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Lächeln ohne Geld: Volunteers verbreiten gute Laune

30.07.2012, 18:26 Uhr | dpa

Lächeln ohne Geld: Volunteers verbreiten gute Laune. Dauerlächeln ohne Geld: 70 000 Freiwillige sind bei Olympia im Dienst.

Dauerlächeln ohne Geld: 70 000 Freiwillige sind bei Olympia im Dienst. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Wie eine Bademeisterin sitzt Jane auf einem erhöhten Stuhl vor dem Aquatic Centre im Londoner Olympia-Park. In der Hand hat sie ein Megaphon - und das nutzt sie nach Kräften. Janes Job ist es an diesem Abend, die Besucherströme für den olympischen Schwimmwettbewerb zu kanalisieren.

"Keep left, please", ruft sie in die Menge - "Links bleiben, bitte". Jane grinst dabei über das ganze Gesicht. "Ihr seht fantastisch aus!", ruft sie den Tausenden unter ihr zu. "Genießt den Abend!"

Jane ist eine von 70 000 Freiwilligen, die bei Olympia Dienst tun und ohne die das größte Sportereignis der Welt nicht annähernd denkbar wäre. Die Volunteers sind Schüler, aber auch Rentner. Manche sind Arbeitslose, aber sogar Manager sind dabei, die ihren Jahresurlaub auf dem Olympiapark verbringen. Und sie sind vor allem eines: hochmotiviert und bis zum Umfallen freundlich. "Sie wissen nicht alles, aber sie sind so nett. Das ist großartig", sagt Annette, eine deutsche Olympia-Touristin aus Kempten.

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Für viele der Ehrenamtler geht ein Traum in Erfüllung. Für die Freiwilligen gilt das olympische Motto tatsächlich noch: "Dabeisein ist alles." 400 000 hatten sich auf die 70 000 Plätze beworben - aus Großbritannien und aus aller Welt. "Das sind unsere Besten", sagte der Regisseur der Eröffnungsfeier, Danny Boyle.

In ihren beigefarbenen Hosen und rot-lilafarbenen Oberteilen - und vor allem mit ihrer einnehmend guten Laune prägen sie das Bild des Olympiaparks und der anderen Sportstätten. Sie lenken nicht nur die Besucherströme, sie harken den Sand beim Beach-Volleyball und weisen den Medienvertretern den richtigen Weg. Sie kümmern sich um ausgeschiedene Reiter und ziehen in Wimbledon bei Regenschauern die Plastikplanen über die Plätze.

Das System, Ehrenamtliche in die Organisation einzubinden, hat bei Olympia Tradition. Und es hatte in London seinen Ursprung. 1948, bei den ersten Olympischen Spielen nach dem Zweiten Weltkrieg, hatten die Organisatoren gar keine andere Chance, als kostenlose Kräfte einzubinden. Die Not war groß. Damals mussten die Athleten sogar ihre eigenen Handtücher mitbringen. Das Obst für die Sportler-Nahrung spendeten die USA.

Dass die Bewegung in Großbritannien ihren Ursprung nahm, ist kein Zufall. Auf der Insel gehört es zum guten Ton, sich in die Gesellschaft einzubringen, manchmal auch Opfer zu bringen. "Big Society" nennt das Premierminister David Cameron. Kritiker wie der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, warnen, die Regierung wolle die Einsatzbereitschaft der Bevölkerung ausnutzen, um Sozialabgaben zu sparen.

Bei Olympia interessieren diese Diskussionen nicht. "Der Job hat mein Leben verändert", sagt die 16-Jährige Isata Kamara. Sie war eine von 15 000 Freiwilligen, die bei der Eröffnungsfeier dabei waren und der Mega-Show von Star-Regisseur Danny Boyle zu international begeisterten Kritiken verhalfen. "Wenn ich über meine Straße gehe, dann sprechen mich die Leute an und wünschen mir Glück", sagt sie.

Zwei Jahre lang ist sie auf Proben gegangen, oft stundenlang gefahren und musste im Regen warten. Und sie durfte nicht einmal etwas erzählen. "Ich bin zwar eine Ehrenamtlerin. Aber es fühlt sich an, als wenn ich bezahlt worden wäre mit viel mehr als nur mit Geld."

Kate Harries hatte während der Eröffnungsfeier den Job, künstliche Wolken durch das Stadion zu tragen. Sie hatte einen ganz speziellen Moment der Belohnung. "Der UN-Generalsekretär kam auf mich zu und hat sich bedankt", berichtet sie. "Für mich war das surreal", sagt die 30 Jahre alte Krankenschwester.

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