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Nachfolger Sotschi im Fokus - Zittern um Zeitplan

10.08.2012, 18:06 Uhr | dpa

Nachfolger Sotschi im Fokus - Zittern um Zeitplan. In Sotschi laufen die Vorbereitungen für die Olympischen Winterspiele 2014.

In Sotschi laufen die Vorbereitungen für die Olympischen Winterspiele 2014. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Wenn die olympische Flamme in London erlischt, schaut die Ringe-Gemeinde gespannt nach Sotschi am Schwarzen Meer. Im südrussischen Kurort soll in etwas mehr als 540 Tagen mit den Winterspielen das nächste Olympia-Spektakel beginnen.

Lange liefen die Vorbereitungen für die ersten Winterspiele in Russland nach Plan. Nun aber wackelt ausgerechnet die Eröffnungsfeier als Visitenkarte. Schuld ist offenbar einmal mehr die immense Korruption. Die Gesamtkosten sind bereits auf etwa 24 Milliarden Euro gestiegen.

Ohnehin liegen beim Gastgeber nach dem neuerlichen Medaillendebakel die Nerven blank. Von einer "historischen Niederlage" spricht die Regierung bereits vor Ende der Londoner Spiele. Kremlchef Wladimir Putin kündigt Änderungen im Sportsystem an. Doch es gibt Zweifel, dass die Heimspiele auch zum erhofften Heimsieg werden. Bis dahin sei der Rückstand auf Wintersportnationen wie Deutschland kaum aufzuholen, meinen Athleten und schimpfen über fehlende Unterstützung und veraltete Trainingszentren.

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Nun kommen neue Probleme hinzu. Die Zeremonie am 7. Februar 2014 im neuen Olympiastadion mit 45 000 Plätzen sei stark gefährdet, warnt Alexander Piskunow vom Rechnungshof in einem Brief an den zuständigen Vizeregierungschef Dmitri Kosak. Es gebe Verantwortliche, die die Arbeiten absichtlich schleifen ließen, damit die Regierung die Arena um jeden Preis fertigstellen müsse, behauptet der Wirtschaftsprüfer der Zeitung "Iswestija" zufolge. Russland drohe also ein materieller Schaden oder ein gewaltiges Imageproblem.

Dabei hat Sotschi der stolzen Sportnation ohnehin schon zu viele negative Schlagzeilen eingebracht. Zunächst gab es massive Proteste von Bürgerrechtlern gegen illegale Umsiedlungen Hunderter Einwohner wegen neuer Sportstätten. Dann kündigte der World Wide Fund for Nature (WWF) aus Protest gegen die Zerstörung der Natur in der Kaukasusregion mit ihrer reichen Tier- und Pflanzenwelt die Zusammenarbeit auf.

Es ist ein gigantisches Projekt im Feriengebiet unter Palmen: Fast alle Sportstätten sowie die Infrastruktur entstehen neu. Zeitgleich wird auch eine Formel-1-Strecke mitten durch das Olympia-Gelände gebaut, auf der die Stars um Sebastian Vettel erstmals im Oktober 2014 die Motoren aufheulen lassen sollen.

Um das notorische Verkehrschaos zu entschärfen, gibt es zu den Olympischen Winterspielen auch einen Schnellzug und eine neue Umgehungsstraße. Für eine Bahnstrecke zu den Ski- und Bobwettbewerben in Krasnaja Poljana im Gebirge wurden zahlreiche Tunnel in die Berge gebohrt. Das dicke Minus störte bislang offenbar niemanden. "Olympische Spiele sind ein soziales Projekt. Sie haben sich noch in keinem Land selbst finanziert", sagte einst der Chef von Wirtschaftsprüfer Piskunow, Sergej Stepaschin, in einem Interview.

Klar ist trotzdem: Vor der Millionenmetropole London will sich Sotschi nicht verstecken. Was denn in Sotschi besser laufen werde, fragte die "Iswestija" den russischen NOK-Chef Alexander Schukow. "Wir brauchen ein besseres Training für die Freiwilligen. In London können die Volunteers nicht immer helfen und wissen nicht immer, wo alles ist", antwortete der russische Ober-Olympionike.

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