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Gold-Achter vor Umbau - Kaidel: "Wichtig wie 1954"

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Gold-Achter vor Umbau - Kaidel: "Wichtig wie 1954"

02.08.2012, 14:38 Uhr | dpa

Gold-Achter vor Umbau - Kaidel: "Wichtig wie 1954". Die Ruderer des Gold-Achters scheinen keine Partylöwen zu sein.

Die Ruderer des Gold-Achters scheinen keine Partylöwen zu sein. (Quelle: dpa)

Eton (dpa) - Die Olympiasieger kamen nicht als Partylöwen. Große Magnumflaschen mit Champagner, mit denen die Crew aus dem Deutschland-Achter wenige Stunden nach der Triumphfahrt im Deutschen Haus für ein Foto posierten, blieben ungeöffnet.

Statt den Abend mit einer krachenden Feier ausklingen zu lassen, gaben Schlagmann Kristof Wilke und Co. bis tief in die Nacht bereitwillig Interviews. Das riesige Medieninteresse bereitete Verbandspräsident Siegfried Kaidel sichtlich Vergnügen: "Diese Goldmedaille ist für uns so wichtig wie der WM-Titel der deutschen Fußballer 1954."

Anders als nach der Havarie von Peking, wo die einst erfolgsverwöhnten Ruderer erstmals seit 52 Jahre ohne Sieg geblieben waren, überwogen diesmal positive Schlagzeilen. Bessere Bilder als die vom spektakulären Kraftakt des Paradeboots mit dem Sieg über Kanada und Großbritannien im olympischen Finale auf dem Dorney Lake hätte sich der um mehr Öffentlichkeit bemühte Randsport nicht wünschen können. "Unsere Umbauarbeiten tragen Früchte", befand Kaidel.

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Doch die Freude an dem Werbeträger, der mit 36 Siegen in Serie einen historischen Achter-Rekord aufstellte, wird nicht lange anhalten. Noch ist unklar, wie viele Crewmitglieder nach dem Coup von Eton ihre Karriere fortsetzen. Selbst der erst 27 Jahre alte Schlagmann Wilke (Radolfzell) liebäugelt mit einem Ausstieg: "Ich habe in den letzten vier Jahren mein Studium stark vernachlässigt. Das muss sich nun ändern."

Wie Wilke geht es den meisten seiner Mitstreiter. Lange Trainingslager und tausende Kilometer auf dem heimischen Dortmund-Ems-Kanal waren der beruflichen Karriere wenig zuträglich. Selbst im Hochgefühl des Sieges verweigerte Florian Mennigen (Ratzeburg), mit 30 Jahren der älteste im Team, einen Treueschwur: "Ich muss mir gut überlegen, ob ich weitermache."

Auf solche Äußerungen reagierte Ralf Holtmeyer gelassen. Der routinierte Coach ist nach acht Olympischen Spielen solche Szenarien gewohnt. Schließlich können seine Schützlinge vom Rudern allein kaum leben und streben deshalb traditionell schnell in den Job. Erst nach seinem Urlaub in Frankreich in drei Wochen will er sich über die Zukunft Gedanken machen.

Seine umsichtige Arbeit am Dortmunder Stützpunkt, die von der Verbandsspitze lange Zeit kritisch beäugt worden war, könnte sich erneut bezahlt machen. Zahlreiche Talente brennen auf einen der begehrten Rollsitze im Großboot. Goldgewinner Mennigen sieht reichlich Potenzial: "Keine Sorge, wir haben genug starke Leute."

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