Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Olympia 2012 - Tennis: Andy Murray holt Gold gegen Roger Federer

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Entfesselter Murray holt Olympia-Gold gegen Federer

06.08.2012, 11:24 Uhr | dpa

Olympia 2012 - Tennis: Andy Murray holt Gold gegen Roger Federer. Andy Murray schlägt nach seinem Sieg über Roger Federer die Hände vors Gesicht.

Andy Murray schlägt nach seinem Sieg über Roger Federer die Hände vors Gesicht. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Andy Murray schlug die Hände vors Gesicht und sank überwältigt auf die Knie. Danach rannte der 24 Jahre alte Tennis-Profi auf die Tribüne und umarmte seine Freundin, während Roger Federer geschlagen und gedemütigt den Centre Court von Wimbledon verließ.

Mit dem Einzel-Olympiasieg in London ist der Schotte Murray endgültig in den Herzen aller Briten angekommen. Murray deklassierte am Sonntag im Endspiel den Schweizer Weltranglisten-Ersten mit 6:2, 6:1, 6:4 und feierte damit den ersten großen Titel seiner Karriere. Zugleich nahm er Revanche für die Niederlage im Wimbledon-Endspiel vier Wochen zuvor. Nach gerade einmal 1:56 Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball mit einem Ass. "Unglaublich! Ich habe ein paar schwere Niederlagen kassiert in meiner Karriere. Das war der beste Weg, nach Wimbledon zurückzukommen", sagte Murray nach der besten Leistung seines Lebens.

Federer muss dagegen weiter auf sein erstes Einzel-Gold bei Olympia warten. Vor vier Jahren hatte der Eidgenosse in Peking zusammen mit seinem Landsmann Stanislas Wawrinka den olympischen Wettbewerb im Doppel gewonnen. "Es ist schade, aber es war trotzdem ein großer Tag für mich. Vielleicht war ich emotional erschöpft. Er war besser, viel besser als ich, aber ich bin mit Silber zufrieden", sagte Federer. Die Niederlage erinnerte an das French-Open-Finale 2008.

Olympia 2012 
Alle Entscheidungen live!

Mit dem Live-Ticker zu Olympia 2012 verpassen Sie keine Medaille! mehr

Damals war Federer gegen den in London verletzt fehlenden Peking-Olympiasieger Rafael Nadal genauso chancenlos.Bronze ging an Juan Martin del Potro. Der Argentinier gewann am Sonntag 7:5, 6:4 gegen den Serben Novak Djokovic. Im Halbfinale hatte der 23 Jahre alte US-Open-Champion von 2009 in einer hochdramatischen Partie über mehr als vier Stunden in drei Sätzen gegen Federer verloren. Djokovic hatte sich Murray geschlagen geben müssen und verpasste am Ende eine weitere Medaille nach Bronze 2008 in Peking.

Im herbeigesehnten Traumfinale von London spielte sich Murray schnell in einen Rausch. Wie entfesselt trumpfte der 25-Jährige auf und ließ Federer mit Tennis der Extraklasse nicht den Hauch einer Chance. Angetrieben von 15 000 enthusiastischen Zuschauern auf dem berühmtesten Centre Court der Welt musste der Schotte zunächst eine Schrecksekunde überstehen. Gleich im ersten Spiel kam Federer zu zwei Breakchancen, die Murray aber abwehren konnte.

Danach war der viermalige Grand-Slam-Finalist nicht mehr aufzuhalten. Zum 4:2 nahm er Federer zum ersten Mal das Service ab und versetzte die Briten auf den Rängen in Ekstase - "Andy, Andy"-Sprechchöre hallten über die Anlage.

Als Murray nach 37 Minuten mit dem ersten Satzball den ersten Durchgang mit 6:2 für sich entschied, ging es im "Wohnzimmer" des All England Lawn Tennis Club zu wie in einem Fußball-Stadion. Mit ohrenbetäubendem Jubel feierten die Fans Murrays ersten Schritt zum Olympiasieg, sogar die La-Ola-Welle schwappte durch das Rund. Dort, wo sonst während des Grand-Slam-Turniers stets Ordnung und bedächtige Ruhe herrschen, regierte nun der Wahnsinn.

Federer wirkte einen Monat nach seinem siebten Wimbledon-Triumph sichtlich beeindruckt. Den nächsten Tiefschlag versetzte Murray dem Branchenprimus im dritten Spiel des zweiten Satzes. Nachdem ihm erneut ein schnelles Break gelungen war, wehrte er sechs Breakbälle von Federer ab und ging mit 3:0 in Führung.

Damit war der Widerstand des Schweizers gebrochen. Murray trieb den 17-fachen Grand-Slam-Turnier-Sieger mit seinen druckvollen Grundlinienschlägen nun nach Belieben über den Court. Mit 6:1 entschied er den zweiten Durchgang für sich. Als ihm auch im dritten Satz zum 3:2 das Break gelang, war das mit so viel Spannung erwartete olympische Finale endgültig entschieden. Fortan wurde jeder Punkt des Briten frenetisch bejubelt. "Es gibt nur einen Andy Murray", sangen die Fans und trieben Murray damit zum Olympia-Gold.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal