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Olympia: Witwe von Attentat-Opfer greift Rogge verbal an

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Israelische Witwe attackiert Rogge

07.08.2012, 12:01 Uhr | dpa

Olympia: Witwe von Attentat-Opfer greift Rogge verbal an. Kritische Worte: Ankie Spitzer griff das IOC scharf an. (Quelle: dpa)

Kritische Worte: Ankie Spitzer griff das IOC scharf an. (Quelle: dpa)

In die Trauer mischten sich auch kritische Worte. Witwen der Opfer des Olympia-Attentats von München 1972 haben schwere Vorwürfe gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC) und dessen Präsidenten Jacques Rogge gerichtet. 110.000 Menschen, darunter US-Präsident Barack Obama hätten eine Petition unterzeichnet und eine Gedenkminute für die elf israelischen Opfer vom 4. September 1972 während der Eröffnungsfeier von London 2012 gefordert - sie blieb aus.

"Nur das IOC bleibt blind und taub", sagte daher Ankie Spitzer, die Witwe des damals umgekommenen Fechttrainers André Spitzer.

"Sie diskriminieren Sie"

"Schande über Dich, IOC", rief Spitzer vor 700 Gästen, darunter Bundesaußenminister Guido Westerwelle, bei der offiziellen Gedenkveranstaltung des Jüdischen Komitees für die Spiele in London und des israelischen Nationalen Olympischen Komitees. "Sie haben die elf Mitglieder der olympischen Spiele im Stich gelassen. Sie diskriminieren Sie, nur weil sie Israelis und Juden sind", sagte die Witwe in Anwesenheit von Rogge.

Der IOC-Präsident selbst hatte zuvor die Ehre der damals umgekommenen Sportler hochgehalten. "Wir schulden es ihnen, dass wir ihren Geist aufrechterhalten", sagte Rogge, bevor er die elf Namen verlas. Bei dem Attentat 1972 bei den Spielen in München waren elf Mitglieder des israelischen Teams sowie ein deutscher Polizist ums Leben gekommen.

Internationale Unterstützung

Um das Gedenken an die Toten von München hatte es bereits im Vorfeld der Spiele von London heftige Diskussionen gegeben. Die israelische Seite wollte eine Gedenkminute für die Terroropfer während der Eröffnungsfeier durchsetzen und holte sich internationale Unterstützung, unter anderem vom Deutschen Bundestag und anderen Parlamenten in aller Welt. Das IOC lehnte dies kategorisch ab.

"Deutschland blickt zurück in Trauer", sagte Westerwelle bei der Veranstaltung. "Wir können die Toten nicht ins Leben zurückholen", betonte er. "Aber es ist unsere Pflicht, ihr Andenken in Ehren zu halten."

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