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Teamcheck FSV Mainz 05: Mit Kontinuität in die Top Ten

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Mainz 05: Mit Kontinuität in die Top Ten

09.08.2012, 11:12 Uhr | t-online.de

Teamcheck FSV Mainz 05: Mit Kontinuität in die Top Ten. Die Mainzer hoffen auf eine erfolgreichere Saison. (Quelle: imago)

Die Mainzer hoffen auf eine erfolgreichere Saison. (Quelle: imago)

Von Christian Lüttecke

Nach einer schwachen Saison will der FSV Mainz 05 wieder angreifen. Erklärtes Ziel des selbsternannten Karnevalsvereins ist zwar wie jede Saison der Klassenerhalt. Doch eine Spielzeit wie im letzten Jahr, als der FSV aufgrund wichtiger personeller Abgänge, etlicher Neuzugänge und fehlender Ergebnisse in den Abstiegsstrudel geriet, will man in Mainz nicht mehr erleben. Denn einen Umbruch gibt es diesmal nicht. "Weiterentwicklung. Das ist das Thema in diesem Jahr", gibt Trainer Thomas Tuchel das Motto für die kommende Saison aus. Und: Verlässlich berechenbar unberechenbar bleiben.

1. Personelle Situation

Der Star ist die Mannschaft. Und jedem Gegner das Spiel so unangenehm wie möglich machen zu wollen – das sind die Anforderungen, die Tuchel an sein Personal stellt. Und die kennen seine Spieler. Alle Leistungsträger sind geblieben - Tuchel setzt auf Kontinuität und auf eine eingespielte Mannschaft. "Die Abläufe sind total verinnerlicht. Wir hätten auch in Mainz bleiben können", sagte Tuchel im Trainingslager in Bad Tatzmannsdorf in Österreich. Lediglich zwei Neue galt es, in das bestehende Kollektiv zu integrieren: Von Legia Warschau kam der Costa Ricaner Junior Diaz für die linke Abwehrseite, von Union Berlin holte Manager Christian Heidel Wunschspieler Chinedu Ede für die Offensive. Vom FC St. Pauli kam der ausgeliehene Petar Sliskovic zurück an den Bruchweg.

Dem stehen sieben Abgänge gegenüber, darunter Sami Allagui (Hertha BSC), Malik Fathi (Kayserispor/Türkei), Zoltan Stieber (Greuther Fürth) und Fabian Schönheim (Union Berlin). Der Vertrag mit Mohamed Zidan wurde nicht verlängert. Der Ägypter kickt jetzt in der Wüste.

Dass die Mainzer von ihrem Personal überzeugt sind, beweist, dass Heidel von einer Verpflichtung des damaligen Mainzer Publikumslieblings Andrej Voronin absah. Die Verpflichtung wäre ein falsches Zeichen gewesen. "Wir bauen hier gerade eine junge Mannschaft mit Perspektive auf. Andreij zu holen, wäre der falsche Weg gewesen", so Heidel zur "Mainzer Allgemeinen Zeitung". Das zeugt von Selbstbewusstsein. 

2.  Stärken und Schwächen

Einige Experten und Fans hatten Mainz 05 bereits in der vergangenen Saison die Bundesligatauglichkeit abgesprochen. Doch das Team hat sich letzten Endes souverän in Deutschlands Eliteklasse gehalten. Wenngleich in einigen Mannschaftsteilen immer noch Optimierungsbedarf herrscht. So waren zum Beispiel etliche vermeidbare Fehler in der Abwehr der Grund für unnötige Niederlagen in der abgelaufenen Spielzeit. Und das, obwohl mit Kapitän Nikolce Noveski ein absoluter Routinier die Mainzer Defensive dirigiert. Mit Niko Bungert und Jan Kirchhoff stehen ihm zwei ebenbürtige Innenverteidiger zur Seite. Ob sich Neuzugang Diaz auf der linken Abwehrseite etablieren kann, bleibt abzuwarten. Tuchel hat aber einige Allrounder im Kader, die diesen Part übernehmen können.

Im defensiven wie auch im offensiven Mittelfeld ist der FSV stark besetzt. Tuchels Lieblingsspieler Kirchhoff, der sich auch auf der "Sechs" sehr wohl fühlt und den der Trainer am liebsten in jedem Spiel auf dem Platz haben möchte, Elkin Soto und EM-Teilnehmer Eugen Polanski sind feste Größen in den Personalplanungen, ebenso wie Eric-Maxim Choupo-Moting, Andreas Ivanschitz oder Nikolai Müller im offensiven Bereich. Hinzu kommt Ede, der in den Vorbereitungsspielen einen guten EIndruck hinterließ.  

Allerdings fehlt den Rheinhessen ein Knipser. Im Sturm ist Adam Szalai bislang der Alleinunterhalter, nach dem Abgang von Allagui ruhen die Hoffnungen auf Anthony Ujah, der nach seiner katastrophalen Premierensaison in der Vorbereitung zwar gute Ansätze zeigte, laut Tuchel aber "nie ein Systemspieler" werden wird. Umso erstaunlicher, dass die Mainzer bei Voronin absagten.  

3. Der Trainer 

Als vor rund drei Jahren die Mainzer ihren Aufstiegstrainer Jörn Andersen entließen und den bisherigen A-Jugend-Meistercoach Tuchel zum Cheftrainer beförderten, rieben sich die Fachleute die Augen. Doch der Erfolg gab den Mainzern Recht. Als jüngster Trainer der Bundesligageschichte führte der Novize die Mainzer zu ihrem bislang besten Abschneiden in der ersten Liga.

Mittlerweile hat sich Tuchel in der Bundesliga etabliert. Nach eigenen Aussagen beschäftigt sich der Fußball-Lehrer mit dem Matchplan 90 Prozent am Tag mit Fußball. Wie kann er Spieler besser und dem nächsten Gegner das Leben so schwer wie möglich machen und welche Trainingsinhalte stehen auf der Agenda – darum drehen sich seine Gedanken. Und er agiert mit aller Konsequenz: Wer nicht mitzieht, hat es nicht leicht. Auch wenn er dabei unpopuläre Maßnahmen treffen muss.

"Thomas ist der zweite Trainer nach Jürgen Klopp, der Mainz 05 nicht als kurzfristiges Projekt sieht", ist Heidel voll des Lobes. Und Tuchel bestätigt diese Ansicht: "Es macht immer noch sehr viel Spaß. Dünneres Haar und grauer Bart – das ist das einzige, was sich verändert hat. Es ist der beste Beruf, den ich mir aktuell vorstellen kann", so Tuchel zur "Bild".

4. Die Prognose

Das Vorhaben, den Kader kaum zu verändern, wird von Einigen als sehr mutig empfunden. Denn bereits in der Vorsaison kamen immer wieder Zweifel an der Bundesligatauglichkeit von Tuchels Mannschaft auf. Doch es wird sich zeigen, welches Potenzial in diesem eingespielten und verschworenen Haufen steckt – und ob die angestrebte Weiterentwicklung stattgefunden und den gewünschten Qualitätszuwachs gebracht hat. Sollten in Zukunft die Spiele, die zuletzt noch knapp verloren gingen, gewonnen werden, dann ist einiges drin für den Karnevalsverein. Weit mehr noch als der angestrebte Klassenerhalt. Vielleicht sogar wieder die Europa League.

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