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Keine Ablenkung: Superstars meiden das olympische Dorf

31.07.2012, 16:43 Uhr | dpa

Keine Ablenkung: Superstars meiden das olympische Dorf. Roger Federer wohnt in einem angemieteten Haus in Wimbledon.

Roger Federer wohnt in einem angemieteten Haus in Wimbledon. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Zara Phillips hat Verwandte mit Palästen in der Stadt. Trotzdem wohnt die reitende Queen-Enkelin lieber im olympischen Dorf. "Es ist lustig herauszufinden, wer welchen Sport betreibt", meint die unkomplizierte Royal.

Andere sind sich zu fein für das Leben im Jugendherbergsstil. Oder halten Begeisterung und Handy-Foto-Wünsche anderer Athleten nicht aus, wenn sie die Mensa betreten. Die US-Dreamteam-Basketballer logieren bei den Spielen im Luxus-Hotel, die lebensfrohen brasilianischen Fußballer fürchten zu viel "Ablenkung". Und Roger Federer wohnt in einem angemieteten Haus in Wimbledon in Gehdistanz zum All England Club.

Der brasilianische Fußball-Trainer Mano Menezes sagt: "Es gibt hier zu viele Versuchungen." Rund 10 000 Athleten, ein Pub, Kino, eine Billard-Location, ein McDonald's - und Partys. Jüngst plauderten einige Stars über reichlich Affären von heißen Athleten-Körpern. Menezes erklärt: "Einige Spieler wie Neymar haben schon reichlich Aufmerksamkeit anderer Athleten auf sich gezogen, als wir mal hier waren. Aber wir haben einen ernsthaften Job bei den Spielen."

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"Die Zeiten haben sich geändert. Wenn ich im Dorf unterwegs bin, sind die Dinge nicht mehr so einfach, wie sie einmal waren ", sagt Tennis-Superstar Federer, der 2000 in Sydney und 2004 in Athen noch als Normalo-Athlet wohnte. "Ich würde es gerne, aber natürlich bin ich während der vergangenen acht Jahre sehr berühmt geworden."

Für das russische Tennis-Starlet Maria Scharapowa, wie die US-Asse um die Williams-Schwesterin im Hotel in Wimbledon, wurde ein Ausflug ins "Olympic Village" zum Schockerlebnis: "In die Cafeteria zu gehen, war einer meiner größten Fehler in letzter Zeit. Ich bin ohne zu essen wieder rausgegangen und konnte mir so eben einen Orangensaft greifen", sagt die bestverdienende Sportlerin der Welt amüsiert. "Ich bin manchmal naiv, was meine Popularität und meine Erfolge angeht", sagt Scharapowa.

Wimbledon im Südwesten Londons liegt weit weg vom Olympia-Park. Die deutschen Tennisspielerinnen berichteten von 70 Minuten als Rekordzeit für eine Strecke. Deswegen hat auch Teamleiter Patrik Kühnen für die Deutschen zusätzlich ein Haus nahe der Anlage organisiert. Das Angebot nimmt vor allem die eher introvertierte Nummer eins, Angelique Kerber, an. Julia Görges dagegen gar nicht: "Ich geh' nicht ins Haus, ich gehe immer zurück ins Dorf. Das habe ich mir so ausgesucht, weil's mir einfach Spaß macht mit den anderen Athleten, um auch mal 'was anderes kennenzulernen. Ich genieße hier jede Sekunde. Ich kriege das einmal in vier Jahren - maximal."

Im deutschen Team gibt es weitere Nicht-Dorf-Bewohner: Die streitlustige Fechterin Imke Duplitzer mietete sich ein Appartement im Olympia-Fechtzentrum: "Ich möchte einfach meine Ruhe haben." Und die Beachvolleyballer Jonas Reckermann und Julius Brink zahlen aus eigener Tasche rund 350 Euro pro Nacht für ein gemeinsames Hotelzimmer - als "Rückzugsort".

Bei einigen Nationen ist es geradezu Politik, dass ihre Sportler - vom No-Name bis zum Weltstar - im Dorf wohnen. Wie bei den Spaniern. "Die Athleten selber wollen das unbedingt", sagt ein Sprecher des Nationalen Olympischen Komitees Spaniens. "Bei uns leben auch die Basketball-Stars um Pau Gasol im Dorf." Auch das US-Schwimmteam um Ryan Lochte und Michael Phelps, bekannt für seine gute Stimmung und jüngst mit dem selbst gedrehten Musikvideo "Call me maybe" zum Kult bei YouTube geworden, zieht das Flair im Massenquartier vor.

Ebenso wie Usain Bolt - obwohl der Megastar der Spiele schon Tumulte auslöste und andere Athleten den dreifachen Sprint-Olympiasieger von Peking in der Kantine beklatschen. Der Jamaikaner reagiert darauf lässig. Und weil Bodyguards im "Village" nicht erlaubt sind, bilden seine Teamkollegen nun immer eine kleine Beschützer-Traube um Bolt.

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