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Entschuldigung bei Nordkorea für Fahnenfehler

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Entschuldigung bei Nordkorea für Fahnenfehler

26.07.2012, 17:22 Uhr | dpa

Entschuldigung bei Nordkorea für Fahnenfehler. Nur echt mit dem roten Stern: die nordkoreanische Flagge.

Nur echt mit dem roten Stern: die nordkoreanische Flagge. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Die Fahne des Erzfeindes hat Nordkorea zutiefst verärgert und den Olympischen Spielen in London schon vor der Eröffnungsfeier ein peinliches Politikum beschert. Selbst der britische Premierminister David Cameron sah sich zu einer Entschuldigung beim kommunistischen Staat genötigt.

IOC-Präsident Jacques Rogge und die Olympia-Organisatoren reagierten ebenfalls zerknirscht darauf, dass beim Frauenfußball-Spiel gegen Kolumbien (2:0) am Mittwoch in Glasgow ein Video mit einer südkoreanischen statt der nordkoreanischen Flagge gezeigt worden war.

"Natürlich sind die Menschen verärgert", sagte das nordkoreanische IOC-Mitglied Ung Chang der britischen Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag in London. "Wenn Ihr Sportler eine Goldmedaille holt und die Fahne irgendeines anderen Landes gehisst wird - was dann?", fügte er fragend hinzu. Nordkorea ist mit seinem südlichen Nachbarn verfeindet, die Bruderstaaten werden seit dem Ende des Koreakrieges 1953 durch eine stark gesicherte Grenze getrennt.

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Cameron versuchte, bei einem Besuch im Olympia-Park die Aufregung zu dämpfen. "Es war ein Fehler, eine Entschuldigung wurde ausgesprochen. Aber wir sollten das Thema nicht übermäßig aufblasen", sagte der Premier.

Von einem "simplen menschlichen Fehler" sprach Rogge bei der 124. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). "Es gab keine politische Nebenbedeutung", unterstrich der IOC-Präsident. Das Organisationskomitee habe entsprechende Maßnahmen getroffen, so dass sich ein derartiger Vorfall nicht wiederholen werde, erklärte der Belgier. Zuvor hatten bereits die Olympia-Organisatoren die Panne bedauert. "Es war ein ernsthafter Fehler, für den wir uns entschuldigen", erklärte LOCOG-Sprecher Andy Mitchell.

Unklar blieb die Ursache des Fehlers. Im Hampden Park waren die korrekten Fahnen aufgezogen worden. Informationen des Senders BBC zufolge wurde das Video aus London geschickt, die lokalen Organisatoren hätten keinen Einfluss auf den Inhalt gehabt. Von einem unheilvollen Start für die Olympischen Spiele schrieb am Donnerstag die Zeitung "Daily Telegraph". Der Autor des "Independent" konnte es nicht fassen: "Nicht diese koreanische Flagge..."

Die nordkoreanische Fußball-Delegation hatte protestiert und sich geweigert, zu spielen. Die Begegnung konnte erst mit einer Stunde Verspätung angepfiffen werden. "Unsere Mannschaft wäre nicht angetreten, wenn das Problem nicht gelöst worden wäre", sagte Nordkoreas Trainer Sin Ui Gun.

Die Fußballerinnen aus dem isolierten Staat hatten ihrerseits bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft im vorigen Jahr in Deutschland für einen Eklat gesorgt. Weil fünf Spielerinnen des Dopings überführt wurden, darf Nordkorea nicht bei der nächsten WM 2015 in Kanada antreten. Auf die Olympia-Teilnahme hat die Strafe des Fußball-Weltverbandes FIFA jedoch keine Auswirkungen.

Die offizielle nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA informierte auf ihrer englischen Homepage zunächst nicht über den Vorfall im fernen Glasgow. Mitgeteilt wurde in einer knappen Meldung nur der 2:0-Erfolg über die Kolumbianerinnen. Nächster Gegner ist am Samstag die Auswahl Frankreichs.

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