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Olympia 2012: David Storl ärgert sich über die verpasste Goldmedaille

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Olympia 2012  

Gefühlschaos bei David Storl

04.08.2012, 08:44 Uhr | t-online.de

Olympia 2012: David Storl ärgert sich über die verpasste Goldmedaille. David Storl landet im Kugelstoßen auf Rang zwei. (Quelle: Reuters)

David Storl landet im Kugelstoßen auf Rang zwei. (Quelle: Reuters)

Aus London berichtet Julian Moering

David Storl: "Das nächste Mal bin ich wieder vorne"

Der Kugelstoßer hofft, dass seine Medaille auch für die anderen deutschen Leichtathleten ein Ansporn ist.

Storl hofft, dass seine Medaille Signalwirkung hat.


Am Ende eines unglaublich spannenden Final-Krimis vor der fantastischen Kulisse von 80.000 begeisterten Zuschauern wusste David Storl nicht so recht, ob er nun Freude oder Ärger empfinden soll. Ganze drei Zentimeter fehlten dem erst 22-jährigen Kugelstoßer am Ende zur Goldmedaille. Alle Entscheidungen und Ergebnisse finden Sie im t-online.de-Live-Ticker

"Natürlich freue ich mich über Silber", beteuerte Storl nach dem Wettkampf im Olympiastadion. Auch die Reaktion nach seinem letzten ungültigen Versuch war ein Ausdruck der Freude: Als klar war, dass dem Polen Tomasz Majewski Rang eins nicht mehr zu nehmen ist, riss Storl die Arme zum Jubel in die Höhe.

"Es ist schon sehr ärgerlich"

Doch je länger er Zeit hatte, über das Geschehene nachzudenken, desto mehr schien ihm zu dämmern, welche Chance er da gerade verpasst hatte. "Es ist schon sehr ärgerlich", sagte Storl etwa eine halbe Stunde nach dem Finale. "Es war nur ein klitzekleines Stück, das mir heute gefehlt hat." Auch ein Siegerlächeln wollte dem Olympiadebütanten nun nicht mehr so recht gelingen. Es wirkte irgendwie gequält.

Persönliche Bestleistung

Dabei hätte Storl allen Grund gehabt, sich ausgiebig zu freuen. Mit 21,86 Metern erzielte er seine persönliche Bestweite im Freien, und noch dazu in einem olympischen Finale. Er ist erst 22 und hat noch alle Zeit der Welt, das mit der Goldmedaille bei Olympia nachzuholen. Wenn seine Entwicklung nur ansatzweise so fortschreitet, wie in diesem Jahr, dann sind ihm nach oben keine Grenzen gesetzt.

"Unruhig und nervös"

Storl ist der bisher jüngste Welt- und Europameister aller Zeiten. Und das in einer Sportart, wo es laut Storl "erst mit 27 so richtig losgeht". Aber vielleicht ging auch alles ein bisschen zu schnell. Er sei den ganzen Tag "unruhig und nervös" gewesen, gab er zu, und immerzu sei ihm "die Saison, das harte Training und die vielen Stunden im Kraftraum durch den Kopf gegangen".

Noch dazu starb vergangene Woche seine Oma, die er stets als seinen größten Fan bezeichnet hatte, mit 64 Jahren an einem Gehirnschlag. Das war ein Tag vor seinem 22. Geburtstag als Storl schon in London weilte. "Ich werde im Wettkampf an sie denken", hatte er noch vor dem Finale gesagt. Am Ende bleibt die Selbsterkenntnis: "Das war vielleicht ein bisschen viel auf einmal."

Körper spielt nicht mit

Im entscheidenden Moment fehlte einfach die Lockerheit. Seine drei letzten Versuche waren allesamt ungültig. "Meine Beine waren total verkrampft, da konnte ich nicht mehr so Druck machen, wie ich wollte", erklärte Storl.

Trotzdem reichte es zur Silbermedaille, und das ist für ihn und für das deutsche Leichtathletik-Team ein großer Erfolg. Schon jetzt ist die Gesamtbilanz besser, als noch vor vier Jahren in Peking. Damals gab es lediglich eine Bronzemedaille für Speerwerferin Christina Obergföll. Storl hofft, dass seine Medaille so etwas wie der Dosenöffner ist: "Ich denke schon, dass die deutsche Mannschaft hier im Stadion noch Olympiasieger hervorbringt."

Der Olympiasieg bleibt auch Storls großes Ziel. "Vielleicht stehe ich in vier Jahren ganz oben", blickte er bereits in Richtung Rio de Janeiro. Doch das ist noch zu früh, denn jetzt sollte er sich erst einmal für seine Silbermedaille feiern lassen. Das hat er sich verdient.

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