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Nach Urteil: Brenos Verteidigung legt Revision ein

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Brenos Verteidigung legt Revision ein

12.07.2012, 11:27 Uhr | dpa

Nach Urteil: Brenos Verteidigung legt Revision ein. Breno war wegen schwerer Brandstiftung verurteilt worden.

Breno war wegen schwerer Brandstiftung verurteilt worden. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Die Verteidigung von Fußballprofi Breno hat gegen die Verurteilung des früheren Bayern-Spielers Revision eingelegt. Das teilte das Oberlandesgericht München mit.

Der Bundesgerichtshof hat in den kommenden Monaten zu prüfen, ob die Revision zulässig und begründet ist. Mit einer Entscheidung des BGH sei jedoch frühestens im Spätherbst zu rechnen, sagte ein Sprecher des Landgerichts München der Nachrichtenagentur dpa.

Der 22 Jahre alte Brasilianer war vergangene Woche in erster Instanz wegen schwerer Brandstiftung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Die 12. Strafkammer des Landgerichts München I sah es als erwiesen an, dass Breno im vergangenen September vorsätzlich seine Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald in Brand gesteckt hat. Dabei war ein Schaden in Millionenhöhe entstanden.

Seit dem Urteil sitzt Breno im Gefängnis - allerdings weiter in Untersuchungshaft, wie der Gerichtssprecher erläuterte. Grund: Das Urteil vom vergangenen Mittwoch ist weiter nicht rechtskräftig.

Die Revision hat zunächst keine Auswirkungen auf den Haftbefehl. Ob Breno nun noch einmal auf freien Fuß kommen könnte, ist unklar. "Entscheidend ist, ob vonseiten des Verteidigers jetzt irgendwas in diese Richtung kommt", sagte der Gerichtssprecher. Die Frist für die Revision war in der Nacht zum Donnerstag abgelaufen. Bevor sich Brenos Verteidiger Werner Leitner detailliert zur Revision äußern kann, muss noch die schriftliche Urteilsbegründung des Gerichtes abgewartet werden. Die Frist dafür verstreicht erst am 22. August.

Der Vertrag von Breno beim deutschen Rekordmeister FC Bayern war Ende Juni ausgelaufen und nicht verlängert worden. Der Prozess vor dem Landgericht München I hatte von Mitte Juni an einen tiefen Einblick in das Seelenleben des jungen Mannes geliefert, der mit 18 Jahren für eine hohe Ablöse von zwölf Millionen Euro als großes Abwehrtalent nach München gekommen war und dann sportlich wie menschlich scheiterte. Fuß fassen konnte er nie, stattdessen hatte er mehr und mehr mit Depressionen und Alkoholproblemen zu kämpfen.

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