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Biedermann im Halbfinale über 200 Meter Freistil

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Schwimmer-Devise: Nach Fehlstart nun "volle Rotze"

29.07.2012, 13:52 Uhr | dpa

Biedermann im Halbfinale über 200 Meter Freistil. Paul Biedermann hat über 200 Meter Freistil das Halbfinale erreicht.

Paul Biedermann hat über 200 Meter Freistil das Halbfinale erreicht. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Die deutschen Schwimmer haben anstelle von Medaillen zum olympischen Auftaktwochenende immerhin eine Erkenntnis gewonnen. Zum "Pokern" in Vorläufen eignen sich selbst die Vorzeige-Athleten Paul Biedermann und Britta Steffen nicht.

Nun soll jeder Vorlauf wie ein Finale angegangen werden. "Wenn man so einen Auftakt hat, ist es nicht schön. Solche Fehler sollte man nur einmal machen", sagte Leistungssportdirektor Lutz Buschkow. Seinen 27 Beckenschwimmern attestierte er immerhin, "den Ernst der Lage" erkannt zu haben. Hoffnung machte mit deutschem Rekord die Freistilstaffel der Männer über 4 x 100 Meter - dennoch droht weiter ein noch schlechteres Team-Ergebnis als in Peking 2008.

Rätsel gibt weiterhin Biedermann auf. Nach seinem ernüchternden 13. Platz im Vorlauf über 400 Meter Freistil zeigte sich der Weltrekordler über seine Spezialstrecke 200 Meter als Vorlauf-Zehnter zwar verbessert, wirkte aber weiter schwerfällig. Es sei "schon mal ein Schritt besser" als über die doppelte Distanz gewesen, bemerkte Biedermann vor dem Kampf um den Finaleinzug am Abend: "Ich muss jetzt einfach versuchen, mit jedem Rennen besser zu werden." Optimismus klingt anders. Buschkow will eine seiner wenigen Medaillenhoffnungen mit Blick auf die Zielvereinbarung von sechs Edelplaketten nicht abschreiben: "Ich hoffe, dass Paul die nötige Lockerheit findet."

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Die Konkurrenz dagegen ist bereit für eine neue Rekordflut, auch ohne die Ende 2009 verbotenen Hightech-Anzüge. Die 16-jährige Chinesin Ye Shiwen schwamm bei ihrem Weltrekord über 400 Meter Lagen auf der letzten Bahn sogar schneller als Ryan Lochte. Bei seinem Sieg über die Lagenstrecke fügte dieser im US-Prestigeduell dem 14-maligen Olympiasieger Michael Phelps die ersten olympische Niederlage seit acht Jahren zu. Chinas Siegeszug setzte Sun Yang über die 400 Meter Freistil fort und verfehlte Biedermanns Weltrekord um gerade einmal sieben Hundertstelsekunden. Für Biedermann war dies "nur ein schwacher Trost".

Seine Freundin Britta Steffen schaute zum verpatzten Auftakt ebenso ungläubig auf die Ergebnislisten. Laut Maßgabe der Trainer sollte sie "mit 90 bis 95 Prozent" die Staffel über 4 x 100 Meter anschwimmen. Das aber reichte gegen die bereits im Vorlauf enteilte Konkurrenz nur zu Platz neun. "Das soll uns eine Lehre sein", sagte Buschkow. Steffen wunderte sich trotz der Erfahrung von je zwei Olympiasiegen und WM-Titeln: "Wir haben vielleicht im Gesamten die Konkurrenz unterschätzt. Teilweise kennt man die Namen nicht, aber die schwimmen dann plötzlich auch das Niveau von uns."

ARD-Expertin Franziska van Almsick wollte im Gegensatz zu Ex-Bundestrainer Dirk Lange noch nicht auf Trainer und Team einprügeln, äußert sich aber über manche Einstellung erstaunt: "Wenn jetzt erst die Erkenntnis da ist, dass man im olympischen Vorlauf alles geben muss, dann weiß ich auch nicht..."

Immerhin war am Sonntag ein bisschen Besserung in Sicht. Das deutsche Männer-Quartett erreichte als Vorlauf-Fünfte mit deutschem Rekord das Finale am Abend. Benjamin Starke, Markus Deibler, Christoph Fildebrandt und Marco Di Carli schwammen in 3:13,51 Minuten die insgesamt fünftbeste Zeit. Der bisherige deutsche Rekord stand seit der WM 2011 in Shanghai bei 3:14,23 Minuten. "Volle Rotze", beschrieb Di Carli die Teamtaktik, etwas anderes könne man sich nicht mehr leisten. Neben Biedermann erreichten auch die Rückenspezialisten Helge Meeuw und Jan-Philip Glania und Brust-Europameisterin Sarah Poewe über 100 Meter die Halbfinals der jeweils besten 16.

Wieder einmal scheint sich zu bewahrheiten: Erfolge wie auf der Kurzbahn oder auch der Langbahn-Europameisterschaft in Ungarn vom Mai, die viele Nationen ausgelassen hatten, sind bei Olympia wenig bis gar nichts wert. EM-Gastgeber Ungarn, für den die Titelkämpfe noch wichtiger waren, musste ebenfalls schon einige Medaillenträume begraben.

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