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Olympia: Goldmedaille am Grünen Tisch

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Eine Goldmedaille und drei Mal Bronze

02.08.2012, 20:00 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Vogel und Welte holen Bahnrad-Gold

Den Olympiasieg hatten die Deutschen bereits abgeschrieben und die Chinesinnen feierten. Dann kommt es doch noch anders.

Dabei feierten die Chinesinnen bereits den Olympiasieg.


Der schwarz-rot-goldene Medaillen-Regen bei Olympia 2012 in London geht weiter: Erst holten Tischtennis-Star Dimitrij Ovtcharov und Judoka Dimitri Peters zwei Bronzemedaillen für das deutsche Team. Dann setzten die Bahnrad-Frauen noch einen drauf: Die Teamsprint-Weltmeisterinnen Kristina Vogel und Miriam Welte mussten sich im Finale eigentlich dem Duo aus China geschlagen geben und hatten die Silbermedaille gewonnen. Doch nach dem Rennen wurden die Chinesen disqualifiziert. Und das bedeutete: Gold für Deutschland! "Ich dachte: geil, Silber. Und dann sind meine Augen plötzlich ganz groß geworden. Der Olympiasieg ist für die Ewigkeit", sagte Vogel. Alle Entscheidungen und Ergebnisse finden Sie im t-online.de-Live-Ticker

Und als Krönung holten anschließend auch noch die Männer im Teamsprint die dritte Bronzemedaille des Tages für Deutschland: René Enders, Robert Förstemann und Maximilian Levy setzten sich im kleinen Finale gegen Australien durch, mussten nur Frankreich (Silber) und den viel umjubelten Briten den Vortritt lassen, die vor den Augen von Prinz William und Kate mit Weltrekord zur Goldmedaille rasten.

Doppelte Disqualifikation verhilft Deutschen zu Gold

Das Gesprächsthema Nummer eins war aber die unglaubliche Goldmedaille des deutschen Frauen-Duos. Denn eigentlich hatte das Team des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) das Finale eigentlich schon verpasst hatte. Vogel und Welte hatten mit 32,701 Sekunden nur die drittbeste Zeit gefahren und lagen damit eigentlich hinter den Briten und den Chinesen.

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Dann aber wurde Großbritannien wegen eines illegalen Wechsels aus dem Rennen genommen. Deutschland stand überraschend im Finale. Und da hatte der neue Weltrekordhalter China mit 0,179 Sekunden die Nase vorn - bis die Schiedsrichter auch bei den Asiaten ein Fehler erkannten. Guo Shuang hatte kurzzeitig die Bahn verlassen. Schon über Silber jubelnd, bekamen Vogel und Welte die Entscheidung der Jury erst nicht mit und wurden von der Wendung völlig überrascht. Dann fielen sich die beiden Deutschen in die Arme und feierten ihren Olympiasieg.

Bronze auf der Matte und an der Platte

Zuvor hatte es bereits Doppel-Bronze für Deutschland gegeben. Erst sicherte sich Ovtcharov im kleinen Finale den dritten Platz, dann machte es ihm Peters wenige Minuten später nach. Ovtcharov gewann sein Spiel gegen Chuang Chi-Yuan aus Taiwan in sechs Sätzen. Peters besiegte in der Kategorie bis 100 Kilogramm den Usbeken Ramziddin Sayidov und eroberte die dritte Medaille für die deutschen Mattenkämpfer in London.

Der 23-jährige Ovtcharov siegte mit 12:10, 9:11, 8:11, 13:11, 11:5, 14:12 und wurde damit wie der heutige Bundestrainer Jörg Roßkopf 1996 in Atlanta Dritter. Vor vier Jahren hatte Ovtcharov Silber mit den DTTB-Herren in Peking geholt. In der Vorschlussrunde hatte Ovtcharov, der sein Geld beim russischen Verein Fakel Orenburg verdient, keine Chance gegen den chinesischen Weltmeister Zhang Jike gehabt und mit 1:4-Sätzen verloren.

Boll: "Das ist großartig für Dima"

"Ich kann es wirklich nicht glauben", sagte Ovtcharov hinterher. "Ich habe so oft zurückgelegen und hatte so viele Chancen. Und dann war es vorbei." Anerkennung für Ovtcharov gab es von seinem Freund Timo Boll, der selbst im Achtelfinale ausgeschieden war und von der Zuschauertribüne aus mitfieberte. "Das ist großartig für Dima und die ganze Sportart. Chuang hatte das Spiel im Griff, aber Dima die besseren Nerven."

Viel Lob für Peters: "Der perfekte Kämpfer"

Peters sprang bei seinem Sieg vor Freude hoch in die Luft und schrie seine Freude hinaus - auf der Ehrentribüne klatschte sogar Wladimir Putin anerkennend Beifall: Vor den Augen des russischen Präsidenten hat der 28-Jährige nach einem eindrucksvollen Kraftakt seinen usbekischen Widersachen mit einem Haltegriff bezwungen. Auch wenn er den Siegeszug von Weltmeister Tagir Chaibulajew im Halbfinale nicht hatte stoppen können, krönte er seinen tolle Leistung mit einer Medaille.

"Dima ist der perfekte Kämpfer", lobte Präsident Peter Frese vom Deutschen Judo-Bund seinen Schützling. "Er hat so oft unter Wert verloren. Aber heute war er richtig stark." Auf den Schultern des Bundestrainers Detlef Ultsch wurde Peters anschließend als Held durch die Arena getragen. "Ich bin wahnsinnig glücklich. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen", lautete sein erster Kommentar.

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