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Ringer Stäbler wie Weller? - Unfall veränderte Leben

06.08.2012, 12:36 Uhr | dpa

Ringer Stäbler wie Weller? - Unfall veränderte Leben. In London ruhen beim deutschen Ringer-Team die Hoffnungen auf Frank Stäbler.

In London ruhen beim deutschen Ringer-Team die Hoffnungen auf Frank Stäbler. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Den Tag, der sein Leben veränderte, wird Frank Stäbler nie vergessen. Im Sommer 2010 fährt der Ringer mit seiner Freundin im Wagen eines Freundes mit, als dieser bei Tempo 120 einen Kreislaufkollaps erleidet.

Mitten auf der Autobahn A45 bei Olpe kracht das Auto in die Leitplanke und überschlägt sich mehrmals. Doch der Griechisch-Römisch-Spezialist hat Glück: Er kommt mit einer angebrochenen Hüfte davon, die anderen mit dem Schrecken. Dieser Tag veränderte plötzlich alles im Leben des jungen Mannes. Es war der Wendepunkt. "Seit diesem Tag denke ich ganz anders. Ich habe noch eine zweite Chance bekommen, die möchte ich nutzen", sagt der 23 Jahre alte Stäbler.

Seither ist er in seinem Sport richtig durchgestartet. Gut ein Jahr nach dem Horrorunfall löste er als WM-Fünfter als erster Aktiver des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) das Olympia-Ticket für London. Im März dieses Jahres kehrte er von der Europameisterschaft in Belgrad überraschend mit dem Titel zurück. Der 66-Kilo-Mann gilt plötzlich als Mitfavorit bei Olympia.

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Am Dienstag betritt Stäbler in der ExCel-Arena erstmals die olympische Matte. "Bei Olympia ist alles möglich", meint der Ringer aus Musberg, der sechs bis sieben Kilogramm Gewicht machen musste. Selbst ein Wasser gönnte er sich in den letzten zwei Tagen nicht.

Einen ähnlichen Steilflug wie Stäbler - sogar mit olympischem Happy-End - legte einst auch Ronny Weller hin. Am 22. Dezember 1989 schien seine Karriere als Gewichtheber plötzlich beendet zu sein. In der Nähe von Frankfurt an der Oder verunglückte er auf regennasser Fahrbahn mit seiner damaligen Freundin im elterlichen Auto, als er bei einem Überholmanöver die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und gegen einen Baum prallte.

Seine Freundin verstarb noch am Unfallort. Weller selbst erlitt lebensgefährliche Verletzungen und lag mit mehreren Knochenbrüchen eine Woche im Koma. Dass er diesen Unfall überlebte, grenzte laut der behandelnden Ärzte an ein Wunder. Rund 15 Monate nach diesem Trauma stieg Weller wieder ins Training ein. 1991 gewann er bei den Weltmeisterschaften im Reißen, Stoßen sowie im Zweikampf jeweils die Silbermedaille. Ein Jahr später bei den Olympischen Spielen in Barcelona feierte Weller mit dem Olympiasieg seinen größten Erfolg. Diesen Traum verfolgt nun auch Stäbler.

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