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Sepp Blatter deutet Klüngelei bei WM-Vergabe 2006 an

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Blatter deutet Klüngelei bei WM-Vergabe 2006 an

16.07.2012, 12:51 Uhr | dpa

Sepp Blatter deutet Klüngelei bei WM-Vergabe 2006 an. FIFA-Präsident Joseph Blatter fährt eine verbale Attacke gegen seine Kritiker.

FIFA-Präsident Joseph Blatter fährt eine verbale Attacke gegen seine Kritiker. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - FIFA-Präsident Sepp Blatter hat sich gegen die zunehmende Kritik deutscher Fußball-Funktionäre gewehrt und zum verbalen Gegenschlag ausgeholt.

In einem Interview mit der Schweizer Boulevardzeitung "SonntagsBlick" deutete Blatter Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der Fußball-WM 2006 nach Deutschland an. "Gekaufte WM... Da erinnere ich mich an die WM-Vergabe für 2006, wo im letzten Moment jemand den Raum verließ. Und man so statt 10 zu 10 bei der Abstimmung ein 10 zu 9 für Deutschland hatte. Ich bin froh, musste ich keinen Stichentscheid fällen. Aber, na ja, es steht plötzlich einer auf und geht. Vielleicht war ich da auch zu gutmütig und zu naiv", sagte Blatter. Auf die Nachfrage, ob er vermute, dass die WM gekauft worden sei, antwortete der FIFA-Boss: "Nein, ich vermute nichts. Ich stelle fest."

Blatter bestätigte zudem, dass Ligapräsident Reinhard Rauball ihn persönlich zum Rücktritt aufgefordert habe. "Rauball hat mich am Freitag angerufen und mir gesagt, ich solle zurücktreten. Ich sagte ihm, das sei nicht so einfach, wie er sich das vorstelle. Schließlich bin ich vom Kongress gewählt", berichtete Blatter.

Von seinem in die Korruptionsaffäre verstrickten Vorgänger João Havelange hat sich Blatter nun doch distanziert und eine Kehrtwende vollzogen. "Er muss weg. Er kann nicht Ehrenpräsident bleiben nach diesen Vorfällen", sagte Blatter im Interview der Schweizer Boulevardzeitung.

Blatter kündigte an, beim FIFA-Exekutivkomitee zu beantragen, "dass das Thema beim nächsten Kongress behandelt wird". Den 96 Jahre alten Havelange, der wie sein brasilianischer Landsmann Ricardo Teixeira umstrittene Provisionszahlungen in Millionenhöhe von der inzwischen insolventen Marketingfirma ISMM/ISL kassiert hatte, habe er zuletzt im April gesehen. "Da lag er schon fast im Sterben. Ich sagte, wenn er nochmals aufsteht, ist das ein Wunder. Und er stand wieder auf. Aber es geht ihm nicht gut", berichtete Blatter.

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