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Schulterklopfen bei Olympia-Machern

03.08.2012, 16:42 Uhr | dpa

Schulterklopfen bei Olympia-Machern. Die Olympischen Spiele überstrahlen in London alles.

Die Olympischen Spiele überstrahlen in London alles. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Sie haben einen verrückten Bürgermeister und rote Doppeldeckerbusse, jede Menge Promis, das größte Bankenzentrum der Welt und den Champions-League-Sieger im Fußball: Jetzt haben die Londoner auch noch Olympische Spiele.

Und sie gehen mit dem Weltereignis mit einer Mischung aus Gelassenheit und Enthusiasmus um, die die Sympathiewerte der Gastgeber weltweit in die Höhe schnellen lässt. London 2012 nach der ersten Woche - das ist schräg wie Danny Boyles gefeierte Eröffnungsfeier und schrill wie die Kostüme der Fans, aber auch professionell und - trotz der manchmal stotternden U-Bahn - weitgehend reibungslos organisiert.

Wenn es hier und da bei der Organisation auch ein wenig hakt - die Macher von London 2012 können sich bisher auf die Schulter klopfen. Chef-Organisator Sebastian Coe liefert auch gleich selbst den Grund für den Erfolg. "Wir haben immer gesagt, wir wollen Spiele für die Athleten liefern", sagt der Olympiasieger über 1500 Meter von 1980 in Moskau und 1984 in Los Angeles. "Wenn die Athleten zufrieden sind, dann überträgt sich das auf alle anderen." Schon nach drei Wettkampftagen hatte Coe sieben Weltrekorde bilanziert. "Die Athleten sind so gut vorbereitet wie noch nie nach London gekommen."

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Die Reaktion von Sportlern und Zuschauern auf Olympia in London ist überwältigend. London trumpft auf, mit allem, was es hat. Die Tower Bridge erstrahlt im Olympia-Gold, William und Kate feiern auf den Tribünen und Bürgermeister Boris Johnson hängt nahe des Olympia-Park fotogen am Hochseil.

Das olympische Dorf, unmittelbar am Olympia-Park im szenigen Londoner East End gelegen, bekommt von seinen Bewohnern Bestnoten. Kaum einer der 10 500 Athleten will auf die Erfahrung des Dorflebens verzichten - sogar die blaublütige Silber-Reiterin Zara Phillips, Enkelin von Queen Elizabeth II., verbringt die Nächte im gehobenen Jugendherbergs-Flair. Was nicht klappt, übertünchen die 70 000 Freiwilligen Helfer mit ihrer fast grenzenlosen Freundlichkeit. Die "Games-Makers" wurden zu den heimlichen Stars des Olympia-Parks.

Die Stimmung in den Stadien ist fast überbordend. Noch bevor mit den Leichtathleten um Superstar Usain Bolt die ungekrönten Könige der Spiele in die Arena von Stratford einzogen, brodelte es in der hypermodern gestalteten Schwimmhalle und im Velodrom der Bahnradsportler. Sogar bei traditionell nicht von Zuschauerströmen heimgesuchten Sportarten wie Amateurboxen oder Rudern waren die Tribünen mit Zehntausenden Fans voll besetzt: "Sowas habe ich in Deutschland noch nicht gesehen", sagt etwa der Vater von Gold-Ruderer Eric Johannesen aus dem Deutschland-Achter.

"Sogar bei den Vorläufen war alles voll", sagt Thomas Johannesen, in den 1980er Jahren selbst ein Kajak-Fahrer von Weltklasseformat. Und die deutsche Kugelstoß-Goldhoffnung David Storl gab ihm angesichts von 80 000 Menschen am Freitagvormittag im Olympiastadion recht. "Ich habe noch nie erlebt, dass bei der Qualifikation das Stadion ausverkauft ist. Wahnsinn!", sagte der Chemnitzer. Da tut der guten Olympiastimmung auch das wechselhafte Londoner Wetter keinen Abbruch. Am Freitagvormittag goss es phasenweise wie aus Eimern. Sogar die täglich bis zu 30 000 Tickets nur für den Olympia-Park - ohne Einlass zu irgendeinem Wettkampf - sind trotz zehn Pfund Eintritts stets vergriffen.

Die britischen Zeitungen versuchen seit Wochen, einen Skandal nach dem anderen herbeizuschreiben. Erst war es das Versagen der von den Organisatoren eingekauften Sicherheitsfirma G4S, genügend Personal anzuheuern - tausende Soldaten sprangen ein und wurden gar zum Publikumsliebling. Dann waren es die Tickets: Hunderte Sitze blieben leer, weil akkreditierte Funktionäre nicht erschienen oder früher gingen. Gleichzeitig standen Tausende Fans vor den Stadiontoren, voller Sehnsucht nach den begehrten Eintrittskarten. Die Organisatoren reagierten und warfen jeden Tag mehrere tausend Karten auf den Markt.

Die Olympia-Macher zeigen: Wir tun etwas! Dass einige Briten der Internetseite zum Ticketverkauf den Titel der "nervigsten Website der Welt" verpassten, steht auf einem anderen Blatt. Für die zweite Woche beten Sebastian Coe und seine Leute vor allem, dass das gewohnt launische britische Wetter halbwegs hält - und die U-Bahn. Die 150 Jahre alte Nahverkehrs-Oma hatte ausgerechnet zu Beginn der Leichtathletik-Wettbewerbe mal wieder einen Aussetzer. Die Organisatoren wiegelten umgehend ab: "Alle sind reingekommen", sagte eine LOCOG-Sprecherin.

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