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Olympia 2012: Kohlschreibers Absage bringt Haas auf die Palme

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Peinliche Posse um Kohlschreiber, Mayer und Haas

30.07.2012, 07:44 Uhr | t-online.de, sid

Olympia 2012: Kohlschreibers Absage bringt Haas auf die Palme. Philipp Kohlschreiber (li.) und Tommy Haas werden keine besten Freunde mehr. (Quelle: imago)

Philipp Kohlschreiber (li.) und Tommy Haas werden keine besten Freunde mehr. (Quelle: imago)

Die Olympischen Spiele sind der Traum eines jeden Sportlers. Diesen Traum hatte auch Deutschlands Tennis-Star Tommy Haas. Doch am Ende durfte er nicht nach London, durfte nicht auf dem heiligen Rasen von Wimbledon aufschlagen - der Deutsche Tennis-Bund und der Deutsche Olympische Sport-Bund ließen das nicht zu. Stattdessen sollten Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer die deutsche Fahne hoch halten und in Wimbledon aufschlagen. Beide haben nun aber ihre Teilnahme zurückgezogen - und das sorgt für mächtig Ärger: bei Haas und bei Boris Becker.

Besonders die Absage Kohlschreibers erzürnte den dreifachen Wimbledonsieger. "Kohli" hatte, nachdem er zuletzt noch ein Sandplatzturnier in Kitzbühel gespielt hatte, mit einem Wackel-Video im Internet seinen Start beim olympischen Turnier abgesagt. Er habe einen "verhärteten Fuß". "Wenn Olympia zu meiner Zeit im All England Club stattgefunden hätte, dann hätte ich ein dreiwöchiges Trainingslager gemacht", sagte Becker. "Ich wäre sicherlich nicht zum Turnier nach Kitzbühel gefahren."

Peinlich: Olympia passt nicht in Mayers Turnierplan

Für die einen ist Olympia eben eine einmalige Chance, für Kohlschreiber und Mayer kein Grund, sich zu bemühen: Das olympische Turnier findet im Mekka des Tennissports statt - und die beiden besten deutschen Spieler sind nicht dabei. Noch größeres Unverständnis als die Absage Kohlschreibers rief allerdings die Äußerung Mayers hervor, das Turnier passe nicht in seinen Turnierplan. "Das ist für mich absolut nicht nachvollziehbar", schimpfte Becker. "Die Topstars Federer, Djokovic und Murray haben das Turnier zum Highlight der Saison erklärt. Ich weiß nicht, warum Kohlschreiber und Mayer das anders sehen."

Einmal in Rage, legte der 44-jährige nach: "Die Olympischen Spiele sind ein Höhepunkt für jeden Sportler. Die Absagen sind nicht förderlich, um das deutsche Tennis zu promoten. Es kommt allerdings auch nicht von ungefähr, dass die deutschen Herren nicht so beliebt wie die Damen sind."

Kohlschreiber bleibt lieber zuhause

Delegationsleiter Patrik Kühnen, früherer Davis-Cup-Kollege von Boris Becker, hatte Kohlschreibers Entscheidung hingegen zuvor verteidigt. "Ich habe von ihm ein Attest geschickt bekommen. Für mich ist absolut nichts fragwürdig." Auch DTB-Sportdirektor Carl-Uwe Steeb sagte: "Wenn er nicht vorgehabt hätte, an den Spielen teilzunehmen, hätte er sich doch gar nicht auslosen lassen."

Kohlschreiber gab jedoch in seinem Internet-Auftritt selbst zu, dass ihm der Arzt freigestellt habe, in London aufzuschlagen. "Doch auf Anraten des Trainers und des ATP-Physiotherapeuten haben wir beschlossen, dass es keinen Sinn macht." Er wäre allerdings nicht der erste Spieler gewesen, der angeschlagen in Wimbledon ankommt, um sich seinen Traum von den Olympischen Spielen zu erfüllen. So schlug sich Doppelspezialist Christopher Kas noch in London verbissen mit einem Muskelbündelriss in der Gesäßmuskulatur herum, um einfach nur dabei sein zu dürfen.

Medaillenhoffnung Haas ist der Dumme

Eine ganz andere, tragische Rolle nimmt nun Tommy Haas ein. Der Mann, der in diesem Jahr das Vorbereitungsturnier auf Wimbledon in Halle hatte gewinnen können und dabei sogar den Weltranglistenersten und Wimbledon-Sieger Roger Federer schlug, hätte bei Olympia realistische Chancen auf eine Medaille gehabt. Und er hätte, wie Becker gefordert, in der Vorbereitung alles dem olympischen Turnier untergeordnet. Am Ende war er aber nicht nominiert worden. "Peinlich" nannte er die Entscheidung. Und auch sein Manager Edwin Weindorfer ereiferte sich: "Für Tommy gab es kein größeres Ziel als die Olympischen Spiele. Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer haben ja offenbar eine andere Einstellung zu den Spielen. Die kann Tommy aber nicht teilen."

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