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Olympia 2012: Angelique Kerber verabschiedet sich

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Kerber verabschiedet sich vom knallbunten Wimbledon

03.08.2012, 11:44 Uhr | t-online.de

Olympia 2012: Angelique Kerber verabschiedet sich. Angelique Kerber kämpft verbissen, ist letztendlich aber chancenlos. (Quelle: Reuters)

Angelique Kerber kämpft verbissen, ist letztendlich aber chancenlos. (Quelle: Reuters)

Aus London berichtet Julian Moering

Wenn es seinen Traditionen an den Kragen geht, ist der Brite not amused. Mitglieder des All England Lawn Tennis and Croquet Clubs zu Wimbledon dürften daher zur Zeit kurz vor dem Herzinfarkt stehen. Denn was Olympia derzeit auf ihrem altehrwürdigen Klubgelände veranstaltet, spottet allen Regeln, die einst im Jahre 1868 niedergeschrieben wurden. Dort heißt es zum Beispiel: Wer in Wimbledon aufschlagen will, der hat sich in Weiß zu kleiden. Alle Entscheidungen und Ergebnis finden Sie im t-online.de-Live-Ticker

Doch Olympia ist anders. Ganz anders. Knallbunte Farben, soweit das Auge sehen kann. Die Profis kleiden sich ganz unsittlich in den Farben ihrer Länder, Zuschauer tragen überdimensionale Kuhglocken um den Hals und telefonieren während der Ballwechsel ungeniert mit ihren Handys. Noch dazu - und das dürfte den Traditionalisten den Rest geben - hat der normalblütige Pöbel Einzug in die "Royal Box" des Center Courts gehalten. What a shame!

Kerber verlässt als letzte Deutsche die große Bühne

Und noch etwas ist anders: Alle haben jede Menge Spaß dabei. Bis auf besagte Traditionalisten natürlich. Und das deutsche Tennis-Team. Denn mit Angelique Kerber musste die letzte deutsche Teilnehmerin im Einzel die Segel streichen. Gegen die Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka aus Weißrussland unterlag die 24-jährige Medaillenhoffnung in zwei Sätzen 4:6 und 5:7. Jetzt hält einzig das Mixed-Doppel Sabine Lisicki/Chistopher Kas, das mit einem 7:6 (7:5), 6:7 (5:7), 10:5 (im Match-Tiebreak)-Sieg gegen das US-Duo Liezel Huber/Bob Bryan in die zweite Runde einzog, die deutsche Fahne hoch.

Doch Kerber kann sich erhobenen Hauptes von den olympischen Spielen verabschieden. Denn was sie über weite Strecken auf den sich stetig füllenden Center Court zauberte, war großes Tennis. Einzig, Azarenka war noch besser. Die Weißrussin bestätigte eindrucksvoll, dass sie nicht nur zufällig die Nummer eins ist.

"Sie war einfach besser"

"Sie war einfach in den wichtigen Momenten besser", erkannte die ausgepumpte Kerber die Leistung der Gegnerin neidlos an. Asarenka hatte sie fast zwei Stunden über den Platz gescheucht, fast immer musste die Deutsche einem Break hinterher laufen. "Das hat Kraft gekostet", gab Kerber zu. "Leider hat es nicht gereicht, aber ich habe bis zum Schluss gefightet und mein bestes Tennis gezeigt. Deswegen bin ich auch nicht allzu traurig."

Ihre Trainingspartnerin Andrea Petkovic, die ihre Olympia-Teilnahme wegen fehlender Fitness nach einer Verletzung absagen musste, fieberte in der Heimat mit und fand tröstende Worte: "Es spricht absolut für Angie, dass sie sich mit der Weltranglisten-Ersten ein Duell auf Augenhöhe liefern kann. Ich hoffe sehr, dass sie nach der ersten Enttäuschung sehen kann, was für ein tolles Turnier sie gespielt hat."

Keine Lust mehr auf Tennis

Mit der Duftmarke, die Kerber hier in London hinterlassen hat, hat sie sicher jede Menge neue Fans gewonnen. Die Briten zumindest scheinen die leidenschaftliche Deutsche mit den großen Kämpferqualitäten bereits in ihr Herz geschlossen zu haben. Bemerkenswerter Weise war der Applaus für die unterlegene Kerber nach dem Match deutlich lauter als für Asarenka.

Ob Kerber noch ein paar Tage in London bleibt, um sich andere Veranstaltungen anzusehen, ließ sie noch offen. Doch eines schloss sie kategorisch aus: "Zum Tennis gehe ich bestimmt nicht mehr, das reicht mir vorerst." Und das, obwohl es in Wimbledon doch so schön bunt ist.

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