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Über Liebe und Legenden: Usain Bolt am Mikrofon

10.08.2012, 16:50 Uhr | dpa

Über Liebe und Legenden: Usain Bolt am Mikrofon. Usain Bolt war nicht nur auf der Bahn, sondern auch am Mikrofon in Bestform.

Usain Bolt war nicht nur auf der Bahn, sondern auch am Mikrofon in Bestform. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Seinen Stadion-Job hat der Sport-Millionär in 19,32 Sekunden erledigt, vor der Weltpresse plaudert Usain St. Leo Bolt fast eine Stunde lang. Sogar über Liebe, Lust und Leidenschaften. Ganz neue Töne.

An diesem denkwürdigen Londoner Sommerabend läuft der schnellste Mann der Welt zum zweiten Mal zu Hochform auf. Bolt spricht: über seinen Alltagsjob als Leichtathlet. Über Freunde und Erfolge, die Zukunft und seine Träume. Der Supersprinter erweist sich auch vor dem Mikrofon als wahrer Champion: schlagfertig, witzig, dann wieder ernst und nachdenklich. Das Podium auf der Pressekonferenz gehört ihm, der 1,95-Meter-Mann reckt und streckt sich, am liebsten würde er aufspringen. "Ich bin jetzt eine lebende Legende. Ich bin der Größte", tönt er.

Keine noch so schräge Frage kann den bestens aufgelegten Jamaikaner nach seinem olympischen Doppel-Double aus der Fassung bringen. Bis sich eine Italienerin das Mikrofon schnappt. Wie seine Traumfrau so sein müsste? Mhmm. Bolt muss schlucken, kurz nachdenken, er will ja eigentlich seinen Traumlauf kommentieren. Und nun das. Sein Typ? Model, Sängerin, Schauspielerin? "Ich mache das nicht vom Typ abhängig", gesteht er dann. Und überhaupt: "Das Wichtigste ist, dass ich mich verliebe." Ein Raunen geht durch den proppevollen und überhitzten Saal.

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Als Bolt im Finale auf Bahn 7 losstürmt und "die schnellste Kurve meines Lebens" rennt, tobt ein Orkan im Olympiastadion. Die 80 000 Zuschauer hält es kaum noch auf den Sitzen. Bolt, Bolt - und schon wieder Gold! Im schnellsten 200-Meter-Finale der Leichtathletik- Geschichte hat der große Junge sein Vermächtnis erfüllt. Und das zwölf Tage vor seinem 26. Geburtstag. "Dafür bin ich hier her gekommen, jetzt bin ich eine Legende. Das ist es, was ich wollte. Und jetzt hab' ich es geschafft!" Endlich.

Mit seinem historischen zweiten Olympia-Double ist Bolt am Leichtathletik-Riesen "King Carl" Lewis vorbeigestürmt. Nach dem Triumph über 100 Metern gewinnt er auch Gold auf seiner doppelt so langen Lieblingsstrecke - ein Novum in der Olympia- Geschichte. 112 Jahre dauerte es, bis ein Sprinter bei zwei Sommerspielen hintereinander sowohl die 100 als auch die 200 Meter gewann. Seit 1900 sind beide Strecken im olympischen Programm.

"Ohne Usain Bolt wäre unser Sport in den letzten Jahren spurlos untergegangen", meint der viermalige Olympiasieger Michael Johnson, in London Experte für die BBC. "Wir schulden ihm große Dankbarkeit, denn er bringt die Leute ins Stadion", sagt der Amerikaner nach dem zweiten Showdown der Supersprinter aus Jamaika.

Wie über 100 Meter triumphiert Bolt vor seinem Trainingspartner Yohan Blake (19,44 Sekunden). Warren Weir (19,84) sorgt als Dritter dafür, dass die flotten Jungs von der Karibik-Insel auf dem Siegerpodest unter sich sind. 100-Meter-Weltmeister Blake hatte sich wohl mehr ausgerechnet. Schließlich war er mit der Topzeit angereist und hatte seinen Kumpel Bolt im Olympia-Jahr gleich zweimal besiegt. Der fulminante Antritt des Favoriten hat ihn geschockt und gelähmt. "Als er lospreschte, da dachte ich, na gut, heute ist wieder Usain-Zeit", verrät Blake, genannt das "Biest", grinsend.

Gold, Silber, Bronze für ein Land - ein klassischer "Sweep", den über 200 Meter bisher nur die Amerikaner schafften. Sechsmal sogar schon. Diesmal kommen die US-Sprinter nicht mal aufs Podest, 200-Meter-Spezialist Wallace Spearmon geht als Vierter in 19,90 leer aus und staunt: "Diese Jungs sind gerade irgendwo auf einem anderen Stern. Da kann man nur sagen: Gratulation!"

Am Samstag wollen die Außerirdischen wieder zuschlagen: Alles andere als Gold für die 4 x 100-Meter-Staffel im letzten Stadion- Wettbewerb wäre eine Riesen-Enttäuschung für Bolt & Co. Wer soll den Jamaika-Express stoppen? "Es wird sicher eine gute Show zum Abschied", verspricht der fünfmalige Olympiasieger. Gold als Sixpack wäre für Sprint-König Bolt die Krönung. Sir Elton John macht ihm mit einem seiner Welthits Mut: "Saturday night's alright for fighting" - Samstagabende sind wie gemacht für Kämpfe!

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