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Olympia-Trainer wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt

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Schwimmverband von Anklage überrascht

11.08.2012, 16:37 Uhr | dpa

Olympia-Trainer wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt. Steuert der deutsche Schwimmsport auf einen Skandal zu? (Quelle: imago)

Steuert der deutsche Schwimmsport auf einen Skandal zu? (Quelle: imago)

Die Anklage gegen einen seiner Olympia-Trainer wegen sexuellen Missbrauchs hat den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) völlig überrascht. "Es ist uns völlig neu. Der Verein hat sich nicht gemeldet, der Landesverband hat sich nicht gemeldet. Wir haben überhaupt keine Informationen bekommen, obwohl die Sache schon länger hätte bekannt sein müssen. Das wundert mich", sagte DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff in London

Am kommenden Dienstag muss sich der Coach vor dem Kieler Amtsgericht verantworten. Ihm wird laut eines Berichts der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorgeworfen, sich zwischen August 2004 und März 2006 in 18 Fällen an einer damals minderjährigen Schwimmschülerin vergangen zu haben. Laut Anklage war es im August 2004 bei einem Schwimmtraining auf Kreta zu einem ersten Übergriff gekommen.

Vesper kritisiert mangelnde Kommunikation

Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erfuhr erst am Freitagabend von dem bevorstehenden Prozess. "Wir hätten ihn nicht mitgenommen, wenn er mit uns gesprochen hätte. Wir hätten uns gewünscht, dass er es uns vorher mitgeteilt hätte", sagte Generaldirektor Michael Vesper und betonte, man wolle die Olympiamannschaft vom Verdacht des sexuellen Missbrauchs freihalten.

Der Trainer, der mit seinen Kollegen aus dem Beckenteam bereits Anfang der Woche nach Hause gereist war, hatte vor Olympia die Ehrenerklärung des DOSB unterschrieben. Darin verpflichtete er sich, "das Recht der mir anvertrauten Sportlerinnen und Sportler auf körperliche Unversehrtheit zu achten und keine Form der Gewalt, sei sie physischer, psychischer oder sexueller Art, auszuüben". Seit Bekanntwerden der Nachricht hatte der DSV vergeblich versucht, den Trainer zu erreichen. "Wir haben noch nicht mit ihm gesprochen", sagte DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow: "Er hat Urlaub, ich weiß nicht, wo er sich befindet."

In jedem Fall Konsequenzen für den Trainer

Sollte der Angeklagte verurteilt werden, wäre das "ein K.-o.-Kriterium als Trainer", sagte Fornoff weiter. Doch selbst falls er freigesprochen würde, bliebe es wohl nicht folgenlos: "Wir werden dann mit unseren Juristen im Hause intern beraten, wie wir vorgehen. Aber für mich ist das ein Vertrauensbruch." Auch der damalige Verein des angeklagten Trainers wusste auf Nachfrage weder von den Anschuldigungen noch von dem Verfahren.

Der DOSB überließ dem Schwimmverband das weitere Vorgehen. "Jetzt muss man abwarten, was in der Gerichtsverhandlung herauskommt. Dann muss der DSV die entsprechenden Konsequenzen ziehen", sagte Vesper: "Im Moment steht Aussage gegen Aussage. Es ist gut, dass das gerichtlich entschieden wird."

Vorwurf: Machtposition ausgenutzt

Laut Anklage nutzte der Mann das Betreuungsverhältnis als Trainer aus, um die junge Sportlerin zum Sex zu bewegen. Zu physischer Gewalt kam es laut Staatsanwaltschaft nicht. Anzeige wurde erst im August 2009 erstattet, die Staatsanwaltschaft Kiel erhob im September 2011 Anklage. Die Betroffene tritt als Nebenklägerin auf.

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