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Formel 1: Michael Schumacher lässt Mercedes weiter zappeln

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Schumi: "Vor Oktober wird sicher keine Entscheidung getroffen"

06.07.2012, 13:39 Uhr | sid, dpa

Formel 1: Michael Schumacher lässt Mercedes weiter zappeln. Michael Schumacher will erst im Oktober entscheiden, ob er bei Mercedes bleibt. (Quelle: dpa)

Michael Schumacher will erst im Oktober entscheiden, ob er bei Mercedes bleibt. (Quelle: dpa)

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher lässt sein Team und seine Fans weiter zappeln. "Ich habe immer gesagt, dass irgendwann die Zeit kommen wird, in der wir uns zusammensetzen. Es ist aber so, dass vor Oktober sicher keine Entscheidung getroffen werden kann und wird", sagte Schumacher im Vorfeld des britischen Grand Prix in Silverstone.

Mercedes-Teamchef Ross Brawn wünscht sich hingegen einen deutlich früheren Zeitpunkt. "In den nächsten sechs Wochen müssen wir uns überlegen, was wir nächstes Jahr tun wollen - das ist die wichtigste Entscheidung", hatte Brawn vor einigen Tagen gesagt. Deshalb sei es wichtig zu wissen, "ob wir uns umsehen müssen oder mit den Fahrern weitermachen, die wir haben."

Hamilton und di Resta mögliche Nachfolger

Schumachers Teamkollege Nico Rosberg hatte seinen Vertrag bereits vor der Saison langfristig verlängert. Dem 27-Jährigen gelang danach in China sein erster Formel-1-Sieg. Dagegen hatte Schumacher immer wieder Pech mit technischen Problemen am Silberpfeil und fiel in der Gesamtwertung früh weit zurück. Vor dem neunten Saisonrennen am Sonntag in Silverstone rangiert er auf WM-Platz 13, Rosberg ist Fünfter (Foto-Show: Schumis Renn-Jahr 2012 in Bildern).

Mercedes-Geschäftsführer Nick Fry hatte die Diskussion um Schumachers Zukunft vor wenigen Wochen befeuert und Paul di Resta als möglichen Nachfolger ins Gespräch gebracht. Der Brite startet in der Formel 1 für Force India, davor fuhr er im Deutschen Tourenwagen Masters für Mercedes. Vielleicht würde aber auch Lewis Hamilton den Rekordweltmeister beerben. McLaren hat die Verhandlungen mit dem Briten über einen neuen Vertrag vorerst auf Eis gelegt.

Lob vom Teamkollegen

Rosberg würde gerne auch im kommenden Jahr noch Schumacher als Teamkollegen haben. "Das wäre mir sehr recht. Er fährt auf einem extrem hohen Niveau. Er hatte einen sehr unglücklichen Saisonstart, aber war der Schnellste in der Qualifikation in Monaco, dann auf dem Podest in Valencia. Er ist so stark wie noch nie seit seinem Comeback", sagte Rosberg in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt".

Zum Rekordweltmeister habe er ein sehr gutes, professionelles Verhältnis. "Gleichzeitig ist es eine große Herausforderung, mit ihm zusammen zu fahren. Wir treiben uns gegenseitig und damit das Team voran", erklärte Rosberg.

Schumi in Valencia erstmals seit Comeback auf Podium

Schumacher will ohne Emotionen und wohl überlegt abwägen, ob er auch im kommenden Jahr noch im Silberpfeil sitzen wird - und sich dabei nicht drängen lassen. Daran ändert auch der dritte Platz zuletzt in Valencia nichts. Es war der erste Podiumsplatz nach dem Comeback im Jahr 2010 nach drei Jahren Rennpause.

Dabei spricht momentan eigentlich vieles für eine Verlängerung der Ehe Mercedes-Schumacher. Im dritten Jahr seit seinem Comeback hat der 43-Jährige nicht nur in Valencia bewiesen, dass er seiner früheren Extraklasse wieder ganz nahe gekommen ist. Auch die Fahrt zur Qualifying-Bestzeit in Monaco war ein deutlicher Fingerzeig, bei der Zeitenjagd ist er auf Augenhöhe mit Teamkollege Nico Rosberg.

Immer wieder technische Probleme mit dem Auto

Dass Schumacher in der WM-Wertung deutlich hinter Rosberg und der Spitze liegt, ist nicht seine Schuld, schließlich ließ ihn sein Auto in dieser Saison schon viermal im Stich. Es ist aber auch endlich schnell genug, um zumindest phasenweise ganz vorne mitzumischen.

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Daran hat Schumacher zwei lange Jahre mitgearbeitet. Deshalb wäre es nur logisch, wenn er jetzt auch die Früchte seiner Arbeit ernten möchte. Dafür müsste er wohl nur Ja sagen, denn sein alter Weggefährte Brawn, unter dessen Regie Schumacher bei Benetton und Ferrari all seine sieben WM-Titel geholt hatte, hält ihm das Cockpit wohl frei.

Schumi: "Nicht von emotionalen Gedanken treiben lassen"

Schumacher selbst wies allerdings zurück, dass die Entscheidung allein bei ihm liege. "Das ist eine Sache zwischen dem Team und mir", sagte er. Branchenkennern zufolge hat ohnehin allein er die Option für eine Verlängerung seines Kontrakts. Zuletzt hatte er schon erklärt: "Was meine Zukunft in der Formel 1 betrifft, werde ich mich ganz bestimmt nicht von emotionalen Gedanken treiben lassen. Für Entscheidungen von solcher Tragweite musst du noch ganz andere Dinge mit einbeziehen."

Allerdings fühlt sich Schumacher augenscheinlich momentan in der Königsklasse pudelwohl. Er wirkt gelöst und entspannt wie nie zuvor in seiner Karriere, die er Ende 2006 zum ersten Mal beendet hatte, weil ihm die Leidenschaft und das Feuer abhanden gekommen waren.

Glorreicher Abschied angestrebt

Der Aufbau eines neuen Siegerteams - wie einst bei Ferrari - hatte Schumacher nach drei Jahren Erholung aber zur Rückkehr gereizt. Nur zu gerne würde er mit Brawn und Mercedes, die ihm einst den Einstieg in die Formel 1 ermöglicht hatten, seine Karriere abrunden. Zumindest mit einem weiteren GP-Sieg, dem dann 92. für ihn, und möglichst mit dem WM-Titel für Mercedes.

Schumacher sieht das Team gegenüber dem vorigen Jahr deutlich im Aufwärtstrend. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir ein Auto haben, mit dem wir um die Meisterschaft kämpfen können. Durch die Neuorientierung und Umstrukturierungen bin ich absolut positiv gestimmt, was die Zukunft des Teams angeht", erklärte der Kerpener. Und dann machte er klar, dass das Feuer noch immer in ihm brennt: Er habe es nicht gerne, wenn er "etwas geschenkt bekommt". Stattdessen liebe er es, "dass ich meinen Erfolg erarbeiten muss."

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