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Olympia 2012 - Fußball: Mexiko schockt Favorit Brasilien

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Mexiko schockt den Favoriten Brasilien

13.08.2012, 11:21 Uhr | dpa

Olympia 2012 - Fußball: Mexiko schockt Favorit Brasilien. Torschütze für Mexiko: Die Nummer 9 Oribe Peralta. (Quelle: dpa)

Torschütze für Mexiko: Die Nummer 9 Oribe Peralta. (Quelle: dpa)

Mit einem Blitztor und einem weiteren Treffer per Kopf hat der Mexikaner Oribe Peralta Brasiliens großen Traum vom ersten Olympia-Sieg im Fußball zerstört. Der 28-Jährige schoss den Außenseiter mit seinem Tor nach 28 Sekunden und seinem insgesamt vierten Turniertreffer (75.) zum 2:1 (1:0)-Sieg gegen die Selecao und damit zur Goldmedaille.

In der brasilianischen Schlussoffensive gelang Hulk (90.+1) das Anschlusstor; Oscar hätte zwei Minuten später die Verlängerung des Finales in London erzwingen müssen, köpfte aber freistehend drüber. Brasilien mit dem enttäuschenden Jungstar Neymar blieb damit vor den Augen des Idols Pele zum dritten Mal nach 1984 und 1988 nur Silber - und die vage Hoffnung auf den sechsten WM-Titel zu Hause in Rio 2014. Auf Trainer Mano Menezes, der auch die A-Nationalmannschaft leitet, kommen nach der enttäuschenden Niederlage unruhige Zeiten zu.

Pele wird immer unruhiger

"Wir können alle schlagen, auch Brasilien", hatte Peralta vor dem Spiel gesagt. Die 86.162 Zuschauer im ausverkauften Wembley-Stadion hatten sich noch nicht gesetzt, da ließ der Angreifer seinen Worten Taten folgen. Nach einem schlimmen Fehler von Abwehrspieler Rafael in der Nähe des eigenen Strafraums hatte der Mexikaner freie Bahn, sein Flachschuss in die linke Ecke war für Torwart Gabriel unhaltbar. Es war das schnellste Tor bei den Spielen 2012.

Neymar hatte Verbandspräsident Jose Maria Marin versprochen, er werde mit der Goldmedaille im Gepäck zurückkommen. Doch der Jungstar zeigte auf dem Platz nur selten, warum er als Jahrhunderttalent gilt. Mit zunehmender Spieldauer wurde Pele auf der Ehrentribüne unruhiger. "Das ist für mich eine ganz emotionale Angelegenheit", hatte er zuvor gesagt. Drei Mal war der wohl beste Fußballer der Geschichte Weltmeister, bei Olympia war er nie. Seine Landsleute jagten bis London 2012 elf Mal vergeblich nach Gold.

Die Offensiv-Maschine stockt

Der Schock nach dem frühen 0:1 saß bei Brasilien tief. Bis zur 20. Minute dauerte es, ehe Oscar den ersten Torschuss für Brasilien abgab. Trainer Mano Menezes brachte schon in der 32. Minute Hulk, einen weiteren Stürmer. Gegen Ende der ersten Halbzeit erhöhte der Rekordweltmeister den Druck. Marcelo von Real Madrid, Hulk per Kopf und Neymar vergaben aber ihre Chancen. Auch in der zweiten Hälfte dribbelte sich Neymar auf dem linken Flügel zu oft fest. Nach einem schmerzhaften Zusammenprall mit dem mexikanischen Torwart Jose Corona musste er kurz behandelt werden (53.), kurz darauf verzog er freistehend im Strafraum. In allen fünf bisherigen Partien des Turniers hatte Brasilien stets drei Treffer erzielt. Doch ausgerechnet im Finale stockte die Offensiv-Maschinerie.

Riesenglück hatten die Blau-Gelben, als Marco Fabian nach einem erneut schweren Patzer der brasilianischen Abwehr per Fallrückzieher die Latte traf (64.). Menezes versuchte, den Druck mit der Einwechslung von Alexandre Pato (AC Mailand/71.) zu erhöhen, aber Mexiko blieb gefährlich. Fabian köpfte über das Tor (72.), Peralta nach einem Freistoß aus etwa neun Metern in die Maschen.

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