olympia-Sieger in seiner Heimatzeitung "Baltimore Sun" den Rückzug. Statt wie in Peking achtmal Gold zu avisieren, will der Superstar in England auf einen Start verzichten. Biedermann und Weltmeister Ryan Lochte geht er so aus dem Weg.

"Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass Michaels hier gezeigte Leistungen in London nicht gut genug sein werden, um auf den meisten Strecken Gold zu gewinnen", betonte Phelps-Coach Bob Bowman, "wir mussten uns zwischen den 400 Meter Lagen und den 200 Metern Freistil entscheiden." Bis zum Ende der Trials am Montag hatten alle für London qualifizierten Athleten dem US-Verband eventuelle Start-Verzichts mitteilten müssen.

Phelps hatte sich bei den Trials jeweils über beide Lagen- und Schmetterlingsstrecken sowie die 200 Meter Freistil die Tickets für seine vierten und letzten Sommerspiele gesichert und sich zudem das Startrecht für alle drei Staffeln erkämpft. Da weder der 27-jährige Rekord-Olympia-Sieger noch Bowman sich eindeutig zum London-Fahrplan geäußert hatten, wurde anschließend über eine Wiederholung des Peking-Programms mit acht Starts spekuliert.

"Wir haben alle Millionen Mal gehört, wie hart die vierjährige Vorbereitungsphase auf Peking war. Und diesmal war die Vorbereitung anders", sagte Bowman. "Es gibt keinen Grund, es nochmal zu tun. Die Möglichkeit, drei Staffeln zu schwimmen - das wird ziemlich viel", sagte Phelps. "Das ist nicht Peking, das ist London."

Nach seiner Gold-Gala im Pekinger Pool mit acht Olympia-Siegen hatte Phelps des öfteren über Motivationsprobleme geklagt und wochenlang das Training geschwänzt. Auch deshalb betonte Bowman, es sei "unvernünftig, zu erwarten, er könne das selbe Programm in weniger Vorbereitungszeit leisten." Anstelle der 200 Meter Freistil will Phelps sich auf die 4x100 Meter Freistil-Staffel fokussieren, in der die Amerikaner vor allem durch Australien superschnelle Konkurrenz haben. Der Staffel-Endlauf wird am 29. Juli ausgetragen - an jenem Sonntag stehen auch Vorlauf und Halbfinale über die 200 Meter Freistil an.

Aufgrund der Dichte - neben Biedermann und Lochte zählen auch der Olympiazweite Park Tae Hwan (Südkorea), Sun Yang (China) oder der Jahres-Schnellste Yannick Agnel (Frankreich) zum Favoritenkreis - wurde das Freistil-Finale am 30. Juli bereits als "Jahrhundertrennen" gehandelt. Bowman stellte klar, dass Phelps auf keinen Fall vor der Weltelite kneife. "Er könnte dieses Rennen gewinnen, aber wir haben gesehen, wie müde Michael hier nach seinem harten Trials-Programm war. Und wir versuchen, sicherzustellen, dass er für die Staffeln da ist", so Bowman. Sein Schützling hatte in Athen und Peking die 200 Meter Freistil gewonnen.

Phelps sieht der Herausforderung London gelassen entgegen. Für Dara Torres ist der Traum von ihren sechsten Sommerspielen dagegen geplatzt. Die 45-Jährige kam über die 50 Meter Freistil in 24,82 Sekunden nur als Vierte ins Ziel. "Auch wenn es leider nicht gereicht hat, gehe ich mit dem Gewissen, alles gegeben zu haben", sagte Torres, die seit 1984 ein Dutzend Olympiamedaillen gewonnen hatte, drei davon als 41-Jährige in Peking.

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