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Olympia 2012: Hambüchen jubelt, Boy weint

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Boy greift daneben und kämpft mit den Tränen

29.07.2012, 08:44 Uhr | sid, dpa

Olympia 2012: Hambüchen jubelt, Boy weint. Philipp Boy greift am Reck daneben. (Quelle: dpa)

Philipp Boy greift am Reck daneben. (Quelle: dpa)

Aus London berichtet Julian Moering

Unterschiedlicher hätten die Mienen nicht sein können. Auf der einen Seite ein strahlender Fabian Hambüchen, der mit starken Vorstellungen die deutschen Turner ins Mannschaftsfinale geführt und sich für das Finale am Reck und im Mehrkampf qualifiziert hat. Auf der anderen Seite ein zutiefst betrübter Philipp Boy, dessen Hoffnungen auf eine Einzel-Medaille jäh zerplatzten, als er seinen Fuß beim Sprung verletzte und am Reck daneben griff. 

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Ein schwerer Schlag für den 25-jährigen Vizeweltmeister, der vor Olympia vom "wichtigsten Wettkampf" seines Lebens sprach. Emotional aufgewühlt stellte er sich nach den Qualifikations-Wettkämpfen den Fragen der Medienvertreter. "Es ist nicht zu fassen, wie enttäuscht ich bin. Persönlich hat sich für mich alles in Luft aufgelöst", so Boy, der beim Sprechen immer wieder Pausen einlegte, um seine Tränen zu unterdrücken. Was ihm nur mäßig gelang.

"Ein wahnsinniger Druckschmerz"

Beim missglückten Sprung zog sich Boy, der schon in den letzten Monaten immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte und nur mit Schmerzmitteln trainieren konnte, erneut eine Blessur am Fuß zu. "Das ist ein wahnsinniger Druckschmerz hinten an der Kapsel, und das tut bei jeder Landung und bei jedem Sprung weh", erklärte der Pechvogel. Ob es trotz Verletzung für eine Teilnahme am Mannschaftsfinale am 30. Juli reicht, konnte er noch nicht sagen.

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Ausschließen will er es aber nicht: "Wir müssen sehen, wie sich das entwickelt, aber ich hoffe, dass ich fürs Team dann alles geben kann." Da Hambüchen und auch Marcel Nguyen im Mehrkampf vor Boy landeten und nur zwei Deutsche am Finale teilnehmen dürfe, ist es seine letzte Chance, noch eine Medaille zu gewinnen, und die will er "unbedingt nutzen".

Hambüchen: "Ich bin superglücklich"

Teamkollege Hambüchen hingegen hat noch jede Menge Chancen auf olympisches Edelmetall. Als Dritter im Mehrkampf (90,765 Punkte) und Vierter am Reck (15,633 ) hat er sich in beiden Disziplinen die Teilnahme am Finale erkämpft, zudem sicherte er mit seinen souveränen Auftritten dem Team das Weiterkommen.

"Ich bin superglücklich. Ich wollte meine Übungen alle durchbringen, und das hat hervorragend geklappt", so der strahlende Hambüchen, der während der Wettkämpfe immer wieder den Blickkontakt zu seinem Vater auf der Zuschauertribüne suchte, der ihn lautstark unterstützte. "Ich habe meinen Vater sogar während meiner Übung am Reck rufen hören. Da rufen zwar viele, aber wenn ich einen immer höre, dann ist das mein Vater", so der schmunzelnde Junior, dem der Kontakt zu seiner Familie auch bei Wettkämpfen extrem wichtig ist.

Papa Hambüchen braucht keine Akkreditierung

Noch vor ein paar Tagen hatte sich der 24-Jährige lautstark echauffiert, dass Papa Wolfgang, der gleichzeitig sein Heimtrainer und Betreuer ist, keine Akkreditierung für London bekommen hat. Doch wer braucht schon eine Akkreditierung, wenn er so eine laute Stimme hat. 

Hambüchens größter Widersacher, der japanische Turn-Star Kohei Uchimura, offenbarte unterdessen ungewohnte Schwächen und verpasste durch seine Stürze an Reck und Pferd beide Finals. Das ganz große Ziel, eine Goldmedaille am Reck, ist für den Deutschen damit wieder ein Stück näher gerückt.

Nguyen überrascht positiv

Neben Hambüchen hat auch Nguyen einen guten Wettkampf gezeigt und sich als Sechster (89,833) fürs Mehrkampf-Finale, als Fünfter für das Finale am Barren und als Siebter überraschend auch für den Endkampf auf dem Boden qualifiziert.

In der Mannschaftswertung liegt Deutschland derzeit auf dem vierten Rang hinter den USA, Russland und den Briten. Da die Favoriten aus Japan (5.) und China (6.) mächtig Federn ließen, darf weiterhin von einer Medaille geträumt werden. Ein fitter Boy wäre für die Erfüllung dieses Traums aber sicher hilfreich.

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