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Triathlon: Jedermann oder Ironman?

15.08.2012, 10:55 Uhr | H. P., KGK

Triathlon: Jedermann oder Ironman?. Nur wer seinen ersten Triathlon gefinisht hat, darf sich Triathlet nennen (Quelle: Garmin Alpen Triathlon/Andreas Fischer)

Nur wer seinen ersten Triathlon gefinisht hat, darf sich Triathlet nennen (Quelle: Garmin Alpen Triathlon/Andreas Fischer)

Rein ins Wasser, rauf auf’s Rad, ab in die Laufschuhe - Schwimmen, Radfahren und Laufen ohne Pause zwischen den einzelnen Disziplinen - und das bei ununterbrochener Zeitabnahme. Diese Kombination aus den drei beliebtesten Ausdauersportarten heißt Triathlon und erfreut sich ungemeiner Popularität. Viele reizt der Ganzkörpereinsatz und die Vielseitigkeits-Herausforderung der Dreikampf-Kombination. Dabei muss es natürlich nicht gleich der Ironman Hawaii sein. Vom Volkstriathlon bis zum Ironman - hier ein Überblick über die Disziplin(en) Triathlon. Sehen Sie mehr in unserer Foto-Show: Triathlon - Schwimmen, Radfahren, Laufen.

Triathlon: Rundum abwechslungsreich

Gründe mit dem Triathlon zu beginnen gibt es zahlreiche. Vom gesundheitlichen Standpunkt betrachtet, stellt der Triathlon ein Ganzkörper-Workout dar: Trainiert wird der Muskelapparat vom Oberkörper über Rumpf bis in die Beine genauso wie das Herz-Kreislauf-System. Darüber wird natürlich die Fettverbrennung angekurbelt und die allgemeine Fitness verbessert.

Outdoor-Sport par Excellence

Triathlon reizt auch als Outdoorsport, der immer ein Kampf gegen die Elemente ist: Man muss umzugehen wissen mit dem Widerstand im natürlichen Gewässer und manchmal auch einer recht kühlen Wassertemperatur. Auf dem Rad können einem Wind und Regen entgegen peitschen oder die Sonne bringt Asphalt und Fahrer zum Glühen. Und das gleiche trifft natürlich auf den finalen Lauf zu - mit dem Indoor-Fitnessband ist das kaum zu vergleichen.

Der Weg zu sich selbst

Triathlon ist auch die Lösung für Ausdauersportler, jeglicher Einseitigkeit aus dem Weg zu gehen. Gefordert wird man in allen drei Disziplinen und auch die Wechsel sind nicht zu unterschätzen. Klar, dass hier der mentale Aspekt eine große Rolle spielt. Wahrscheinlich heißt es auch deshalb, Triathlon sei der lange Weg, bei sich selbst anzukommen

Spezifisches Training notwendig

Was gilt es nun zu trainieren? Eine einfache Aneinanderreihung dreier Sportarten ist Triathlon schließlich keineswegs. Im Wettkampf müssen sich Muskulatur wie Geist zweimal auf eine andere Disziplin um- und einstellen. Das erfordert auch ein spezifisches Training: Mit Koppel- (wiederholte Abfolge meist aus Radfahren und Laufen) und Wechseltraining (schnelles Wechseln der Ausrüstung) bereiten sich Triathleten auf ihren Wettkampf vor. Daneben sollte man neben einer guten Grundlagenausdauer in den Sportarten über entsprechende technische Fähigkeiten verfügen.

Schwimmen: Die richtige Technik ist wichtig

Wer langsam schwimmt, findet zwar schneller sein Rad (alte Triathleten-Weisheit), ob er die Konkurrenz jedoch wieder einholt, ist fraglich. Die wenigsten Triathleten kommen aus dem Schwimmsport und sollten sich daher im Training zunächst darauf konzentrieren, eine gute Schwimmtechnik zu erlernen. Ist das Schwimmen die Angstdisziplin, empfiehlt sich ein Schwimmseminar speziell für Triathleten, um Fehler in der Technik von vornherein zu vermeiden. Die meisten Wettkämpfe finden in offenen Gewässern statt. So ist es ratsam, die ein oder andere Trainingseinheit im freien Wasser zu absolvieren (gegebenenfalls mit Neoprenanzug).

Radfahren: Auf die Ausstattung achten

Beim Radtraining spult man lange Trainingseinheiten ab, sollte aber auch kurze, knackige Ausfahrten einbauen. Eine gute Ausrüstung ist hier besonders wichtig. Das bedeutet nicht, dass man als Freizeitathlet nur mit einer superleichten Rennmaschine bestehen kann. Es bedeutet viel mehr, dass vom Helm über den Sattel bis hin zu den Schuhen die Qualität stimmen sollte. Die Ergonomie spielt eine entscheidende Rolle beim effizienten und vor allem schmerzfreien Radfahren. Hat man Beschwerden oder Zweifel, lohnt sich auf jeden Fall eine akkurate Abstimmung des Rads auf den Körper - von der Sitzposition bis hin zur Position der Click-Pedale.

Koppeltraining für den richtigen Laufstil

Beim Laufen gilt es, trotz ermüdeter Beinmuskulatur noch einmal alles zu geben. Besonders schwierig, schließlich war man erst im Wasser und dann auf dem Rad: Die Koordinationsfähigkeit nach dem Wechsel ist meist stark beeinträchtigt, daraus resultiert auch eine unökonomische Lauftechnik. Deshalb ist das Koppeltraining so entscheidend: Um sich auf die erschwerten Laufbedingungen im Wettkampf einzustellen, sollte es unbedingt ein Bestandteil des Triathlontrainings sein.

Die vierte Disziplin

Wo steht das Rad? Wo liegen die Laufschuhe? Den Wechsel zwischen den Teildisziplinen bezeichnet man gerne als vierte Disziplin und diese sollte nicht unterschätzt werden. Damit die Handlungsabläufe im Wettkampf schnell und routiniert ablaufen, müssen sie gut geplant sein und schon im Training einstudiert werden. Vor allem bei Amateurwettkämpfen geht es in der Wechselzone häufig unkoordiniert zu. Am Wettkampftag sollte man daher mit System vorgehen, sein Equipment bewusst deponieren und den gesamten Ablauf noch einmal durchdenken. Denn auch wenn das Wasser kalt sein mag, in der Wettkampfhektik fällt es schwer, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Das Seepferdchen unter den Triathlons: der Volkstriathlon

Das Interesse ist geweckt, man würde auch gern einmal einen Triathlon laufen, ist jedoch abgeschreckt von Bildern kämpfender Athleten, die in brütender Hitze scheinbar endlose Strecken vor sich haben? Keine Frage, Triathlon ist durchaus ein Extremsport, aber es gibt schließlich auch ‚sanftere’ Wettkämpfe. Ein greifbares Ziel für Debütanten ist der Volkstriathlon (auch Sprintdistanz oder Jedermann-Triathlon genannt). Hier gilt es folgende Strecken zu bewältigen: 500/750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Durchaus realistisch sind für Sportler auch die Olympische Distanz (1,5/40/10) und die Smartdistanz (0,7/24/7). Und die Wettkampfdichte ist inzwischen enorm: Wer einen Triathlon angehen möchte, findet sicherlich rasch den passenden Event in der Nähe.

Der Ironman Hawaii: Geburtsstätte des Triathlon-Sports

Als einer der härtesten Triathlon-Wettkämpfe der Welt (3,8/180/42,2) gilt der Ironman Hawaii. Der Legende nach liegt sein Ursprung in einer Streiterei. Auf Hawaii ereiferten sich Sportler, wer von ihnen denn nun der Fitteste sei: der Läufer, der Schwimmer oder der Radrennfahrer. Zur Schlichtung bzw. Klärung entschied man, dass der Athlet, der die Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen am schnellsten bewältigen konnte, den Namen "Iron Man" tragen sollte. Bei den Distanzen orientierte man sich an den drei härtesten Ausdauerwettbewerben der Insel - dem Waikiki Rough Water (2,4 Meilen Schwimmen), dem Around-Oahu Radrennen (115 Meilen) und dem Honolulu Marathon (26,2 Meilen).

Ironman Hawaii seit 1978

15 Männer gingen bei der Premiere am 18. Februar 1978 an den Start. Das Startgeld betrug 3 US Dollar. Schon zwei Jahre später wurde der Wettbewerb im Fernsehen übertragen und kurz darauf auf die hawaiianische Hauptinsel Big Island verlegt. Das Startgeld ist auch teurer geworden: 650 Dollar kostet die Teilnahme an dem Highlight der Ironman Serie, ausgerichtet von der WTC (World Triathlon Corporation) und natürlich darf heute nicht jeder starten. In Hawaii treten nur die 2000 Sportler an, die sich im Vorfeld bei einem anderen Wettkampf der Ironman-Serie qualifiziert haben - und das nötige Startgeld aufbringen können. 

Weitere Informationen

Triathlon Magazin: www.tri-mag.de

www.dtu-info.de/ordnungen.html

www.triathlon-tipps.de

 

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