Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Eintracht Frankfurt im Teamcheck: SGE spielt um den Klassenerhalt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Armin Veh: "Haben mehr Talente als die meisten anderen"

07.08.2012, 08:33 Uhr | t-online.de

Eintracht Frankfurt im Teamcheck: SGE spielt um den Klassenerhalt. Olivier Occean ist die neue große Sturmhoffnung der Frankfurter Eintracht.  (Quelle: imago)

Olivier Occean ist die neue große Sturmhoffnung der Frankfurter Eintracht. (Quelle: imago)

Von Ricardo Da Silva Campos

Die Adler fliegen wieder erstklassig! Nach nur einem Jahr im Unterhaus hat sich Eintracht Frankfurt eindrucksvoll als zweitplatzierter Aufsteiger durchgesetzt. Die Hessen schafften den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga und verstärkten sich für die kommende Saison mit zwölf Neuzugängen. Mit 76 Treffern in der vergangenen Saison stellte die Eintracht in Liga zwei die beste Offensive, in der neuen Saison soll die Klasse gehalten werden. Ein genaues Saisonziel wollen die Spieler um Kapitän Pirmin Schwegler aber noch nicht äußern: "Wir wollen weniger reden, sondern mehr tun", sagt der Eintracht-Spielführer. In Teil drei der Teamcheck-Serie stellt t-online.de Eintracht Frankfurt vor.

Mit neuem Brauerei-Hauptsponsor auf der Brust und einem breiter aufgestellten Kader wollen die "Adler vom Main" um den Klassenverbleib spielen. "Wir müssen bescheiden sein. Unser Ziel ist es, die Klasse zu halten", predigt auch Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner. Spielführer Schwegler macht es konkreter: "Wir wollen eine Mannschaft mit Herzblut, Leidenschaft und Willen sein. Ein Team, das sich zerreißt", so der Schweizer Nationalspieler.

1. Personelle Situation

Der Kader bei der Eintracht ist kaum wiederzuerkennen. Einige Spieler haben das Nest verlassen: Mit Mohamadou Idrissou - mit 14 Toren einer der Aufstiegsgaranten - verlässt eine wichtige Anspiel-Station im Sturm den Verein in Richtung Absteiger 1. FC Kaiserslautern. Auch Mittelfeldspieler Caio (zu EC Bahia) und Defensiv-Allrounder Ricardo Clark (Rückkehr zu Houston Dynamo) kehren den Hessen den Rücken. Rund 2,5 Millionen Euro spülte zudem der Verkauf des kroatischen Abwehrspielers Gordon Schildenfeld an Dynamo Moskau in die Kassen der klammen Eintracht. Zudem schloss sich Innenverteidiger Dominik Schmidt Preußen Münster an, Ümit Korkmaz wechselte zum 1. FC Ingolstadt.

Dafür wurde mit Bamba Anderson ein bereits bekanntes Gesicht für die Innenverteidigung zurückgeholt. Der ehemalige Gladbacher sollte nach seiner Ausleihe eigentlich zu den Fohlen zurückkehren, nun erhielt der Brasilianer einen Dreijahresvertrag. Auch von Neuzugang Vadim Demidov erhofft sich Trainer Armin Veh gute Leistungen. Der erfahrene Norweger kommt von Real Sociedad aus der Primera Division und soll neben Anderson für Stabilität in der Viererkette sorgen.

Der österreichische Nationalspieler Paul Scharner kommt hingegen nicht zur Eintracht. Top-Kandidat für die letzte vakante Position in der Innenverteidigung ist stattdessen der Peruaner Carlos Zambrano vom FC St. Pauli. Für die linke Verteidiger-Seite verstärkte sich die Eintracht bereits mit Bastian Oczipka von Bayer Leverkusen. Hinten rechts wartet der Ex-Stuttgarter Stefano Celozzi auf seine Chance. Im Tor bekommt Oldie Oka Nikolov (bereits 38) mit dem Ex-Lauterer Kevin Trapp einen jungen und reflexstarken Konkurrenten zur Seite gestellt.

Das Mittelfeld wird durch den Edeltechniker Takashi Inui aus Bochum sowie den Rechtsaußen Stefan Aigner von 1860 München verstärkt. Der eher defensiv eingestellte Ex-Kölner Martin Lanig soll die Räume im defensiven Mittelfeld dicht machen. Für den Sturm wurde der 30-jährige Olivier Occean von Fürth verpflichtet. Mit 17 Treffern war der Kanadier in der abgelaufenen Aufstiegssaison nicht nur bester Schütze der Franken, sondern zusammen mit Frankfurts Alexander Meier und Paderborns Nick Proschwitz auch erfolgreichster Torschütze der 2. Liga. Zudem konnte die Ausleihe von Erwin Hoffer verlängert werden. In der Aufstiegssaison erzielte der 25-jährige Österreicher, der beim SSC Neapel unter Vertrag steht, neun Treffer in 30 Spielen. Zudem möchte der Klub noch einen weiteren Stürmer an Land ziehen, der neben Hoffer als "Backup" für Occean dienen soll.

2. Stärken und Schwächen

Das Prunkstück wird auch in der kommenden Saison das spielstarke Mittelfeld mit Schwegler, Köhler, Kittel und Alex Meier bleiben. In Sachen Taktik werden die Hessen mit einem 4-2-3-1-System mit nur einer Sturmspitze spielen, um so die Stärken der Mittelfeldspieler in die Waagschale zu werfen. Hinzu kommt die gute Spieleröffnung durch Schwegler und Rode. Schwegler, der Mann mit der Binde, ist absoluter Führungsspieler und zieht die Fäden im defensiven Mittelfeld. Auch die gute Chancenverwertung aus der vergangenen Zweitliga-Saison spricht für das offensiv ausgerichtete Kollektiv. Das Mittelfeld ist mit Inui und Aigner zudem lauf- und spielstärker als vorher.

Gerade weil das Mittelfeld so stark und breit aufgestellt ist, verbirgt sich hier aber auch gleichzeitig das größte Konfliktpotential. Denn, wer soll spielen? Aigner, Meier und Inui scheinen im offensiven Mittelfeld leicht die Nase vorn zu haben. Aber Matmour, Kittel und Köhler lauern auf ihre Chance. Zudem muss die neue Innenverteidigung erst einmal ihren Rhythmus finden, um es in der Bundesliga mit erfahrenen Stürmern wie Pizarro, Lewandowski, Gomez oder Mandzukic aufzunehmen. Auch Stürmer Occean muss sich erst einmal im Oberhaus beweisen.

Im Tor wird es erneut einen Zweikampf geben, diesmal zwischen Oldie Nikolov und Neuling Trapp. Die auch oft unter Veh bereits stattgefundene Rotation wird der neuen Innenverteidigung nicht unbedingt mehr Stabilität und Sicherheit geben, sondern eher für Unruhe sorgen. Wenn sich die Abwehrreihe nicht schnell an das Erstliga-Niveau gewöhnt, wird es schwer für Vehs Truppe.

3. Der Trainer

Der seit Mai 2011 im Amt stehende Armin Veh gilt als absoluter Perspektivtrainer. Für ihn sind Notlösungen keine Konfliktlöser. Und wenn der 51-Jährige einen Spieler will, lehnt er sich auch schon mal gegen den Vorstand auf: "Wenn wir keine Innenverteidiger holen, ist das Harakiri!", hatte der gebürtige Schwabe noch im Juli gesagt, nachdem Schildenfeld abgegeben wurde und das Team defensiv nachrüsten musste. "Jede Firma investiert erst mal, um Gewinn zu erwirtschaften. Das wäre vernünftig", so Veh weiter. Monatelang debattierte man intern über gemäßigte Verschuldung oder potentielle Geldgeber für Verstärkungen. Der Aufsichtsrat will generell eher Sparen, Veh die Aufstiegs-Euphorie nutzen.

An Erfahrung mangelt es dem Taktikfuchs jedenfalls nicht. 2007 wurde Veh mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister und zog ins DFB-Pokalfinale ein. Im selben Jahr erhielt er den Titel "Trainer des Jahres". Mit Fürth (1997) und Reutlingen (2000) stieg er zudem in die 2. Bundesliga auf. Mit Frankfurt plant er hingegen einen längerfristigen Erfolg: "Wir haben eine junge Mannschaft mit Perspektive, mit mehr Talenten als die meisten anderen", sagt Veh und meint Spieler wie Sebastian Jung, Sonny Kittel oder Sebastian Rode, die er für "nicht verkäuflich" hält. Für Veh spricht, dass er technisch ansprechenden Fußball spielen lässt, nach Leistung aufstellt und jede Position doppelt besetzen kann.

4. Die Prognose

Frankfurts weiße Weste in der Testspielserie (Sechs Siege in sieben Spielen, ein Remis) kann bei Weitem nicht als Gradmesser für die kommende Saison herhalten. An den ersten fünf Spieltagen warten Gegner wie Leverkusen, Hoffenheim, HSV, Nürnberg und Double-Sieger Dortmund auf die Hessen. Zudem waren viele Neuzugänge bislang nur bei unterklassigen Vereinen erfolgreich (Occean, Inui, Aigner) und müssen sich erst an die Luft in Deutschlands höchster Spielklasse gewöhnen.

Andere bereits ligaerprobte Neuzugänge hatten außerdem mit schwerwiegenden Verletzungen zu kämpfen (Celozzi und Oczipka) und erhielten bei ihren Ex-Teams daher kaum Einsatzzeiten. Umso wichtiger wird es sein, dass die Leistungsträger (Schwegler, Meier, Köhler) verletzungsfrei bleiben. Zudem wird sich zeigen, ob das neue Spielsystem greift. Am Ende wird die Eintracht trotzdem im sicheren Mittelfeld auf einem der Plätze 10 bis 13 landen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Nur heute und nur für die 1.000 schnellsten Besteller

tolino page eBook-Reader zum Schnäppchenpreis von nur 49.- € statt 69.- € bei Weltbild.de. Shopping

Shopping
iPhone 7 32 GB im Tarif MagentaMobil L mit Handy

Nur 99,95 €¹. Nur online: 24 Monate 10 % sparen! bei der Telekom Shopping

Vernetzung
Christmas Shopping: Jetzt 15,- € Gutschein sichern!

Nur bis zum 14.12.16. Erfahren Sie mehr zur Aktion auf MADELEINE.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal