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Olympia 2012: Riesenverwirrung um Lilli Schwarzkopf

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Riesenverwirrung um Lilli Schwarzkopf

05.08.2012, 01:38 Uhr | dpa, sid

Olympia 2012: Riesenverwirrung um Lilli Schwarzkopf. Lilli Schwarzkopf erschöpft am Boden. (Quelle: dpa)

Lilli Schwarzkopf erschöpft am Boden. (Quelle: dpa)

Was für ein Chaos: Lilli Schwarzkopf tigerte ratlos über die Laufbahn und konnte kaum begreifen, was sie da auf der Anzeigetafel sah: "DQ" stand darauf, disqualifiziert. Statt die Silbermedaille um den Hals gehängt zu bekommen, stand sie nach dem abschließenden Lauf über 800 m im Siebenkampf kopfschüttelnd da. Dann folgte eine Rolle rückwärts des Kampfgerichts, und am Ende durfte sich Schwarzkopf dann doch über den größten Erfolg ihrer Karriere freuen - was Olympiasiegerin Jessica Ennis unter dem Jubel der 80.000 Zuschauer schon längst hinter sich hatte.

Die 28-Jährige wusste zunächst nicht, wie ihr geschah, doch nach reichlich Gefühlschaos ist nun klar: Das Kampfgericht hatte bei der Überprüfung der Startphase einen haarsträubenden Fehler begangen und statt der Russin Kristina Sawitskaja auf Bahn sechs Schwarzkopf auf Bahn fünf disqualifiziert. "Die Briten haben schon einen eigenartigen Humor", sagte die gebürtige Kasachin. Sie sei "total schockiert gewesen", dann aber strahlte sie vor Glück.

Unfassbares Missverständnis

Der Deutsche Leichtathletik-Verband gab bekannt, die Disqualifikation sei zurückgenommen worden, noch ehe man überhaupt Protest habe einlegen können. Den ungläubig schauenden Reportern sagte Schwarzkopf: "Unfassbar, die haben mir gesagt ich soll zur Siegerehrung. Das sei alles ein Missverständnis."

Im Sog der neuen Siebenkampf-Queen Jessica Ennis (6955 Punkte) hatte Schwarzkopf zuvor ihr Herz in beide Hände genommen. Mit einer bemerkenswerten Energieleistung rannte sie von Rang fünf aus mit persönlicher Bestleistung (6649) noch auf den am Ende dann doch gültigen zweiten Platz in der Gesamtwertung. Es ist die erste olympische Medaille einer deutschen Mehrkämpferin seit 1992: Damals hatte Sabine Braun in Barcelona Bronze gewonnen.

Jennifer Oeser muss aufgeben

Schwarzkopf strahlte schließlich übers ganze Gesicht: "Ich kann es noch gar nicht glauben. Das war der Siebenkampf meines Lebens. Das ist geil."

Die WM-Dritte Jennifer Oeser, die in der Vorbereitung auf London von hartnäckigen Achillessehnenproblemen geplagt worden war, musste im abschließenden 800-Meter-Lauf ihrem Körper Tribut zollen und verletzt aufgeben. Mit Tränen in den Augen verließ sie die Bahn. "Es ist überhaupt ein Wunder, dass ich hier starten konnte", sagte sie. Julia Mächtig sammelte lediglich 5338 Zähler und belegte Rang 31.

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