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Paul Biedermann: Vom Olympia-Verlierer zur Medaillenhoffnung

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Paul Biedermann: Vom Verlierer zur Medaillenhoffnung

30.07.2012, 12:07 Uhr | t-online.de

Paul Biedermann: Vom Olympia-Verlierer zur Medaillenhoffnung. Auf Paul Biedermann ruhen die deutschen Medaillenhoffnungen bei Olympia. (Quelle: dpa)

Auf Paul Biedermann ruhen die deutschen Medaillenhoffnungen bei Olympia. (Quelle: dpa)

Aus London berichtet Julian Moering

Da gibt es nichts zu beschönigen: Es ist der schlechteste deutsche Olympia-Start seit 44 Jahren. Düstere Aussichten, wäre da nicht die wundersame Wandlung des Paul Biedermann: In nicht einmal 36 Stunden entwickelte sich der deutsche Vorzeigeschwimmer vom heftig kritisierten Verlierer zur Medaillenhoffnung. Damit ist er eines von vier heißen Eisen, die das deutsche Team heute im Feuer hat: Im Turmspringen, Fechten und Turnen stehen die Chancen ebenfalls gut. Biedermann könnte als letzter des Quartetts über 200 Meter Freistil den Tag krönen (20:40 Uhr im t-online.de Live-Ticker).

Mit persönlicher Jahresbestleistung schwamm sich der 25-Jährige ins Finale und gab damit die richtige Antwort auf den völlig verkorksten ersten Wettkampftag im olympischen Aquatics Centre. Seine Körpersprache spricht dabei Bände.

Kopf hoch, Brust raus und ein Lächeln auf den Lippen

Nach dem Aus im Vorlauf über 400 Meter Freistil wirkte er konsterniert und ratlos, auch nach dem wackligen Halbfinal-Einzug über 200 Meter Freistil präsentierte sich der Weltmeister und Weltrekordhalter mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf. Ganz anders sein Auftritt nach dem überzeugenden Sprung ins Finale: Kopf hoch, Brust raus und ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Kein Wunder, denn mit der viertbesten Zeit des Abends (1:46,10), schneller sogar als Top-Favorit Ryan Lochte (USA), katapultierte er sich zurück ins Rennen um olympisches Edelmetall.

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Für Doppeleuropameisterin ist "dabei sein" aber nicht alles.

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"Das hat sich wieder wie schwimmen angefühlt"

Nachdem sich Biedermann in den Wettkämfen zuvor wie ein Außerirdischer vorgekommen sein muss, ist er jetzt wieder in seiner Welt gelandet. "Das hat sich heute wieder wie schwimmen angefühlt", sagte der gelöste Biedermann wenige Minuten nach dem Halbfinale. Das ist vielleicht die mutmachende Erkenntnis des Abends.

Auch wenn sich Biedermann deutlich gesteigert hat - weltklasse war das noch lange nicht. Es gibt noch jede Menge Luft nach oben. Das weiß er selbst am besten, dennoch überwiegt die Freude über das Geleistete: "Heute habe ich erst einmal zwei Schritte weg von der Wand gemacht."

Für Deutschland ist alles drin

Den nächsten Schritt will er dann heute Abend im Finale machen. Um am Ende doch noch die begehrte Medaille zu ergattern, bedarf es aber einer weiteren Leistungssteigerung. Denn nicht nur die drei vor ihm platzierten Athleten, darunter der frischgebackene chinesische Olympiasieger über 400 Meter Freistil, Sun Yang, werden ihm das Leben schwer machen. Auch mit dem fünffachen amtierenden Weltmeister Lochte ist zu rechnen. Aber schreitet Biedermanns Verwandlung in diesem Maße fort, ist für den Deutschen alles drin.

Die Moral scheint noch intakt

In Biedermanns Kielwasser zeigte auch der Rest der deutschen Mannschaft eine ansprechende Leistung. Helge Meeuw erreichte als Siebter in 53,52 Sekunden das Final über 100 Meter Rücken und liegt damit voll im Soll. Auch die 4x100-Meter-Freistilstaffel der Männer mit Benjamin Starke, Markus Deibler, Christoph Fildebrandt und Marco di Carli erzielte mit Platz sechs im Finale ein vernünftiges Ergebnis.

Die Moral beim deutschen Team scheint also noch intakt zu sein. Und wer weiß, vielleicht mischen sich bei diesen olympischen Spielen ja doch noch die Klänge der deutschen Hymne unter den frenetischen Jubel der Fans im Aquatics Centre. Das wäre zumindest eine gelungene Entschädigung für die qualvollen ersten Stunden der Schwimmwettkämpfe.

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