Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Olympia 2012 - Fechten: Britta Heidemann verpasst Gold und gewinnt Silber

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Heidemann verpasst Gold und gewinnt Silber

31.07.2012, 12:13 Uhr | dpa

Olympia 2012 - Fechten: Britta Heidemann verpasst Gold und gewinnt Silber. Britta Heidemann sicherte dem deutschen Team die erste Medaille.

Britta Heidemann sicherte dem deutschen Team die erste Medaille. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Britta Heidemann hat nach ihrem Triumph von Peking den erneuten Gold-Coup bei den Olympischen Spielen in London verpasst.

Nach einem Eklat im Halbfinale musste sich die Degenfechterin im Endkampf der Ukrainerin Jana Schemjakina mit 8:9 in der Verlängerung geschlagen geben und freute sich nach der ersten Enttäuschung doch noch über Silber. "Nach Gold in Peking und Silber hier - ganz doll darf ich mich nicht beschweren", sagte sie. Die 29-Jährige ist die erste deutsche Medaillen-Gewinnerin der Spiele in London. Bronze gewann die Chinesin Sun Yujie gegen die Südkoreanerin Shin A-Lam.

Nach den Anstrengungen des Tages wirkte Heidemann bei der Siegerehrung wieder entspannt und scherzte mit der ehemaligen Fechterin und IOC-Athletensprecherin Claudia Bokel, die ihr die Medaille übergab. "Ich hätte gern den letzten Treffer gesetzt. Aber ich kann ja nicht immer Erste sein", meinte sie.

Olympia 2012 
Alle Entscheidungen live!

Mit dem Live-Ticker zu Olympia 2012 verpassen Sie keine Medaille! mehr

Lob von höchster Stelle erhielt Heidemann von DOSB-Chef Thomas Bach. Ich kann nur den Hut vor ihr ziehen. Das war eine großartige Leistung nach zwei wahren Krimis", sagte der Florett-Olympiasieger von 1976.

Lange hatte Heidemann um den Einzug in das Finale bangen müssen. Mit einem Last-Second-Treffer hatte die Leverkusenerin das umstrittene Halbfinal-Gefecht gegen Shin A-Lam mit 6:5 nach "Sudden Death" für sich entschieden. Die Südkoreaner protestierten wütend. Ihrer Meinung nach war die Zeit schon abgelaufen. Bei einem Gleichstand hätte Shin A-Lam das Finale den Regeln entsprechend erreicht und die Leverkusenerin nur um Bronze kämpfen können.

Es folgten quälende Minuten, in denen die Jury diskutierte. Als der Entscheid pro Heidemann gefallen war, löste sich die Anspannung im deutschen Lager in grenzenlosem Jubel. Die Südkoreanerin brach in Tränen aus und kauerte noch lange auf der Planche. Der Protest ihres Trainers wurde sofort abgewiesen, ein zweiter Widerspruch zog sich ebenfalls lange hin. Erst nach 45 Minuten kam die endgültige Bestätigung. Nur auf Aufforderung von Offiziellen verließ Shin A-Lam die Planche. In ihrem Kampf um Bronze hatte sie dann keine Kraft mehr und verlor gegen Sun Yujie.

"Ich habe einen regulären Treffer gesetzt. Deshalb kann ich die Diskussion nicht nachvollziehen. Ich kann die Koreanerin sehr gut verstehen. Das ist superärgerlich, dass es solche Diskussionen gibt", sagte Britta Heidemann. "Die haben wahrscheinlich diskutiert, dass man was ändern muss in der Zukunft", fügte sie ironisch hinzu.

"Es war eine Tatsachenentscheidung, die wie im Fußball zu akzeptieren ist. Für die Südkoreanerin war es natürlich äußerst unglücklich", sagte Chef de Mission Michael Vesper. Der DOSB hatte zuvor voreilig schon die erste deutsche Medaille via Twitter gemeldet, ehe die Debatten an der Planche begannen. Sportdirektor Manfred Kaspar erklärte zum Geschehen: "So ein Wirrwarr habe ich noch nie erlebt. Das war schon ungewöhnlich."

Ungewöhnlich auch wie Heidemann den Krimi verarbeitete, ihre Kräfte im Finale gegen Jana Schemjakina noch einmal sammelte und erneut in die Verlängerung kam. Dort hatte die 26 Jahre alte Weltranglisten-Elfte und WM-Neunte von 2010 und 2011 aber das bessere Ende für sich.

Die WM-Siebte Monika Sozanska verlor bei ihrer Olympia-Premiere im Achtelfinale 9:14 gegen Shin A-Lam. DOSB-Kritikerin Imke Duplitzer, nach fünften Plätzen von Peking und Athen diesmal schon in Runde zwei an der chinesischen Weltranglistenersten Yujie Sun gescheitert, ist kampfeslustig für den Team-Wettbewerb: "Wir sind eine absolute Comeback-Mannschaft."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal