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Zeitfahren: Martin will das Glück zwingen

31.07.2012, 16:35 Uhr | dpa

Zeitfahren: Martin will das Glück zwingen. Tony Martin will sich nach seiner Pechsträne nun mit einer olympischen Medaille beglücken.

Tony Martin will sich nach seiner Pechsträne nun mit einer olympischen Medaille beglücken. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Tony Martin will eine Medaille als Trostpflaster, Judith Arndt beim Abschied von Olympia endlich Gold. Als Entschädigung für die bisher von Pannen, Pech und Platten gekennzeichnete Saison nimmt Zeitfahr-Weltmeister Martin in London Kurs auf olympisches Edelmetall.

Und das trotz der nach einem Kahnbeinbruch weiter schmerzenden linken Hand. "Ich bin zuversichtlich, dass Tony eine sehr, sehr starke Leistung bringen wird. Er und Judith Arndt zählen zu den Favoriten", sagte Patrick Moster, neuer Sportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR).

Bei den Straßenrennen in London waren beide leer ausgegangen und wollen sich nun am Mittwoch im königlichen Hampton Court Palace im Zeitfahren schadlos halten. "Ich bin guter Dinge - das Ziel sind die Medaillenränge", erklärte Martin, der auf mehr Glück als in Frankreich hofft, wo ihm Defekte und der Sturz auf der 1. Etappe alle Träume nahmen.

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Die erste Inspektion des Olympia-Parcours über 44 Kilometer ließ bei dem 27-Jährigen keine Wünsche offen: "Der Kurs kommt mir doch sehr entgegen. Er ist so, wie ich ihn von meiner Besichtigung im Mai in Erinnerung habe. Nicht zu technisch, wenig scharfe Kurven, allmähliche Anstiege. Die Beine sind gut." Dennoch steht hinter der Leistungsfähigkeit des Rekonvaleszenten ein kleines Fragezeichen - anders als bei Judith Arndt, die bei ihren fünften und letzten Olympischen Spielen als Topfavoritin am Start steht.

Der bei den Londoner Buchmachern am höchsten gewettete Kandidat im Männerrennen ist der neue britische Superstar Bradley Wiggins. Der Tour de France-Sieger ist nach der fehlgeschlagenen Mission im Straßenrennen, in dem Alexander Winokurow den Briten und allen anderen ein Schnippchen geschlagen hatte, doppelt motiviert. "Es geht um nichts anderes als Gold", gab der dreifache Bahn-Olympiasieger Wiggins unumwunden zu. Er könnte nach der Anzahl der Medaillen zum bisher erfolgreichsten britischen Olympioniken aller Zeiten, dem Ruderer Sir Steve Redgrave, aufschließen.

"Es gibt zwei Szenarien: Entweder er erlebt nach der Tour ein Down und scheitert an dem enormen Druck oder er hält ihm stand. Dass er das kann, hat er mit seinen Siegen in beiden Tour-Zeitfahren bewiesen", vermutet Martin. Für den Wahlschweizer gilt vor dem Kampf gegen die Uhr folgende Hochrechnung: "Wiggins ist der Topfavorit, mit einem kleinen Abstand kommt dann Fabian Cancellara."

Der Olympiasieger von Peking geht ähnlich gehandicapt wie Martin ins Rennen: Bei seinem Sturz am Samstag fiel Cancellara auf die im April nach einem vierfachen Schlüsselbeinbruch operierte Schulter. Der Schweizer erlitt Prellungen und Einblutungen in die Muskulatur.

Judith Arndt, die wie Martin den aktuellen Weltmeistertitel im Zeitfahren trägt, ist vor ihrem letzten Olympia-Rennen laut Moster "motiviert bis in die Haarspitzen - gerade nach dem, was im Straßenrennen passierte". Über 29 Kilometer hofft die 36-jährige Weltmeisterin aus Leipzig, die 2004 in Athen Silber im Straßenrennen geholt hatte, auf den Gold-Coup. Und diesmal wird sie sich ganz sicher auch besser benehmen. Vor acht Jahren fiel sie aus der Rolle, als sie im Ziel den Mittelfinger reckte, um gegen deutsche Funktionäre zu protestieren. Die hatten ihrer Meinung nach zu Unrecht ihre Lebenspartnerin Petra Roßner nicht nominiert.

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