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Formel 1: Maria de Villota spricht wieder

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De Villota wieder bei Bewusstsein

09.07.2012, 10:12 Uhr | dpa

Formel 1: Maria de Villota spricht wieder. Zwei Operationen überstanden: Testpilotin Maria de Villota. (Quelle: imago)

Zwei Operationen überstanden: Testpilotin Maria de Villota. (Quelle: imago)

Die verunglückte Formel-1-Testfahrerin Maria de Villota ist nach ihrer erneuten Operation wieder bei Bewusstsein. "Sie ist wach und spricht mit der Familie", sagte Marussia-Teamchef John Booth in Silverstone dem britischen Sender Sky Sports News. Die spanische Rennfahrerin war am vergangenen Dienstag bei Übungsrunden gegen die Laderampe eines Lasters geprallt. Dabei hatte sie einen Schädelbruch erlitten und ihr rechtes Auge verloren. Im Krankenhaus wurde sie bislang zweimal operiert. "Es gab jeden Tag bessere Nachrichten", sagte Booth. Die Ursache des Unfalls ist aber weiter unbekannt.

De Villota war nach einer ersten Proberunde auf gerader Strecke zurück an die Box gekommen und hatte dabei die Kontrolle über das Auto verloren. Die Rennfahrerin sollte an zwei Tagen neue Bauteile für die Autos der Marussia-Stammpiloten Timo Glock und Charles Pic testen. Nach dem Unfall war sie zunächst für rund zwölf Stunden operiert und danach in ein künstliches Koma versetzt worden. Am Freitag gaben die Ärzte dann Grünes Licht für eine zweite OP. Der Eingriff am Gesicht sei in deutlich kürzerer Zeit abgeschlossen worden, hieß es.

"Nicht fahrlässig gehandelt"

Vorwürfe, der Rennstall sei mit de Villota ein zu hohes Risiko eingegangen, wies Booth zurück. Die 32-Jährige besitzt keine Superlizenz und dürfte nicht bei einem Formel-1-Rennen starten. "Wir haben nicht fahrlässig gehandelt", sagte Booth. Testfahrten auf gerader Strecke seien "die normale Methode eines Teams, seine jungen Ersatzfahrer zu schulen und ihnen Erfahrung zu bringen. Und es war auch nicht das erste Mal, dass Maria ein modernes Formel-1-Auto gefahren ist."

De Villotas Rennfahrer-Kollegen zeigten beim Rennen in Silverstone ihr Mitgefühl. Ferrari-Star Fernando Alonso klebte das orangefarbene Sternchen-Logo der Pilotin an seinen Helm und widmete ihr dann auch seine Pole Position. Das Mercedes-Duo Michael Schumacher und Nico Rosberg sowie Lewis Hamilton und Jenson Button von McLaren fuhren ebenfalls mit dem De-Villota-Stern auf dem Kopfschutz. Weitere Piloten folgten dem Beispiel. Glock und Pic trugen das Symbol auf ihren Autos. "Alles, was wir an diesem Wochenende tun, gibt ihr und ihrer Familie hoffentlich Kraft. Wir wünschen ihr gute Besserung", sagte Alonso.

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