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Langehanenberg verpasst in Dressur hauchdünn Medaille

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Langehanenberg im Pech - Dressur-Gold-Serie beendet

09.08.2012, 19:15 Uhr | dpa

Langehanenberg verpasst in Dressur hauchdünn Medaille. Helen Langehanenberg und Damon Hill verpassen die Medaille.

Helen Langehanenberg und Damon Hill verpassen die Medaille. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Die gerissene Goldserie interessierte die deutschen Dressurreiter nicht im entferntesten. Nach kurzem Ärger über ihre hauchdünn verpasste Bronzemedaille strahlte Olympia-Debütantin Helen Langehanenberg zum Ausklang ihres London-Abenteuers schon wieder.

"Erst habe ich gedacht, das kann nicht wahr sein, aber ich bin eigentlich überhaupt nicht unzufrieden. Ich bin super happy und super stolz", erklärte sie. "Wenn mir vorher einer gesagt hätte, dass ich Mannschaftssilber hole und so knapp an Bronze liege, dann hätte ich ihn abgeknutscht." Mickrige 0,036 Prozentpunkte fehlten ihr und ihrem Pferd Damon Hill in der Kür zu Platz drei.

Doch auch mit Bronze zum Abschluss der Reit-Wettbewerbe im Greenwich Park stand das Ende Erfolgsserie fest: Erstmals seit 48 Jahren gab es keinen deutschen Olympiasieg im Dressur-Viereck.

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Vorwürfe von Helen Langehanenberg gegen die Wertungsrichter gab es Stunden nach dem knappen Urteil nicht. Zusammen mit ihrem Mann Sebastian und Cheftrainer Jonny Hilberath feierte die Reiterin aus Havixbeck im Freizeit-Outfit ihre gelungene Olympia-Premiere. "Wenn man so knapp vorbeirauscht, dann muss man erst mal durchatmen", sagte Hilberath, der nach dem unerwarteten Tod seines Freundes Holger Schmezer erst im April den Bundestrainer-Job übernommen hatte. "Das war nur ein Wimpernschlag."

Der reichte aber, dass Langehanenberg leer ausging und Laura Bechtolsheimer zur Medaille gratulieren musste. Die Britin wurde Dritte hinter ihrer Landsfrau Gold-Gewinnerin Charlotte Dujardin und Adelinde Cornelissen aus den Niederlanden.

"Das war sehr, sehr eng", kommentierte auch Dennis Peiler, der Sportchef des Reitverbandes: "Und das war sehr, sehr schade!" 84,303 Prozentpunkte erhielt Langehanenberg für ihre Kür mit Damon Hill, 84,339 waren es bei der in Mainz geborenen und in England aufgewachsenen Bechtolsheimer mit Mistral Hojris.

In ihrer ersten Reaktion unmittelbar nach der Konkurrenz war die 30-Jährige über ihre Wertung noch leicht verstimmt ("Ich bin definitiv verärgert"), aber der Mini-Frust legte sich. Vor allem mit ihrem Pferd war sie glücklich. "Ich bin so stolz auf ihn. Er hat schon so viele Möhren bekommen, er kriegt jetzt noch mehr", sagte sie. "Wenn es so knapp ist, dann hätte es doch auch andersrum sein können", sagte Hilberath, betonte aber auch: "Sportlich ist das korrekt."

Selbst mit Bronze wäre die Goldserie der deutschen Dressur beendet gewesen. Bei zwölf Olympia-Starts wurde seit 1964 immer mindestens ein deutscher Triumph bejubelt. In London reichte es nach Team-Silber nur zu den Plätzen vier, sieben und acht für die deutschen Reiterinnen im Einzel. "Die Zeiten sind vorbei, da Deutschland allein den Ton angegeben hat", bilanzierte Peiler. "Ich wäre ein Idiot, wenn ich sagen würde, ich will keine Einzel-Medaille. Aber wir sind hier gegen die Besten der Welt geritten", meinte Hilberath.

Die überragende Team-Olympiasiegerin Charlotte Dujardin holte mit Valegro bereits ihr zweites Gold. Die Britin siegte mit 90,089 Punkten vor Adelinde Cornelissen mit Parzival (88,196). Dorothee Schneider aus Framersheim wurde mit Diva Royal Siebte (81,661). Kristina Sprehe aus Dinklage kam mit Desperados als Achte ebenfalls noch in die Top Ten (81,375).

Die Verantwortlichen des deutschen Verbandes zogen unterdessen eine positive Schlussbilanz, da der personelle Umbruch mit Team-Silber und drei einstelligen Einzelplatzierungen vollzogen scheint. "Mit drei Debütantinnen soweit vorne, das ist sensationell. Das zeigt, dass der Neuanfang gelungen ist", sagte Peiler.

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