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Olympia 2012: Usain Bolt feiert sich und Müller-Wohlfahrt

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Bolt feiert sich und Müller-Wohlfahrt

06.08.2012, 12:34 Uhr | t-online.de

Olympia 2012: Usain Bolt feiert sich und Müller-Wohlfahrt. Usain Bolt weiß, wem er Gold zu verdanken hat. (Quelle: dpa)

Usain Bolt weiß, wem er Gold zu verdanken hat. (Quelle: dpa)

Aus London berichtet Julian Moering

Bühne frei für den Superstar der Leichtathletik! Usain Bolt lädt zur Party und 80.000 feiern mit. Mit einer Zeit von 9,63 Sekunden über 100 Meter pulverisierte der schnellste Mensch des Planeten im Finale seinen eigenen olympischen Rekord von zuvor 9,69 und brachte damit am "Supersonic-Sunday" das Londoner Olympiastadion zum Kochen. Im Freudentaumel widmete er die Goldmedaille sogar Nationalmannschafts- und FC-Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. (Alle Entscheidungen und Ergebnisse finden Sie im t-online.de-Live-Ticker)

Usain Bolt: auf dem schnell- sten Weg zur Legende

Der Jamaikaner dominiert über 100 Meter die Konkurrenz und holt Gold.

Sprint-Star dominiert über 100 Meter die Konkurrenz und holt Gold.


Denn vor seinem Triumph in London hatte Bolt mit anhaltenden Rückenproblemen zu kämpfen, die sich der Weltrekordhalter (9,58 Sekunden) in München erfolgreich behandeln ließ. Ein ganz besonderes Dankeschön ging deshalb nach Deutschland: "Er ist der beste Arzt der Welt. Ein Stück dieser Medaille geht auch nach Deutschland", jubelte das Sprint-Ass und grüßte auch noch das ganze Ärzte-Team. "Ich liebe euch."

Sich selbst applaudiert

Die Bolt-Show nach dem Giganten-Finale war wieder einmal reif fürs Theater. Mit Tanzeinlagen, Rolle vorwärts, Superman-Posen und einem ausgiebigen Bad in der Menge feierte die jamaikanische Frohnatur sich und sein viertes olympisches Gold. Und die Masse feierte ihn wie einen Popstar. Höhepunkt: Der 25-jährige Sprinter applaudierte sich selbst bei einer Wiederholung des Zieleinlaufs auf der Videowand. Dieser Mann ist mit sich im Reinen.

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Und Bolt hat auch allen Grund dazu. Schließlich hat er seinen Landsmann und ärgsten Konkurrenten Yohan Blake, der ihn noch vor einem Monat über 100 und 200 Meter geschlagen hatte ("Das hat mir die Augen geöffnet"), auf den zweiten Platz verwiesen. Und das, obwohl Blake mit 9,75 Sekunden eine persönliche Bestzeit ablieferte.

"Ich bin da, wenn es darauf ankommt"

Bolt ist damit auf dem besten Weg zur Legende, die er unbedingt werden will. Schon jetzt steht er auf einer Stufe mit Sprintlegende Jesse Owens (USA), der 1936 in Berlin vier Goldmedaillen gewann. Und die Spiele sind für Bolt ja noch nicht vorbei. Wie schon 2008 will er auch auf seiner Lieblingsstrecke über 200 Meter und mit der 4x100-Meter-Staffel triumphieren. Dann wäre er der der erfolgreichste Olympia-Sprinter aller Zeiten. "Ich bin da, wenn es darauf ankommt", sagte Bolt nach seinem ersten Coup in London.

Das 100-Meter-Finale von London hat ganz nebenbei auch noch Geschichte geschrieben. Schon der Einlauf der Athleten erinnerte durch seine dramatische Inszenierung stark an den Einmarsch der Gladiatoren im alten Rom, das ausverkaufte Olympiastadion war das moderne Kolosseum. Und die Zuschauer bekamen ihr Spektakel: Sieben der acht Läufer blieben unter zehn Sekunden, das gab es noch nie.

Gatlin in der Kritik

Einzig die Bronzemedaille von Justin Gatlin wirft einen kleinen Schatten auf den strahlenden Höhepunkt der Leichathletik-Wettbewerbe. Der US-Sprinter wurde bereits mehrfach des Dopings überführt und 2006 für vier Jahre gesperrt. Nachdem der Internationalen Sportgerichtshof CAS den lebenslangen Olympia-Bann für überführte Sportler wieder aufgehoben hatte, durfte auch Gatlin in London starten.

Eine Entscheidung, die Deutschland bester Sprinter Tobias Unger, der in London mit der 4x100-Meter-Staffel startet, nicht nachvollziehen kann. "Ich finde die Regelung unglücklich, dass man Leute nach einem Dopingvergehen wieder bei Olympischen Spielen laufen lässt", sagte der 33-Jährige der "Südwest-Presse". "Gerade bei Olympia geht es immer auch um Fairplay und Vorbildfunktion."

Deutsche nur Zaungast

Doch davon ließ sich im weiten Rund niemand die Stimmung verderben. Die heimischen Zuschauer feierten sich, die Spiele und ihre zuvor geehrten Olympiasieger Greg Rutherford (Weitsprung) und Mohamed Farah (10.000 Meter), und die zahlreichen jamaikanischen Fans feierten ihren Bolt. Deutsche Athleten trugen unterdessen nicht zum Gelingen des Abends bei. Einziger Partygast war Carsten Schlangen, der die Feier nach seinem deutlichen Aus im Halbfinale über 1500 Meter schon verlassen hatte, bevor es überhaupt richtig losging.

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