Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Saudi-Arabische Judoka droht mit Startverzicht

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Saudi-Arabische Judoka darf mit Kopftuch antreten

30.07.2012, 19:42 Uhr | dpa

Saudi-Arabische Judoka droht mit Startverzicht. IJF-Präsident Marius Vizer sieht das Tragen eines Kopftuchs beim Judo als irregulär an.

IJF-Präsident Marius Vizer sieht das Tragen eines Kopftuchs beim Judo als irregulär an. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Die historische Olympia-Premiere der saudi-arabischen Judoka Wodjan Ali Seraj Abdulrahim Shaherkani ist gesichert. "Ich kann bestätigen, dass sie starten wird", sagte ICO-Sprecher Mark Adams in London.

Sie werde eine Spezialkopfbedeckung tragen, wie sie unter den Regelungen des asiatischen Judoverbandes erlaubt ist. Schon zuvor hatten das Nationale Olympische Komitee Saudi-Arabiens und der Internationale Judoverband (IJF) den Start der 16-Jährigen Schwergewichtlerin bekanntgegeben.

In Abstimmung mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) haben sich alle Parteien am Nachmittag auf ein speziell konzipiertes Kopftuch geeinigt. Saudia-Arabien hat erstmals in der Geschichte überhaupt Frauen in seiner Olympiamannschaft zugelassen, was von Menschenrechtsorganisationen seit langer Zeit gefordert worden war.

Olympia 2012 
Alle Entscheidungen live!

Mit dem Live-Ticker zu Olympia 2012 verpassen Sie keine Medaille! mehr

Shaherkanis Vater hatte der Zeitung "al watan" zuvor gesagt, er werde seine Tochter ohne traditionellen Hidschab nicht starten lassen. Die IJF hatte eine Teilnahme ohne Kopftuch zur Bedingung für ihren Start gemacht. Das Kopftuch entspreche nicht den Regeln, sagte IJF-Präsident Marius Vizer. Außerdem gehe davon eine Verletzungsgefahr aus.

Shaherkani ist eine von zwei Athletinnen, die das Nationale Olympische Komitee Saudi-Arabiens für die London-Spiele nominiert hat. Neben ihr geht die in den USA lebende 800 Meter-Läuferin Sarah Attar an den Start. Bei der Eröffnungsfeier hatten beide Sportlerinnen Kopftücher getragen.

Das Tragen des Schleiers ist in Saudi-Arabien für Frauen Pflicht. Die Athletinnen haben bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme in der Geschichte ohnehin einen schweren Stand. Ihr Start hatte in Saudi-Arabien erhebliche Proteste in religiös-konservativen Kreisen ausgelöst.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video


Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal