Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Olympia 2012: Bryshon Nellum - erst angeschossen, jetzt Olympia

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Vor vier Jahren angeschossen, jetzt bei Olympia

04.08.2012, 14:25 Uhr | t-online.de

Olympia 2012: Bryshon Nellum - erst angeschossen, jetzt Olympia. Bryshon Nellum auf dem Weg zum olympischen Halbfinale. (Quelle: Reuters)

Bryshon Nellum auf dem Weg zum olympischen Halbfinale. (Quelle: Reuters)

Aus London berichtet Julian Möring

Bryshon Nellum gehört zu den schnellsten 400-Meter-Läufern dieses Planeten. Doch dass der US-Amerikaner überhaupt noch Sport treiben kann, grenzt an ein Wunder. Vor fast vier Jahren im Oktober 2008 war er auf dem Weg von einer Halloween-Party nach Hause, als ihm ein mutmaßliches Gang-Mitglied aus einem Auto heraus mit einer Schrotflinte in seine Beine schoss. Die Ärzte sagten nach drei Operationen, dass er wohl nie wieder Leistungssport betreiben könne.

Doch jetzt läuft Nellum in London um Edelmetall. Der Weg dorthin ist zwar noch weit, doch der erste Schritt ist bereits getan. Der 23-jährige hat sich in den Vorläufen unter großem Applaus locker für das Halbfinale am Sonntag qualifiziert, und auch dort gehört er zu den Favoriten. (Alle Entscheidungen und Ergebnisse finden Sie im t-online.de-Live-Ticker)

Trainer: "Er ist jetzt stärker als vor dem Überfall"

"Es ist wie ein Wunder, doch er hat es durch Leidenschaft, Einsatz und Willen geschafft", sagte sein Trainer Ron Allice noch vor den Spielen. "Er ist jetzt stärker als vor dem Überfall."

Nellum war schon immer schnell unterwegs gewesen. So war er zwei Jahre in Folge Kaliforniens schnellster 200- und 400-Meter-Highschool-Sprinter.

15 Jahre Gefängnis

Warum Nellum angeschossen wurde, ist nie geklärt worden. Angeblich wussten der Schütze und sein das Auto steuernde Komplize nicht, wer Nellum war. Allice mag das nicht glauben: "Sie haben ihm nicht in die Brust, sondern in die Beine geschossen. Das ist kein Zufall." Fakt ist: Die beiden Täter wurden gefasst und sitzen nun für jeweils 15 Jahre im Gefängnis.

Nellum dagegen hat seine Karriere noch vor sich. Sollte es über 400 Meter nicht mit der erhofften Medaille klappen, kann er es immer noch mit der US-Staffel versuchen. Es wäre das Happy Ende einer unglaublichen Geschichte.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
UMFRAGE
49 Medaillen in Athen, 41 in Peking: Können die deutschen Olympioniken das in London toppen?
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal