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"Bo & Mo": Große Jungs im Jubel vereint

12.08.2012, 16:17 Uhr | dpa

"Bo & Mo": Große Jungs im Jubel vereint. Mohamed Farah (l) und Usain Bolt sorgen für die größte Party in London.

Mohamed Farah (l) und Usain Bolt sorgen für die größte Party in London. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Wie große Jungs hüpften die beiden Superstars noch einmal aufs Siegerpodest, machten Mätzchen und ließen sich von den 80 000 Fans feiern. Zusammen fünf Olympiasiege in acht Tagen - für eine Handvoll Gold gab's die Abschiedsparty von "Bo & Mo" im proppevollen Stadion

Bevor die Lichter in London ausgingen, legten sich Sprint-König Usain Bolt und Langlauf-Held Mo Farah am Samstagabend noch einmal mächtig ins Zeug. Der Jamaikaner imitierte den "Mobot" des schmächtigen Briten - die Unterarme über dem Kopf zu einem "M" angewinkelt. Und Farah gab den berühmten "Bogenschützen" perfekt, das Markenzeichen des schnellsten Manns der Welt.

Als sich Sportwagen-Freak Bolt später eine Fernbedienung schnappte und damit ein Elektro-Auto im Zick-Zack-Kurs über die Bahn jagte, war der 25-Jährige in seinem Element. "Mir macht es einfach Spaß, mit dem Publikum zu spielen", sagte der Weltrekordler. Dabei war London kein Spiel für ihn, sondern eine Mission. Nach dem zweiten Goldgewinn rief er sich zur lebenden Lauf-Legende aus, nach dem Staffel-Triumph über 4 x 100 Meter am Samstagabend war er der Größte.

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In fantastischen 36,84 Sekunden stürmte Schlussläufer Bolt ins Ziel - der Weltrekord der Jamaikaner war gleich um zwei Zehntelsekunden verbessert. "Ich wünschte, wir wären noch schneller gewesen, aber ich denke mal, wir haben noch Luft nach oben gelassen", sagte Bolt. Nach dem Double über 100 und 200 Meter war er auch mit dem Jamaika-Express nicht zu stoppen.

Dreimal Gold in Peking, drei Olympiasiege in London - der Sport-Millionär aus Trelawny ist am Ziel. "Für mich waren diese Spiele ganz toll. Eine Ehre, ein ganz großes Glück. Ich habe erreicht, was ich wollte", stellte Bolt hochzufrieden fest. Obwohl noch drei Meetings anstehen, war erst mal Party angesagt: "Für den Rest der Saison will ich noch Spaß haben", sagte er.

"Ich bin ekstatisch, glücklich. Mein Team hat das nach Hause gelaufen. Ich hätte den Stab gern als Souvenir behalten", erklärte Bolt, der das glänzende Objekt aber zunächst abgab: "Die Regeln." Bolt war sauer: "Das sollte ein Souvenir für die Ewigkeit werden." Später bekam er den Stab wieder - vielleicht ein Symbol für alle Zeiten. In der Hitliste der erfolgreichsten Olympia-Leichtathleten hat Bolt einen großen Sprung nach vorn gemacht.

Als nunmehr sechsmaliger Olympiasieger hat er nur noch ein Trio vor sich: Den Finnen Paavo Nurmi (9 x Gold zwischen 1920 und 1928), den Amerikaner Carl Lewis (9 x Gold zwischen 1984 und 1996) und dessen Landsmann Ray C. Ewry (8 x Gold zwischen 1900 und 1908). Bolt liegt in dieser Rangliste auf Platz vier. In London waren nur drei US-Schwimmer erfolgreicher als Blitz-Bolt - angeführt vom Rekord-Olympioniken Michael Phelps (4 x Gold und 2 x Silber).

"Ich bin nun eine Legende, ich bin auch der größte lebende Athlet", tönte Bolt nach seinem Sieg über 200 Meter. Am Ende seines Läufer-Lateins ist er noch nicht, aber die Konkurrenz im eigenen Land wird immer stärker. Bolt: "Es wird schwer, weil Yohan Blake nachdrängt und stark läuft."

100-Meter-Weltmeister Blake, in Kingston Bolts Trainingspartner bei Erfolgscoach Glen Mills, nahm das Lob gern mit. "Usain hat mir gesagt, im nächsten Jahr machst du dein Ding und wirst selbst eine Legende", meinte der 22-Jährige - wegen seines Trainingseifers von Kumpel Bolt nur "Das Biest" genannt.

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