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Formel 1: Michael Schumacher ist der Hoffnungsträger

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"Ich wünsche mir, dass er noch lange und dazu erfolgreich weiterfährt"

21.07.2012, 09:35 Uhr | t-online.de

Formel 1: Michael Schumacher ist der Hoffnungsträger. Michael Schumacher ist bei Fans und den Medien weiter heiß begehrt. (Quelle: imago)

Michael Schumacher ist bei Fans und den Medien weiter heiß begehrt. (Quelle: imago)

Aus Hockenheim berichtet Jörg Runde

Lässig schlendert Nico Hülkenberg aus dem Motorhome von Force India. RTL-Reporter Kai Ebel, der gerade von einem Termin mit Timo Glock kommt, grüßt freundlich. Ein paar Meter weiter nutzt Sebastian Vettel die Pause für einen Plausch mit englischen Journalisten. Und am Ende des Fahrerlagers stärkt sich das Mercedes-Team von Michael Schumacher und Nico Rosberg am Buffet.

Auch am Hockenheim-Ring wird einmal mehr deutlich: Die Formel 1 ist dank der fünf Piloten fest in deutscher Hand und steht sportlich so gut wie nie zuvor da. Daran, dass die Sportart hierzulande strukturell in der Krise steckt, ändert das allerdings nichts. Kaum mehr als 60.000 Zuschauer erwarten die Veranstalter dieses Jahr auf der Traditionsrennstrecke, Karten gibt es noch in fast jeder Preiskategorie, kaum ein Hotel ist ausgebucht. Vor einigen Jahren, als Schumi noch für Ferrari um den Titel fuhr, war das Rennen schon Monate vorher ausverkauft und rund 100.000 Fans machten das Formel-1-Wochenende zu einem Volksfest.

Heute mit einer schwarzen Null zufrieden

In Hockenheim schwärmen sie noch immer von diesen Zeiten, als Zehntausende rotbekappte Anhänger ihrem "Formel-1-Gott" zujubelten und den Camping-Bereich schon eine Woche vor dem Rennen zur Partymeile machten. Getränke- und Lebensmittelhändler freuten sich über den Umsatz des Jahres. Es waren Zeiten, in denen man in Deutschland mit der Formel 1 in allen Bereichen richtig Geld verdienen konnte. Ein Endes des Booms war irgendwie nicht eingeplant.

Doch die Zeiten haben sich geändert. "2012 werden wir wie 2010 die Veranstaltung mit einer schwarzen Null beenden", sagt Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler und betont, dass man damit zufrieden sei. Immerhin präsentiert er wohl ein Ergebnis, das nicht unbedingt Anlass zur Sorge gibt.

Nürburgring vor der Insolvenz

Was man von den nackten Zahlen, die vom zweiten deutschen Formel-1-Kurs gemeldet werden, nicht gerade behaupten kann. Die Nürburgring GmbH steht unmittelbar vor der Insolvenz. Ein Kredit über 330 Millionen Euro muss abbezahlt werden, doch dafür fehlt es an Geld. Die Zukunft des Eifel-Rennens ist so offen wie nie zuvor.

Im Formel-1-Zirkus betrachtet man die Entwicklung mit großer Sorge. Nicht nur wegen der Tradition gehört das Rennen auf dem Nürburgring unter den Piloten zu den beliebtesten. Die moderne Infrastruktur des zwischen 2007 und 2009 runderneuerten Kurses bezeichnet Nico Rosberg schlichtweg als "Hammer". Auch Sebastian Vettel kann sich ein Ende des "Mythos Nürburgring" nicht vorstellen. Und Michael Schumacher fügt fast schon väterlich an: "Wir deutschen Fahrer haben alle ein besonderes Verhältnis zum Nürburgring."

Nur noch Rennen in Hockenheim?

Nicht nur für Niko Hülkenberg steht fest: "Dieses Rennen zu verlieren, wäre eine Schande." Trotz aller Sorgen um den Formel-1-Sport in Deutschland setzen die Verantwortlichen in der Branche auf das Prinzip Hoffnung. Das Signal, das in der Öffentlichkeit ankommen soll, lautet: Noch ist der Nürburgring nicht tot. So existiert bereits das Szenario, dass Formel-1-Boss Bernie Ecclestone selbst als Ausrichter das Rennen auf dem Nürburgring organisiert. Er würde dann alle Kosten übernehmen, aber auch alle Einnahmen beanspruchen.

Bleiben alle Versuche, den Nürburgring zu retten, erfolglos, gibt es noch eine zweite Variante: "Der jährliche Wechsel zwischen den deutschen Rennstrecken hat sich bewährt. Wir stünden aber bereit, jedes Jahr das Rennen auszutragen, wenn alle Voraussetzungen passen", kündigte Hockenheimring-Geschäftsführer Seiler bereits an. Ob der mit einem jährlich wiederkehrenden Event am Hockenheimring seine "schwarze Null" halten kann, erscheint angesichts der jüngsten Entwicklungen mehr als fraglich.

Seiler: "Schumacher ist und bleibt ein Zuschauer-Magnet"

Wie auch immer die Frage des Austragungsortes geklärt wird, am wichtigsten für die Zukunft der Formel-1 in Deutschland - da sind sich alle in der Branche einig - ist ohnehin die Personalie Michael Schumacher. Seine Zukunft bei Mercedes und in der Formel 1 ist weiter offen. Immerhin signalisierte Schumi bereits mehrfach, dass er nach wie vor großen Spaß am Formel-1-Rennen hat.

Dass der 43-Jährige, der in wenigen Wochen in Spa voraussichtlich sein 300. Formel-1-Rennen fährt, noch ein paar Jahre im Rennzirkus dranhängt, hoffen Fans, Kollegen und Verantwortliche gleichermaßen. Den Rekordweltmeister in einem Weltmeister-Auto wünschen sich vor allem die Veranstalter. Stellvertretend sagt Seiler: "Wenn Schumacher hier dabei ist, merken wir das sofort beim Kartenvorverkauf. Er ist und bleibt ein Zuschauer-Magnet. Ich wünsche mir, dass er noch lange und dazu erfolgreich weiterfährt."

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