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DLV-Trümpfe sollen stechen

01.08.2012, 14:15 Uhr | dpa

DLV-Trümpfe sollen stechen. Kugelstoß-Weltmeister David Storl hat gute Chancen auf den Olympiasieg.

Kugelstoß-Weltmeister David Storl hat gute Chancen auf den Olympiasieg. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Mr. Bolt hat die Lizenz zum Siegen - mit Doppelgold will der Supersprinter zur Legende werden. Aber auch die deutschen Leichtathleten machen aus ihrer Olympia-Mission im Land Ihrer Majestät kein Geheimnis.

Der Auftrag ist klar: Nach den bitteren Fehlschlägen von Athen 2004 mit zweimal Silber und Peking 2008 mit nur einmal Bronze sollen Werfer, Sprinter, Läufer und Springer in London deutlich mehr Edelmetall erobern.

Dann müssen die Trümpfe im Olympiastadion aber stechen. "Acht Medaillen sind ein realistisches Ziel für die deutschen Leichtathleten", sagt Speerwurf-Weltmeister Matthias de Zordo, der sich nach einer mühsamen Saison mit vielen Problemen nun selber Hoffnung auf Edelmetall machen darf. Goldchancen haben vor allem die Weltmeister Robert Harting (Diskus) und David Storl (Kugel).

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Zehn Wettkampftage, 47 Entscheidungen, 77 deutsche Athleten: Sechs Medaillen hat das Leichtathletik-Portal all-athletics.com für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) hochgerechnet. An der Spitze der Hitliste stehen die USA (25), Kenia (21), Russland (16) und Jamaika (13) mit ihrem Sprint-Express um Weltrekordler Usain Bolt.

DLV-Präsident Clemens Prokop hält nicht viel von Statistiken, er wagt auch keine Medaillenprognose. Dafür hat er schon zu viel erlebt. "Es gibt eine harte Konkurrenz. Deshalb wird es sehr, sehr schwer, Medaillen zu holen", sagt der Jurist aus Bayern der Nachrichtenagentur dpa. "Wir hoffen, dass wir uns annähernd so wie bei den beiden letzten Weltmeisterschaften behaupten können", meint Prokop. 2009 gab es beim Heimspiel in Berlin neun Medaillen (2/3/4), 2011 in Daegu sieben Plaketten (3/3/1).

Als einer der Ersten muss am Freitag Kugelstoß-Weltmeister David Storl ran. Der Sprung aufs Siegerpodest könnte auch Weitspringer Sebastian Bayer und Zehnkampf-Europameister Pascal Behrenbruch gelingen. Hammer-Frau Betty Heidler kommt als Weltrekordlerin nach London, neben Harting (70,66 Meter) führt nur noch Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (4,82 Meter) die aktuelle Jahresweltbestenliste an.

In dieser Wertung steht Usain Bolt derzeit nicht einmal ganz oben. Egal: Der schnellste Mann der Welt hat die Olympia-Stadt längst erobert - im Stadion wird er wieder seine berühmte Show mit der Bogenschützen-Pose abziehen. Über seinen Fehlstart bei der WM in Daegu muss er sich keine Gedanken mehr machen, eher über die Konkurrenz im eigenen Haus: 100-Meter-Weltmeister Yohan Blake hat seinen Kumpel bei den Trials in Jamaika gleich zweimal geschlagen. Schneller als der 22-Jährige war in diesem Jahr noch keiner: 9,95 Sekunden über 100 Meter, 19,80 über 200 Meter.

Bolt bleibt ganz cool. "Für mich geht es nur ums Gewinnen. Ich denke nie ans Verlieren. Ich weiß, was ich will", sagte der 25-Jährige, "für mich ist es wichtig, meine Titel zu verteidigen". Er weiß: Nur dann kann er zur lebenden Legende in seiner Sportart werden. Dass er zur Eröffnung die Fahne tragen durfte, hat den Top-Favoriten zusätzlich motiviert.

Ganz Jamaika wird am 5. August vor den TV-Geräten die Daumen drücken, wenn der Startschuss zum 100-Meter-Finale fällt. Bolt will Gold - und er könnte dann in eine historische Nacht hineinfeiern: Am 6. August jährt sich zum 50. Mal der Unabhängigkeitstag der Karibik-Insel. "Jeder erwartet einen Sieg und einen Weltrekord, um dann 'Happy Birthday' zu Jamaika zu sagen", meinte Bolt, "Ich freue mich schon, 'Happy Birthday, Jamaika' zu sagen."

Mit drei Goldsprints wie in Peking könnte Bolt zum größten Athleten der Spiele aufsteigen. Behält er die Nerven? Spannung ist nicht nur in den Sprint-Krimis garantiert: Kann Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa nach vielen Abstürzen noch einmal aufsteigen? Werden die britischen Gastgeber nach dem bitteren Aus von Marathonläuferin Paula Radcliffe versöhnt - etwa durch Gold für Langläufer Mo Farah oder Siebenkämpferin Jessica Ennis?

Und was hat Zehnkampf-König Ashton Eaton drauf? Der Weltrekordler aus den USA scheint unbesiegbar, mit Bolt will sich der studierte Psychologe aber nicht vergleichen. "Ich weiß nicht, was ich tun muss, um so ein Typ wie er zu werden. Vielleicht eine neue coole Pose", sagt Eaton, der den schwarzen Gürtel im Teakwondo besitzt und auch ein paar Worte deutsch spricht: Bratwurst? "Yes! Bratwurst habe ich in Berlin gegessen."

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