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Formel 1: Englische Presse lästert über "Heulsuse" Vettel

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Hohn und Spott für Vettel und auch die Bundeskanzlerin

23.07.2012, 13:21 Uhr | sid

Formel 1: Englische Presse lästert über "Heulsuse" Vettel. Die internationale Presse lästert nach dem Großen Preis von Deutschland nicht nur über Sebastian Vettel. (Quelle: dpa)

Die internationale Presse lästert nach dem Großen Preis von Deutschland nicht nur über Sebastian Vettel. (Quelle: dpa)

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat sich nach seinem verkorksten Heimspiel auf dem Hockenheimring und dem Ärger mit Lewis Hamilton den Spott der britischen Medien zugezogen. Das Boulevardblatt "Mirror" überschrieb einen Artikel über den Red-Bull-Piloten mit "Heulsuse".

Auch die "Sun" konnte ihre Schadenfreude nicht verbergen. "Vettel verlässt den Hockenheimring mit gebrochenem Herzen", spottete sie. Vettel war nach seinem illegalen Überholmanöver kurz vor Schluss gegen Jenson Button von den Rennkommissaren nachträglich mit einer 20-Sekunden-Strafe belegt worden und fiel somit von Platz zwei auf fünf zurück.

Hamilton: "Habe nichts zu verschenken"

Aber auch Vettels Rivale Hamilton trat verbal nach. "Es ist mir egal, was er sagt. Aber ich denke, das sagt alles über seine Reife", sagte der McLaren-Pilot. Vettel hatte sich wortstark über ein Manöver des Briten beschwert. "Es ist ein bisschen dumm, sich mit den Führenden anzulegen", hatte Vettel geschimpft, nachdem der durch einen Reifenschaden früh zurückgefallene Hamilton ihn blockiert hatte. "Das war nicht nett von ihm."

Hamilton erklärte, er habe "nichts Dummes getan. Ich hatte nichts zu verschenken und gebe nie auf". Und sein Sportdirektor Sam Michael ergänzte: "Lewis war schneller, überholte und zog davon. Ich kann in diesem Verhalten keine Dummheit erkennen."

Formel 1 - Video 
Experten halten Vettels Strafe für gerechtfertigt

Danner und Wasser analysieren das Hockenheim-Rennen. Video

"Sieg im Vettel-Merkel-Territorium"

Die spanischen und italienischen Zeitungen konnten sich angesichts der Euro-Krise auch einen Seitenhieb auf Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht verkneifen. So schrieb die spanische Sporttageszeitung "AS" vom "Sieg im Vettel-Merkel-Territorium".

Und die "Gazzetta dello Sport" verkündete sogar: "Jetzt schlägt die Stunde der Wende. Italien und Spanien sind vielleicht von einer tiefen Wirtschaftskrise erschüttert, doch sie haben gestern Frau Merkel eine große Freude, oder einen großen Schock beschert. Ferrari mit Alonso Erster vor Mercedes als McLaren-Lieferant - das ist eine grausame italo-spanische Revanche. Vor allem allem, wenn man bedenkt, dass der F2012 das Produkt eines griechischen Ingenieurs, Nick Tombazis, ist."

"Alonso nimmt Rache"

Ähnlich schadenfroh kommentierte "La Repubblica": "Alonso nimmt Rache: Ein Spanier auf italienischem Auto, der in Deutschland siegt. Alonsos Stärke setzt Vettel arg unter Druck. Dessen Auto ist nicht mehr perfekt, und er hat sich diesem Standard angepasst. Wenn Webber der gefährlichste Rivale Alonsos ist, kann der Spanier eine Woche lang schlafen. Sein Rennen ist absolut anonym."

Und für den "Corriere dello Sport" ist klar: "Alonso und Ferrari sind die Herren über Deutschland. Deutschland ist Europas Wirtschaftslokomotive, doch auf dem Podium in Hockenheim ertönen die Hymnen Italiens und Spaniens. Das rettet uns zwar nicht vor den spekulativen Finanzattacken und vor den steigenden Risikoaufschlägen, doch jemand wird sagen: Der Sieg in Hockenheim ist Frau Merkel gewidmet. Sport und Wirtschaft sprechen offenkundig verschiedene Sprachen, wenn man bedenkt, dass bei der EM 2012 Italien Deutschland besiegt hat, um dann im Finale gegen Spanien stand."

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