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Olympia: Robert Harting holt Diskus-Gold

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Robert Harting holt Diskus-Gold - Nguyen jubelt über Silber

07.08.2012, 21:55 Uhr | dpa, sid

Olympia: Robert Harting holt Diskus-Gold. Robert Harting freut sich ausgelassen über seine Goldmedaille im Diskuswerfen. (Quelle: Reuters)

Robert Harting freut sich ausgelassen über seine Goldmedaille im Diskuswerfen. (Quelle: Reuters und dpa/Reuters)

Eine Gold- und vier Silbermedaillen für Deutschland am elften Wettkampftag bei Olympia: Diskuswerfer Robert Harting krönte mit seinem Sieg einen erfolgreichen Tag der deutschen Athleten. Die Turner Fabian Hambüchen am Reck und Marcel Nguyen am Barren, die Dressur-Mannschaft sowie Bahnradsportler Maximilian Levy landeten jeweils auf dem zweiten Platz. Alle Entscheidungen und Ergebnisse finden Sie im t-online.de-Live-Ticker

Harting ist der erste deutsche Leichtathletik-Olympiasieger seit 2000. Der 27 Jahre alte Weltmeister gewann mit 68,27 Metern vor dem Iraner Ehsan Hadadi, der neun Zentimeter kürzer warf. Bronze holte Peking-Olympiasieger Gerd Kanter aus Estland mit 68,03 Metern. Harting setzte sich im fünften Versuch an die Spitze und verdrängte den bis dahin führenden WM-Dritten Hadadi. Martin Wierig kam bei seinem Olympia-Debüt mit 65,85 Metern auf den sechsten Platz.

Hambüchen nutzt letzte Medaillenchance in London

Hambüchen gewann vier Jahre nach Bronze in Peking nun Olympiasilber am Reck. Mit 16,400 Punkten musste sich der Ex-Weltmeister in einer hochklassigen Konkurrenz nur dem Niederländer Epke Zonderland beugen, der für seine Übung die Rekordmarke von 16,533 Punkten erhielt. Bronze ging an Peking-Olympiasieger Zou Kai aus China.

Mit ganz individueller Vorbereitung hatte der 24-Jährige nach langer Pause wegen einer Achillessehnen-Operation sich konsequent auf diesen Tag konzentriert. Nun nutzte er nervenstark seine letzte Medaillenchance bei diesen Spielen. "Es war ein hammerhartes Finale. Ich bin froh, durchgekommen zu sein. Ich bin einfach überwältigt und wunschlos glücklich", sagte Hambüchen. Sportlich fair gratulierte er dem Sieger: "Zonderland hat verdient gewonnen."

Nach 24 Jahren wieder deutsche Medaille am Barren

Nguyen musste sich sechs Tage nach seiner Silbermedaille im Mehrkampf nur dem Chinesen Feng Zhe geschlagen geben. Es war die erste deutsche Olympia-Medaille seit 24 Jahren an diesem Gerät. Als letzter deutscher Turner hatte der Leipziger Sven Tippelt 1988 in Seoul mit Bronze eine Medaille am Barren geholt.

Olympia 2012 - Videos 
Robert Harting gewinnt Diskus-Gold

Der Berliner siegt im fünften Versuch mit 68,27 Metern. Video

Nguyen zeigte eine schwierige Übung für die er 15,800 Punkte bekam. Feng kam auf 15,966 Punkte. Bronze ging diesmal an den Franzosen Hamilton Sabot mit 15,566 Zählern. Weltmeister Danell Leyva aus den USA hatte die Qualifikation für das Finale verpasst.

Nguyen: "Es ist einfach unfassbar"

"Es ist unglaublich, dass es so gelaufen ist. Ich wollte vor den Spielen eine Medaille, egal wie. Dass es nun zweimal Silber ist, ist einfach unfassbar", sagte der 24-Jährige. Neben Silber verdiente er sich auch noch eine Flasche Champagner durch eine gewonnene Wette mit seinem Trainer Waleri Belenki, der das edle Getränk als "kleine Motivationshilfe" für eine Medaille ausgelobt hatte.

Der Tsukahara-Abgang, den derzeit kein anderer Turner der Welt beherrscht, war der Höhepunkt von Nguyens spektakulärer und dynamischer Übung. Unmittelbar vor dem zweifachen Barren-Europameister war Top-Favorit Feng Zhe an die Holme gegangen und glänzte mit einem noch um 0,2 Punkte höheren Ausgangswert von 7,0.

Silber nach achtmal Gold

Unterdessen ist die längste Siegesserie des olympischen Sports beendet. Nach achtmal Gold bei acht Starts hintereinander gewann das deutsche Dressur-Team die Silbermedaille. Der Sieg ging an die britische Mannschaft, welche die erste olympische Dressur-Medaille überhaupt für das Königreich holte. Für die deutsche Dressur war es die insgesamt 39. Medaille bei Olympia.

Die deutsche Equipe war in London mit drei Neulingen angetreten: Dorothee Schneider mit Diva Royal, Kristina Sprehe mit Desperados und Helen Langehanenberg mit Damon Hill. Zuletzt hatte es für Deutschland 1972 in München kein Gold gegeben, sondern Silber hinter dem Team der damaligen UdSSR. "Ich bin super happy. Es war kaum zu erwarten, was die Mädels hier abgeliefert haben. Mehr war nicht drin, das Ergebnis ist in Ordnung, die Briten sind fantastisch geritten", sagte Bundestrainer Jonny Hilberath.

Hoy zu stark für Levy

Im Sechser-Finale des Keirin im Londoner Velodrom unterlag Levy lediglich dem britischen Titelverteidiger Chris Hoy, der sein insgesamt sechstes Gold bei Olympischen Spielen holte. Im Endlauf verhielt Levy sich dann ähnlich geschickt wie bei der WM im April in Melbourne, als ihm Hoy nur um Millimeter den Titel wegnahm. Bronze ging an Simon van Velthooven aus Neuseeland und den Niederländer Teun Mulder.

Levy hatte fünf Tage zuvor im Teamsprint bereits Bronze gewonnen. Die bislang letzte deutsche Medaille im Keirin hatte Jens Fiedler 2000 als Bronze-Gewinner von Sydney geholt.

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