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Olympia 2012: Paul Biedermann will olympisches Edelmetall

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Biedermann, schwimmt er voran? - Ziel: Edelmetall

26.07.2012, 11:11 Uhr | dpa

Olympia 2012: Paul Biedermann will olympisches Edelmetall. Paul Biedermann trainiert im Becken des Aquatics Center.

Paul Biedermann trainiert im Becken des Aquatics Center. (Quelle: dpa)

Seinen Geburtstag während der Olympischen Spiele will Paul Biedermann als Medaillengewinner feiern. Bevor Deutschlands bester Schwimmer am 7. August 26 Jahre alt wird, stehen für den Weltrekordler die vielleicht wichtigsten Tage seiner schon jetzt sehr erfolgreichen Karriere an.

Weltmeister und Europameister, das war Biedermann schon. Doch der größte Wunsch des Sportlers des Jahres 2009 ist olympisches Edelmetall. "Insgesamt will ich besser sein als in Peking", sagte ein zurückhaltender Biedermann mit Blick auf den fünften Platz über 200 Meter Freistil vor vier Jahren in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Was das im Klartext bedeutet, verdeutlichte Biedermann mit den Worten: "Aber natürlich nimmt sich keiner Platz vier vor. Ich will sehen, wie ich mich steigern kann. Eine Medaille ist immer ein Traum gewesen von mir."

Gleich zum Auftakt ist Biedermann am Samstag über 400 Meter Freistil an der Reihe, wenn es eigentlich nur um die Plätze hinter Chinas Topstar Sun Yang geht. Der asiatische Riese will Biedermann auch gleich den seit 2009 gültigen Weltrekord über diese Strecke abknöpfen. "Ich bin einfach gespannt, ich werde ihn mit Sicherheit nicht kampflos hergeben", betonte der 31-malige deutsche Meister. "Mir geht es aber erstmal darum, gut in den Wettkampf reinzukommen und meine Position zu stärken."

Vor vier Jahren in China ging der Sportler aus Halle/Saale ohne Druck an den Start, jetzt zählt er zu den Mitfavoriten. "2008 konnte ich über 400 Kraul sagen, ich nehm' das mal zum Einschwimmen. Das glaubt mir heute keiner mehr", erklärte Biedermann. Seit Ende 2008 kehrte er von jeder großen Meisterschaft mit mindestens einer Medaille zurück.

Wo die Chancen in London am größten sind, mag er selbst nicht abschätzen. "Über 200 Meter Freistil ist mehr Konkurrenz da, über 400 Meter liegt sie weiter vor mir. Die Staffel zählt auf mich und ist mir auch sehr wichtig." Angesichts der Leistungsdichte ist Vorsicht angesagt, denn an einem schlechten Tag ist man auch schnell mal vor dem Finale ausgeschieden.

In den Weltjahresbestenlisten wird Biedermann auf den Plätzen sieben (200 Meter Freistil) und 15 (400 Meter Freistil) geführt. Diese nackten Zahlen sind das eine, ein Biedermann im Becken das andere. Denn kaum ein Schwimmer weltweit kann im Duell Mann gegen Mann so aufdrehen wie der Heavy-Metal-Fan. "Das letzte Quäntchen kommt, wenn er im olympischen Pool mit ein paar Leuten ist. Das gibt den Kick, den wir noch brauchen", betonte Trainer Frank Embacher, der ebenso wie sein Schützling anzweifelt, dass Michael Phelps die 200 Meter wirklich auslässt.

Seit vielen Jahren kennen sich "Herr Embacher" und Paul, doch in den Tagen vor London konnte der Schwimmer den Coach trotzdem überraschen. "Es ist erstaunlich, dass er diese Vorbereitung so freudvoll angegangen ist", sagte Embacher über den Wettkampftyp, der "das Ganze herbeisehnt." Das war schon nach seinen drei Bronzemedaillen bei der WM 2011 in Shanghai so, als er einen deutschen Total-Schaden fast im Alleingang abwendete.

"Ich weiß, ich kann es noch besser, ich kann noch mehr und das Richtung Olympia perfektionieren", hatte der damals 24-Jährige nach dem letzten Anschlag die Rückkehr ins Training kaum erwarten können. Vor allem an den Wenden wollte das Erfolgs-Duo aus Halle/Saale arbeiten; zwei Zehntelsekunden pro Wende wollen die beiden herausgeholt haben. Das ist zwar noch nicht in der Liga der US-Stars Ryan Lochte und Phelps, aber es bringt Biedermann dem erhofften Edelmetall näher.

Eine Einzelmedaille für einen deutschen Becken-Mann ist schon eine olympische Ewigkeit her. In Sydney (2000) schlug Rückenschwimmer Stev Theloke als Dritter an, die letzten Goldmedaillen feierten Michael Groß und DDR-Schwimmer Uwe Daßler bei den Spielen in Seoul 1988. Jetzt will sich Biedermann der großen Konkurrenz "gerne stellen und diese gerne schlagen".

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