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Heftige Duplitzer-Kritik an Bach und Co.

23.07.2012, 07:41 Uhr | sid, dpa

Heftige Duplitzer-Kritik an Bach und Co.. Imke Duplitzer übt harsche Kritik am Zustand des deutschen Sports. (Quelle: imago)

Imke Duplitzer übt harsche Kritik am Zustand des deutschen Sports. (Quelle: imago)

Degen-Fechterin Imke Duplitzer hat fünf Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in London zum großen Rundumschlag ausgeholt. Die Mannschafts-Silbermedaillengewinnerin von Athen 2004 wetterte in der "Bild"-Zeitung gegen den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). "Wenn ich mich mit Doktor Michael Vesper unterhalte oder wenn ich von weitem mal Präsident Thomas Bach sehe - ich glaube, die raffen das gar nicht mehr", sagte Duplitzer.

In einer ersten Reaktion auf die massiven Vorwürfe erklärte Christian Klaue, Pressesprecher des DOSB: "Es gibt von uns keinerlei Kommentar. Dieses Interview spricht für sich." Hinsichtlich möglicher Konsequenzen für Duplitzer, die in London vor ihrer fünften Olympia-Teilnahme steht, sagt Klaue: "Ich denke eher nicht, dass sie deswegen aus der Mannschaft ausgeschlossen wird." Lesen Sie auch: Angst vor Bettwanzen bei Olympia

Funktionäre leben in ihrem "Pixiewolkenkuckucksheim"

Duplitzer legte in ihrer Funktionärsschelte nach: "Das, was die erzählen, zählt für 0,5 Prozent der 392 deutschen Olympia-Sportler. Ich will eine ehrliche Debatte über den deutschen Sport. Denn: Die Funktionäre wissen gar nicht mehr, was in der Sporthalle los ist. Das liegt auch daran, dass sie in ihrem Pixiewolkenkuckucksheim leben."

Die 36 Jahre alte zweimalige Europameisterin nahm kein Blatt vor den Mund: "Die Leistungen brechen immer weiter ein. Es liegt auch daran, weil das System völlig daneben ist. Wir werden nach Olympia ein großes Nachwuchs-Problem haben. Wir haben jetzt schon ein massives Trainer-Problem. Uns laufen die Trainer weg, weil sie in anderen Ländern viel, viel, viel mehr verdienen und bessere Rahmenbedingungen vorfinden."

"Das IOC macht sich die Welt, wie es ihm gefällt"

Dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gehe es schon lange nicht mehr um den Athleten. "Olympische Spiele sind eine Verkaufsshow mit angeschlossener Rummelbude", urteilte die Fechterin. "Das IOC macht sich die Welt, wie es ihm gefällt."

Für Duplitzer habe sich Olympia schon lange vom "Olympischen Gedanken entfernt". "Das IOC behauptet von sich, edel, hilfreich und gut zu sein - dann sollen sie sich bitte auch so aufführen. Leider ist das Gegenteil der Fall. Das IOC verkauft einen schönen Schein und lügt, dass sich die Balken biegen - aber es interessiert keinen. Die Welt will beschissen werden."

Schlechtes Zeugnis für Anti-Doping-Kampf

Auch dem Anti-Doping-Kampf stellte sie ein schlechtes Zeugnis aus: Nur die Dummen ließen sich erwischen. "Die Doping-Jäger können nur auf das testen, was sie kennen. Wenn du als Sportler ein Epo der fünften Generation nimmst, das irgendwo in China im Rattenlabor entwickelt wurde, kannst du das fressen, was das Zeug hält und wirst nicht positiv getestet."

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