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Sepp Blatter: Uli Hoeneß erneuert Kritik an FIFA-Boss

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Vorwurf gegen Blatter - Hoeneß erneuert Kritik

23.07.2012, 13:15 Uhr | dpa

Sepp Blatter: Uli Hoeneß erneuert Kritik an FIFA-Boss. Uli Hoeneß ist weiter auf Konfrontationskurs zu Joseph Blatter.

Uli Hoeneß ist weiter auf Konfrontationskurs zu Joseph Blatter. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Was wusste Joseph Blatter? Die Kritik an dem mächtigen FIFA-Boss in der Schmiergeldaffäre reißt nicht ab. Nun hat der frühere Mediendirektor des Weltfußballverbandes (FIFA), Markus Siegler, einen schweren Vorwurf gegen den 76 Jahre alten Schweizer erhoben.

Blatter sitzt aber weiter fest auf seinem Fußball-Thron. Nach Angaben des ehemaligen FIFA-Funktionärs Siegler wusste der Schweizer von einer Schmiergeldzahlung im Jahr 1997 von der Marketingfirma ISMM/ISL an den damaligen FIFA-Chef Joao Havelange. Blatter habe zu "100 Prozent von der Million" Dollar Kenntnis gehabt, die irrtümlich von dem Brasilianer auf ein FIFA-Konto geschickt worden sei, sagte Siegler dem ZDF.

Blatter wird vorgeworfen, Kenntnis von der Schmiergeldaffäre um die inzwischen insolvente Schweizer Marketingfirma ISMM/ISL gehabt zu haben. In den veröffentlichten Dokumenten zu dieser Causa wurden Zahlungen in Millionenhöhe an den früheren FIFA-Chef Havelange und dessen Landsmann Ricardo Teixeira bestätigt. "Ich weiß und wusste nichts von weiteren Personen", sagte der 76-Jährige in der vergangenen Woche bei einer Sitzung in Zürich.

Blatter muss laut Siegler, der im September 2007 aus FIFA-Diensten ausschied, von dem Geldfluss Kenntnis gehabt haben. "Es ist ja nicht möglich, dass er nicht sehr, sehr viel wusste oder weiß. Systembedingt schon, er war ja ein mächtiger Generalsekretär von '81 bis '98" und nachher Präsident. "Noch heute wird bei der FIFA kein Nagel in die Wand geschlagen, ohne dass Blatter das weiß", betonte Siegler.

Für Bayern-Präsident Uli Hoeneß steht fest: Die FIFA kommt nur ohne Blatter aus den Negativ-Schlagzeilen. "Die Zukunft kann nur ohne ihn stattfinden", sagte der langjährige Manager des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Sonntagabend im TV-Sender Sky vor dem Aufbruch seines Teams zu einer Chinareise.

Eine Aufarbeitung der Vergangenheit des Weltfußballverbandes sei mit dem Schweizer nicht möglich, betonte Hoeneß. Er wollte seine Kritik aber nicht als Affront gegen den Anti-Korruptions-Beauftragten Mark Pieth und Hans-Joachim Eckert als künftigen Vorsitzenden des neuen FIFA-Sportgerichts verstanden wissen. Er glaube jedoch, die beiden Funktionäre bekämen "nicht die nötigen Informationen zur Aufarbeitung".

Auch Siegler befürwortet den Kampf der FIFA gegen Korruption. "Die Reform per se ist ja auch gut, und die beiden Köpfe der Kammern (Michael Garcia als Ankläger und Hans-Joachim Eckert als Richter) sind Hochkaräter, die ihre Reputation aufs Spiel setzen", sagte der frühere FIFA-Mediendirektor Siegler der Schweizer "SonntagsZeitung".

Ihn störe jedoch, dass sich Blatter als Reformer verkaufe. "Dabei passiert das alles nicht freiwillig. In all den Jahren hat er doch stets nur so viel gemacht, wie er machen musste und konnte, ohne seine Position zu schwächen."

Die beiden Juristen Garcia und Eckert waren in der vergangenen Woche vom Exekutivkomitee der schwer angeschlagenen FIFA zu Vorsitzenden der zwei Kammern der neuen Ethikkommission ernannt worden. Für Blatter ist das ein Prestigeprojekt in seinem angeschobenen Reformprozess. Zuletzt hatte sich deshalb der Sturm der Entrüstung über den Schweizer gelegt.

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