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Olympia 2012: Eklat um portugiesische Schwangere

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Portugals Team streitet um schwangere Windsurferin

02.08.2012, 06:10 Uhr | sid, dpa

Olympia 2012: Eklat um portugiesische Schwangere. Carolina Borges-Mendelblatt bei der Eröffnungsfeier in London.  (Quelle: dpa)

Carolina Borges-Mendelblatt bei der Eröffnungsfeier in London. (Quelle: dpa)

Portugals Olympia-Delegation wird von einem Eklat um Windsurferin Carolina Borges-Mendelblatt erschüttert. Nachdem sie am Dienstag in London auf mysteriöse Weise untergetaucht war und dann per E-Mail ihren Olympia-Verzicht mitgeteilt hatte, kritisierte die 33-Jährige am Mittwoch die Sport-Funktionäre ihres Landes in aller Schärfe: Sie sei im dritten Monat schwanger und habe "weder finanzielle noch moralische Unterstützung bekommen", erklärte sie im Interview mit der Sportzeitung "A Bola". Deshalb habe sie beschlossen aufzuhören.

"Ich bin traurig. Man stelle sich aber vor, ich hätte mich hier während meiner Schwangerschaft verletzt, was wäre dann passiert?", sagte sie. Die ihr zustehende finanzielle Sporthilfe sei "nie überwiesen" und ihrem Trainer auch keine Olympia-Akkreditierung gewährt worden. "Mit ihm hier hätte ich es mir vielleicht anders überlegt", fügte die Ehefrau des für die USA startenden Seglers Mark Mendelblatt an.

Wusste der Verband nichts von Borges' Schwangerschaft?

Die portugiesischen Funktionäre wiesen die Vorwürfe zurück und behaupteten, nichts von der Schwangerschaft gewusst zu haben. "Für uns war das eine totale Überraschung. Sie ist vertraglich verpflichtet, uns über ihren Gesundheitszustand zu informieren. Das hat sie nicht getan. Wir haben uns nichts vorzuwerfen", hieß es in einem Statement des nationalen Olympischen Komitees POC. Auch die übliche finanzielle Förderung habe sie erhalten, wenngleich wegen einer falschen Kontoverbindung mit Verzögerung.

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Ein Sprecher der portugiesischen Olympia-Delegation bezeichnete das Verhalten der Surferin als "inakzeptabel" und teilte mit, man werde ein Disziplinarverfahren einleiten. Das könne zur Folge haben, dass Borges sogar die in den Vorjahren erhaltene Sporthilfe zurückzahlen müsse. Und auch weitere heimische Medien zeigten wenig Verständnis für die Athletin, die 2004 in Athen für ihr Geburtsland Brasilien an den Start gegangen war und in London für das Land ihres Opas eine Medaille holen wollte. "Das ist ihr alles wenige Stunden vor Beginn der Wettbewerbe eingefallen?", fragte das Sportblatt "Record".

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