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Maximilian Levy: Bahnfahrer holt zum Rundumschlag gegen BDR aus

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Levy: "Erfolge werden nicht gewürdigt"

08.08.2012, 13:42 Uhr | dpa, sid

"Im ganzen Sportsystem muss sich etwas ändern"

Fabian Hambüchen und Maximilian Levy üben scharfe Kritik am deutschen Sport.

Hambüchen und Levy üben Kritik am deutschen Sport.


Bahnradsprinter Maximilian Levy hat die Olympischen Spiele in London zu einem Rundumschlag gegen den Bund Deutscher Radfahrer (BDR), die Sportförderung in Deutschland und die Medien genutzt. Nach seinem Silberrennen im Keirin kritisierte der 25-Jährige zunächst BDR-Präsident Rudolf Scharping: "Da hätte ich mehr Feedback erwartet, auch nur kleine Dinge. Zum Beispiel eine Gratulation. Die hat es bislang nicht gegeben."

Derweil reagierte der BDR mit Unverständnis auf die Kritik. "Große Hektik nach der Siegerehrung" sei mit dafür verantwortlich gewesen, dass die Glückwünsche Levy nach dessen Silber-Sprint gegen Sir Chris Hoy im Velodrom nicht erreicht hätten. Scharping hätte nach dem Wettkampf mit Sportdirektor Patrick Moster telefoniert und Glückwünsche an die Athleten ausgerichtet. Danach hätte der ehemalige Verteidigungsminister eine sms an Bundestrainer Detlef Uibel geschickt, hieß es in einer Pressemitteilung des Verbandes.

Förderung viel zu knapp bemessen

Levy, der bereits im Teamsprint Bronze gewonnen hatte, ärgert sich zudem über den strukturellen Nachteil der deutschen Bahnradsportler im Vergleich zur Top-Nation Großbritannien. "Von der Förderung sind wir hoffnungslos unterlegen. Wir schaffen es nur über unsere deutsche Disziplin dranzubleiben", sagte er und fügte an: "Wir Bahnradsportler sind es gewohnt, dass wir vielleicht mal bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen kurz im Fokus stehen. Erfolge werden nicht entsprechend gewürdigt."

Olympia 2012 - Videos 
Bahnrad: Levy gewinnt Silber im Keirin

25-Jähriger unterliegt lediglich dem Briten Chris Hoy. Video

Levy spielte damit auf die gute Medaillenausbeute der Bahnradfahrer in London an. Der BDR übertraf sein schlechtes Abschneiden von Peking mit je einmal Silber und Bronze. Diesmal standen eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille zu Buche. Den Olympiasieg am ersten Tag hatten Miriam Welte und Kristina Vogel perfekt gemacht.

"Hinter dem Fußball purzelt doch alles herunter"

Im ganzen deutschen Sportsystem müsse sich etwas grundlegend ändern, erklärte Levy weiter, der damit seinem Bundestrainer Detlef Uibel zur Seite sprang: "Die Frage ist doch: Will die Gesellschaft sportlichen Erfolg - oder will die Gesellschaft nur Fußball und Formel 1 gucken?", sagte der Sprinter.

Der Cottbuser nahm dabei auch die Medien ins Visier. "Bei uns ist Bahnradsport nicht bekannt. Wenn ich nach Hause komme, muss ich den Leuten erklären, was Keirin ist", sagte Levy: "Hinter dem Fußball purzelt doch alles andere herunter. Wir sind diejenigen, die hart arbeiten. Die Fußballer haben genug Zeit, hier und da für einen Skandal zu sorgen."

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