Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

"Der ultimative Kick": Olympia-Randsportart Pin-Sammeln

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

"Der ultimative Kick": Olympia-Randsportart Pin-Sammeln

04.08.2012, 15:13 Uhr | dpa

"Der ultimative Kick": Olympia-Randsportart Pin-Sammeln. Ein Pin-Verkäufer bietet in London seine Ware an.

Ein Pin-Verkäufer bietet in London seine Ware an. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Tiefer hätte der Stich kaum gehen können. Als der Kanadier Andrew Kollo sich 1995 von seiner Frau trennte, schmiss die aus Rache alle seine Olympia-Anstecknadeln weg.

Welchen Anteil seine Sammelwut am Scheitern der Ehe hatte, kommentiert er nicht. Mittlerweile ist er wieder auf dem Stand von davor angekommen - bei ungefähr 7000 Pins. Im Vergleich ist das aber noch harmlos. Sammler Dan Bakker aus den USA hat 20 000. Die zwei sind Olympia-Pin-Jäger und Sammler - und nur deshalb nach London gekommen. Während in den Stadien um Medaillen gekämpft wird, läuft draußen das Rennen um die seltensten und schönsten Anstecknadeln.

"Es ist der ultimative Kick der Jagd", sagt Kollo auf die Frage, was erwachsene Männer am Austausch kleiner bunter Metallstecker fasziniert. Denn im Tauschzentrum im Olympiapark sind die eindeutig in der Überzahl. Kollo kam 1972 als Zehnjähriger bei Olympia in München auf den Pin. Ein Athlet schenkte ihm einen, erst wusste er gar nicht, was das war, erinnert er sich. "Ich bin dann letztendlich mit 40 Pins nach Hause gefahren." Heute hat er seltene und alte, aber auch frischgeprägte von London 2012 im Angebot.

Olympia 2012 
Alle Entscheidungen live!

Mit dem Live-Ticker zu Olympia 2012 verpassen Sie keine Medaille! mehr

Zwar werden die Anstecker mittlerweile auch bei Ebay und anderen Verkaufsbörsen angeboten. Die Grundidee allerdings bestand darin, Pin gegen Pin zu tauschen und das Geld aus dem Spiel zu lassen. Die Ursprünge des Sammelsports am Rande der Wettkämpfe gehen bis 1896 und die ersten Spiele der Moderne in Athen zurück. Damals trugen Athleten, Funktionäre und Journalisten Namensschilder aus Karton, damit sie sich gegenseitig erkennen konnten, heißt es in der Pin-Geschichte eines Olympia-Sponsors, der sich der Sammler angenommen hat. Als Zeichen des Sportsgeists tauschten die Teilnehmer ihre Schildchen aus - und eine Tradition begann.

In Paris 1908 gab es zum ersten Mal offizielle Pins, um unterschiedliche Gruppen wie zum Beispiel das Internationale Olympische Komitee zu kennzeichnen. 1912 wurden die ersten Stecker als Souvenirs für Besucher angeboten. Von 1924 an war das Tauschen dann fester Bestandteil. In den 1980er Jahren explodierte die Popularität der Pins. Bei den Spielen in Los Angeles 1984 sollen angeblich 17 Millionen Anstecknadeln in 1300 verschiedenen Designs gehandelt worden sein. Damals nahm ein weltweiter Getränkehersteller die Sammler unter seine Fittiche, bis heute bietet er wie auch in London Tauschbörsen an.

Der 16 Jahre alte Leo aus Oxford ist ganz neuer Sammler und nur durch Zufall in die Londoner Olympia-Tauschbörse geraten. "Ein Freund von mir hatte ein paar. Ich kannte das vorher gar nicht", sagt er. Er findet gut, dass er über das Tauschen mittlerweile schon Leute aus vielen Ländern kennengelernt hat. "Man kann darüber sehr gut Leute treffen, denn man hat immer gleich etwas, worüber man reden kann", meint auch Sammel-Veteran Bakker. "Selbst, wenn man nicht die gleiche Sprache spricht, kann man handeln." Manchmal kommt es so zu ganz besonderen Begegnungen. So verrät zum Beispiel Kollo: "Fürst Albert von Monaco hat mir in Lillehammer den Monaco-Pin gegeben."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Rutschpartie des Jahres 
Selbst der Schneepflug scheitert an diesem Hügel

Das Video begeistert schon mehr als 22 Millionen Menschen im Internet. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

Shopping
Macht den Kaffeemoment zur besten Zeit des Tages

Siemens Kaffeevollautomat der EQ Serie: Erfahren Sie vollendeten Kaffeegenuss. von OTTO

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal