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Olympia 2012: Deutsche Stabhochspringer schaffen die Sensation

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Fünf Mal Edelmetall: Otto und Holzdeppe knapp an Gold vorbei

10.08.2012, 23:21 Uhr | dpa, sid

Olympia 2012: Deutsche Stabhochspringer schaffen die Sensation. Nur denkbar knapp an Gold vorbei: Stabhochspringer Björn Otto. (Quelle: Reuters)

Nur denkbar knapp an Gold vorbei: Stabhochspringer Björn Otto. (Quelle: Reuters)

Das bislang nicht unbedingt prall gefüllt deutsche Medaillenkonto bei Olympia ist mächtig aufgestockt worden. Insgesamt gab es fünf Medaillen: zwei Mal Silber und drei Mal Bronze. Dabei räumten die Stabhochspringer gleich doppelt ab, Björn Otto und Raphael Holzdeppe holten Silber und Bronze. Nach einem chaotischen Wettkampf durfte sich Hammerwerferin Betty Heidler über Bronze freuen. Zudem sicherte sich Freiwasserschwimmer Thomas Lurz Silber, und Helena Fromm wurde in der Taekwondo-Entscheidung in der Klasse bis 67 Kilogramm Dritte.

Björn Otto strahlte über das ganze Gesicht, Raphael Holzdeppe schaute ungläubig ins weite Rund - dann drehten die überglücklichen Stabartisten eine gemeinsame Ehrenrunde. Mit dem sensationellen Höhenflug auf je 5,91 Meter schwang sich das Duo wie im Rausch zu den ersten deutschen Olympia-Medaillen im Stabhochsprung seit 1996 auf und musste nur dem überragenden Franzosen Renaud Lavillenie (5,97) den Vortritt lassen. Lange warten musste Betty Heidler, weil die Kampfrichter das Maßband rausholten. Sie durfte dann aber doch über 77,17 Meter und Bronze jubeln.

Fromm nutzt zweite Chance

Nur Minuten nach den dramatischen Ereignissen im Olympiastadion hatte Helena Fromm ihren großen Auftritt. Die Taekwondoka bezwang im Kampf um Platz drei die Australierin Carmen Marton mit 8:2. Fromm hatte zuvor gegen Hwang Kyung Seon aus Südkorea verloren, aber eine zweite Chance erhalten, da die Südkoreanerin ins Finale einzog. "Ich habe in den letzten Monaten auf alles verzichtet, mich im Bett und im Trainingsraum verkrochen - deshalb wird jetzt richtig gefeiert", sagte Fromm.

Begonnen hatte der medaillenreiche Tag für Deutschland im Wasser: Nach zehn Kilometern landete Thomas Lurz auf Platz zwei. "Ich bin hergekommen, um Gold zu holen!" sagte der Rekordweltmeister, war aber dennoch zufrieden: "Ich bin glücklich damit. So wie das Rennen verlaufen ist, war es das Bestmögliche." Lurz schlug hinter dem Tunesier Oussama Mellouli an.

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