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Olympia 2012: Ärger bei deutschen Hockey-Damen

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Haase stänkert zum Abschied gegen den Bundestrainer

08.08.2012, 22:41 Uhr | sid

Olympia 2012: Ärger bei deutschen Hockey-Damen. Mandy Haase, Nina Hasselmann und Maike Stöckel hatten sich vom olympischen Hockey-Turnier mehr versprochen. (Quelle: dpa)

Mandy Haase und Nina Hasselmann hatten sich vom olympischen Hockey-Turnier mehr versprochen. (Quelle: dpa)

Mandy Haase hatte Tränen der Wut in den Augen, als sie nach ihrem letzten Hockey-Länderspiel mit Bundestrainer Michael Behrmann abrechnete. "Es macht mich wütend, dass wir in London nicht mit der besten Mannschaft angetreten sind. Das ist ärgerlich, weil hier so viel drin war", sagte Haase nach dem 4:1 (2:1) gegen Südkorea im Spiel um Platz sieben bei Olympia frustriert. Alle Entscheidungen und Ergebnisse finden Sie im t-online.de-Live-Ticker

Haases Vorwurf wiegt schwer und überschattet nicht nur ihren Abschied, sondern auch den von Natascha Keller und Fanny Rinne. Die letzten Golden Girls von Athen 2004 traten unter Donnergrollen ab. "Es haben sich Hamburger Trainer für Hamburger Spielerinnen entschieden", sagte die Mannheimerin Haase mit Blick auf den Hamburger Behrmann und behauptete, "verschiedene Spielerinnen" hätten das Thema angesprochen.

Jüngere Schwester nicht nominiert

Haase steht allerdings unter Verdacht, nicht streng objektiv zu argumentieren. Die 30-Jährige hätte vor allem ihre vier Jahre jüngere Schwester Lydia gerne im Team gesehen, die von Behrmann nicht berücksichtigt worden war. Der Bundestrainer nahm von Haases Kritik nichts an.

"Das ist ihre persönliche Meinung. Ich habe eine andere. Ich kann nur sagen, dass wir im Trainerteam immer lang und breit überlegt haben, welches die beste Mischung ist", sagte er und behauptete zudem, dass "mir gegenüber das Thema auch nicht angesprochen" worden sei.

Sportdirektor verteidigt Bundestrainer

Heino Knuf, Sportdirektor des Deutschen Hockey-Bundes (DHB), hatte zwar Verständnis für Haases Enttäuschung, stärkte aber dennoch dem Trainer den Rücken. "Jeder kann seine eigene Meinung haben, aber ich bin überzeugt, dass Michi Behrmann und sein Stab nach Leistung nominiert haben." Der Trainer habe viel mit ihm abgesprochen. "Und er hat ja auch Spielerinnen aus Hamburg zu Hause gelassen, wie beispielsweise Eileen Hoffmann", sagte Knuf.

Auch DHB-Präsident Stephan Abel wollte sich auf keine Diskussion einlassen. "Die Trainer haben die Aufgabe, die Mannschaften zu führen, da sie den direkten Einfluss nehmen können. Sie können am besten entscheiden", sagte er. Zur Zukunft von Behrmann wollte Knuf sich noch nicht festlegen. "Wir werden die Analyse nach Olympia abwarten. Im September oder Oktober sollte Klarheit sein. Jeder Monat, den wir verlieren, wäre schade", sagte der DHB-Präsident.

Keller im letzten Spiel ohne Tor

Natascha Keller wollte derweil ihre Karriere in der Nationalmannschaft und die Spiele in London, die für sie als Fahnenträgerin so emotional begonnen hatten, harmonisch beschließen. "Mit einem 4:1 hört man doch gerne auf - wenn man vergisst, dass es um Platz sieben ging, war das ein schönes Spiel", sagte sie nach ihrem 425. Länderspiel. Ihr 210. Tor blieb ihr aber verwehrt.

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Auch Fanny Rinne, die zum Abschied wenigstens noch eine Strafecke verwandelte (55.), hatte "gemischte Gefühle. Insgesamt hatten wir uns das Turnier anders vorgestellt. Aber es ist schön, dass wir mit einem Sieg und einer guten Leistung aufgehört haben." Sie alle sollen noch einmal in den Genuss einer besonderen Ehrung kommen. "Dieses Spiel hier war nicht das, was solche Spielerinnen verdienen", sagte Abel: "Das soll in anderem Rahmen passieren."

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