Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Stabhochspringer Otto und Holzdeppe mit Medaillen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Höhenflug für deutsche Stabartisten: Silber und Bronze

11.08.2012, 00:35 Uhr | dpa

Stabhochspringer Otto und Holzdeppe mit Medaillen. Raphael Holzdeppe (l) und Björn Otto (M) begleiten Olympiasieger Renaud Lavillenie auf der Ehrenrunde.

Raphael Holzdeppe (l) und Björn Otto (M) begleiten Olympiasieger Renaud Lavillenie auf der Ehrenrunde. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Björn Otto strahlte über das ganze Gesicht, Raphael Holzdeppe schaute ungläubig ins weite Rund - dann posierten die überglücklichen Stabartisten mit dem Triumphator Renaud Lavillenie für die Siegerfotos.

Mit dem sensationellen Höhenflug zu Silber und Bronze hat das DLV-Duo die 16-jährige Medaillen-Flaute der deutschen Stabhochspringer beendet. In einem hochklassigen und dramatischen Wettbewerb schwangen sich Otto und Holzdeppe wie im Rausch mit jeweils 5,91 Metern zu den ersten Olympia-Medaillen seit 1996 auf und mussten nur dem überragenden Franzosen den Vorzug lassen. Der Europameister holte mit 5,97 Meter Gold.

"Alles in Silber in diesem Jahr - das ist schon geil", jubelte Otto in Anspielung an seinen zweiten Platz bei der EM. Der Oldie durfte sogar kurz vom ersten deutschen Stabhochsprung-Olympiasieg seit Wolfgang Nordwig vor 40 Jahren träumen. Der Hobby-Pilot lag nach übersprungenen 5,91 vorn, ehe ihm Lavillenie mit seinem letzten Versuch über 5,97 Meter doch noch Gold wegschnappte. "Was Lavillenie hier geboten hat - Chapeau!", lobte Otto den Sieger. Europas Champion ließ sich wie in Helsinki nicht von den Deutschen beeindrucken und nach seinem feststehenden Sieg sogar 6,07 Meter auflegen - scheiterte aber.

Olympia 2012 
Alle Entscheidungen live!

Mit dem Live-Ticker zu Olympia 2012 verpassen Sie keine Medaille! mehr

Sechs Wochen nach seinem EM-Silber war Otto zu später Stunde hellwach. Konstant spulte er seinen Wettkampf herunter. Nur bei 5,75 und 5,85 Meter benötigte der 34-Jährige aus Dormagen bei seinem ersten und wahrscheinlich auch letzten Olympia-Start zwei Versuche. Bei 5,97 war dann Endstation für den Biologiestudenten mit dem Berufsziel Verkehrspilot. "Für mich war die Höhe auch drin. Der eine Versuch war haarscharf", sagte Otto.

Das letzte olympische Edelmetall für Deutschland hatte Holzdeppes Trainer Andrej Tiwontschik mit Bronze in Atlanta geholt. Sein Schützling lieferte im Finale den Wettkampf seines Lebens. Mit 5,91 Meter steigerte er seine persönliche Bestleistung gleich um neun Zentimeter - ein besseres Timing kann es dafür nicht geben. "Für mich hat es in diesem Jahr einen schönen Schub gegeben. Ich konnte jetzt sogar meinen Trainer toppen. Es hat sich gelohnt, so hart zu arbeiten", erklärte der 22-Jährige.

Nur Routinier Malte Mohr blieb mit 5,50 Metern und Rang neun hinter den Erwartungen zurück. "Ich habe eine gute Saisonbestleistung zu stehen. Da will ich mich natürlich auch gut verkaufen", hatte Mohr, der seine größten Erfolge bisher nur in der Halle feierte, vor seinem ersten Olympia-Finale gesagt. "Ich hätte das jetzt mal verdient, denn ich habe noch keine Freiluft-Medaille", erklärte der 26-Jährige. Damit wurde es jedoch nichts.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal